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Laatzen 35 Kinder übernachten im Pfarrgarten
Umland Laatzen

Laatzen: 35 Kinder übernachten im Pfarrgarten in Laatzen-Gleidingen

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06:08 29.07.2019
Sind glücklich im KidsCamp: Miriam (von links, 10), Vanessa (10), Svea (8) und Leonie (10) aus Gleidingen. Quelle: Stephanie Zerm
Gleidingen

35 Jungen und Mädchen im Alter von sieben bis zwölf Jahren toben durch den sonst so beschaulichen Pfarrgarten der St.-Gertruden-Gemeinde in Gleidingen. Seit Freitagnachmittag hat sich die Wiese in ein Zeltlager für Grundschulkinder aus Laatzen und der Region verwandelt. Bereits zum fünften Mal richtet die 19-jährige Sarina Blumenberg dort das KidsCamp der Gemeinde aus. Unterstützt wird sie von 14 ausgebildeten Jugendleitern im Alter von 16 bis 22 Jahren. Bis Montagabend bieten die Jugendlichen den Grundschulkindern dort jede Menge Spiel und Spaß. „Da das Camp in den vergangenen Jahren so gut ankam, haben wir es in diesem Jahr von drei auf vier Tage verlängert“, sagt Blumenberg.

Die Kinder üben verschiedene Zirkuskunststücke ein. Quelle: privat

Für die Übernachtungen stehen insgesamt zehn Zelte der evangelischen Jugend des Kirchenkreises Laatzen-Springe zur Verfügung. Diese sind in die Gruppen Elternfreie Zone und Chaos-Camp aufgeteilt. Geschlafen wird auf Isomatten, Falt- oder Luftmatratzen. „Das ist total bequem und gemütlich“, sagt die zwölfjährige Finja aus Ingeln-Oesselse, die bereits das vierte Mal beim KidsCamp dabei ist. „Es macht einfach total Spaß, neue Kinder kennenzulernen, und die Teamer sind cool.“ Der zehnjährigen Leonie aus Gleidingen gefallen die Spiele am besten, die sich die Jugendlichen ausgedacht haben. „Das Programm gestalten wir jedes Jahr anders, damit es nicht langweilig wird“, sagt Blumenberg, die gerade ihr Abitur gemacht hat und ab Oktober Grundschullehramt studieren will.

35 Jungen und Mädchens campieren im Pfarrgarten in Laatzen-Gleidingen.

Zum Einschlafen gibt es eine Gute-Nacht-Geschichte

In diesem Jahr basteln die Kinder unter anderem ein Glaubensarmband. „Dafür stehen verschiedene Perlen wie Glaubens-, Gelassenheits- oder Ichperlen zur Verfügung“, erklärt Blumenberg. „Jede Perle, die die Kinder an ihr Armband basteln, ist mit einer besonderen Aktion verbunden, etwa einer Entspannungsübung oder einer Auflistung dessen, was sie an sich selbst gut finden und was nicht.“

Die Betreuer haben sich zahlreiche Spiele für die Kinder ausgedacht. Quelle: privat

Außerdem können die Jungen und Mädchen T-Shirts bemalen, eine Nachtwanderung machen, Bilderrahmen mit einem Gruppenfoto gestalten, Zirkusübungen einstudieren, an einer Campzeitung schreiben und Wasserschlachten machen. Zum Einschlafen gibt es jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte, und wer Heimweh bekommt, wird von seinem Teamer mit einer Wärmflasche und einer zusätzlichen Geschichte getröstet.

„In dem Camp wollen wir die Kinder auf lockere Art an die Kirche heranführen“, sagt Blumenberg. „Dabei wird nicht jeden Tag gebetet, sondern der Spaß steht im Vordergrund.“ Ins Leben gerufen habe sie das Camp ursprünglich für Jungen und Mädchen, die in den Sommerferien nicht wegfahren – und ein Zeltlager einer Kirchengemeinde habe es in Laatzen noch nicht gegeben. „Wir wollen ihnen ein paar schöne Tage bereiten und freuen uns, wenn sie glücklich sind.“ So betragen die Teilnahmegebühren auch nur 15 Euro pro Kind. Die restlichen Kosten werden über Spenden von Gleidinger Unternehmen und vom Kirchenkreis finanziert.

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Von Stephanie Zerm

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