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Laatzen Abwassergebühren sollen zum 1. Januar steigen
Umland Laatzen

Laatzen: Abwassergebühren sollen zum 1. Januar 2020 steigen

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16:09 25.11.2019
 Die Schmutzwassergebühr in Laatzen steigen ab 1. Januar 2020 von 1,72 auf 1,85 Euro pro Kubikmeter. Quelle: Jens Büttner
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Laatzen

Laatzens Bürger müssen sich auf steigende Abwassergebühren einstellen: Zum Jahreswechsel will die Stadt die Sätze zwischen 6,9 und 8,3 Prozent erhöhen. Im Vergleich zu anderen Regionskommunen wird das Laatzener Preisniveau zwar auch danach noch relativ niedrig sein. Allerdings müssen sich die Verbraucher in den nächsten Jahren wohl auf weitere, dann deutlichere Steigerungen einrichten.

Konkret erhöhen sich die Schmutzwassergebühren ab 1. Januar von 1,72 auf 1,85 Euro pro Kubikmeter. Beim Regenwasser steigt der Satz von 29 auf 31 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche. Anteilig ähnlich hoch sind die Steigerungen bei unverschmutztem Abwasser (52 statt 48 Cent pro Kubikmeter) und Regenwasser, das in die Schmutzwasserkanalisation gelangt (1,11 statt 1,03 Euro pro Quadratmeter Grundstück).

Investitionen in Hannover lassen Gebühren steigen

Einer der Gründe für die Erhöhung sind die Kosten, die bei der Stadtentwässerung in Hannover anfallen. Im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen verfügt Laatzen über kein eigenes Klärwerk, sondern gehört zum Klärwerkverbund Hannover, sodass das Abwasser nach Hannover gepumpt wird. Rund 44 Prozent der Gebühren gingen deshalb als Schmutzwasserentgelte an die Stadtentwässerung Hannover.

Und die dürften in den nächsten Jahren weiter steigen. So habe die Stadtentwässerung bereits signalisiert, dass in den nächsten Jahren Investitionen in Klärwerken und Pumpstationen anstünden, heißt es im Laatzener Rathaus. „Gleichzeitig kann der Klärschlamm nicht mehr in demselben Umfang in der Landwirtschaft verwertet werden wie in der Vergangenheit, sondern muss verbrannt werden“, ergänzt Stadtbaurat Axel Grüning. Deshalb sei auch in den Folgejahren mit Kostensteigerungen zu rechnen.

Stadt versucht Gestank in Kanalisation zu reduzieren

Auch Laatzen investiert in das eigene Kanalnetz. Allein 330.000 Euro stecke man nächstes Jahr in Reparaturen an öffentlichen Schmutzwasserkanälen. Parallel bemüht sich die Stadt darum, die üblen Gerüche in der Kanalisation zu minimieren: Derzeit werde ein System zur Abwasserbehandlung am Pumpwerk Erbenholz erprobt, nachdem es Beschwerden im Bereich Desekenberg/Lange Weihe gab. Zu den Plänen zählt auch eine turnusgemäße Neuberechnung des Abwassernetzes.

Gebühren sind in Laatzen extrem niedrig

Im Vergleich zu den anderen sechs Städten des Klärwerkverbunds Hannover sind die Abwassergebühren in Laatzen bislang niedrig: Beim Schmutzwasser ist keine einzige Kommune günstiger, beim Niederschlagswasser zahlen nur Bürger in Hemmingen weniger. Allerdings schmilzt die Stadt Laatzen derzeit noch Rücklagen aus früheren Zeiten ab, die bald aufgezehrt sein dürften.

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Von Johannes Dorndorf

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