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Laatzen Auf Ingeln-Oesselser Friedhof fehlt Unterstellmöglichkeit
Umland Laatzen

Laatzen: Auf Ingeln-Oesselser Friedhof fehlt Unterstellmöglichkeit

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14:25 20.05.2019
Noch immer gibt es für Friedhofsbesucher in Ingeln-Oesselse keine Unterstellmöglichkeiten. Der Ortsrat plant für den 19. Juni eine Sondersitzung zu dem Thema und hält an seiner zwei Jahre alten Forderung fest, ein Vordach an der Kapelle anzubringen. Quelle: Astrid Köhler
Ingeln-Oesselse

Heftige Regenfälle wird es Klimastudien zufolge künftig eher häufiger geben, und genau vor diesen sollen Friedhofsbesucher in Ingeln-Oesselse besser geschützt werden. Das ist der Wunsch des Ortsrates. Der von ihm seit 2017 an der Kapelle beantragte Unterstand lässt allerdings weiter auf sich warten. Während die Verwaltung bauliche Bedenken hat und die Notwendigkeit an sich anzweifelt, will der Ortsrat nun sogar eine Sondersitzung dazu abhalten.

Obwohl sich die Verwaltung noch einmal planerisch mit einem Vordach beschäftigt habe, gebe es weiterhin Bedenken, ließ der Leiter des Fachbereichs Bauen, Jürgen Pagels, den Ortsrat bei dessen jüngster Sitzung wissen. Die Dachgröße sei beschränkt, weil auf dem Kapellenvorplatz wegen der dort verkehrenden städtischen Fahrzeuge kein zusätzlichen Stützen verbaut werden könnten. Ein verkürztes Dach wiederum biete kaum Regenschutz, so Pagels. Eine bei Bedarf ausfahrbare Markise sei besser geeignet.

Die Verwaltung sehe nicht die Notwendigkeit für einen Bau, so Pagels weiter. 2018 sei die Kapelle 27-mal genutzt worden. Im Gebäude selbst gebe es 80 Plätze und auch der Vorraum stünde zur Verfügung. „Ich weiß nicht, wie häufig es bei den 27 Nutzungen geregnet hat und es Bedarf an einem Vordach gab“, so Pagels. Für große Trauergesellschaften stehe die Kirche zur Verfügung.

Es gehe nicht nur um Beerdigungen sondern generell um einen Unterstand für Friedhofsbesucher, stellte Günter Sahm (CDU) klar und verwies auf den Vor-Ort-Termin mit Stadtvertretern im Januar 2018. Der Sprecher der SPD-Ortsratsfraktion Michael Riedel wurde im Ton schärfer: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass die Diskussion wieder bei Null beginnt. Ich erwarte, dass unsere Beschlüsse umgesetzt werden.“ Andernfalls könnten gleich alle Kommunalparlamente aufgelöst werden und die Verwaltung sagen, was sinnig sei und was nicht. Es gehe Kosten von 10.000 Euro und er habe die Aufgabe das Gremium zu beraten, entgegnete Pagels – „und ich habe nicht ,unsinnig‘ gesagt“.

Nach Auskunft der Stadt stehen für ein mögliches Kapellenvordach 15.000 Euro zur Verfügung.

Der Ortsrat verständigte sich darauf, am 19. Juni eine Sondersitzung abhalten zu wollen, bei dem die möglichen und nötigen Maßnahmen an der Kapelle besprochen und beschlossen werden sollen.

Bereits konkret geplant sind die Wegearbeiten auf dem Friedhof. Der Mittelweg wird noch dieses Jahr erneuert und gepflastert. Zudem sind Arbeiten an den Grundleitungen vorgesehen und muss die Regenwasserleitung unterhalb Kapellenvorplatzes repariert und ein neuer Revisionsschacht gesetzt werden. Geschätzte Gesamtkosten: 36.000 Euro. „Die Maßnahmen werden im Juni ausgeschrieben“, teilte die Stadt am Montag mit. Ursprünglich war die Maßnahme schon 2018 vorgesehene, musste aber wegen dringenderer Maßnahmen auf dem Friedhof Heidfeld verschoben werden.

Von Astrid Köhler

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