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Laatzen Tödlicher Unfall: 52-Jähriger gerät mit drei Promille in den Gegenverkehr
Umland Laatzen

Laatzen: B 443: Autofahrer wird bei Frontalzusammenstoß tödlich verletzt

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16:39 23.06.2019
Der Kleinwagen wurde bei dem Unfall zerstört. Quelle: Heidrich
Laatzen

Auf der Bundesstraße 443 in Laatzen ist am Sonnabendmittag ein Autofahrer bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Ford-Transit-Lieferwagen ums Leben gekommen. Laut Polizei prallten die beiden Fahrzeuge gegen 11.40 Uhr auf der B 443 unmittelbar an der Abfahrt zur Bundesstraße 6 und dem ADAC-Verkehrssicherheitszentrum frontal aufeinander. Dabei erlitt der 50-jährige Fahrer eines Kleinwagens tödliche Verletzungen. Der 52 Jahre alte Fahrer des Transporters wurde von einem Rettungswagen schwer verletzt in ein Krankenhaus in Hannover gebracht. Nach ersten Ermittlungen war der Transporter in den Gegenverkehr geraten. Über den Tod ihres langjährigen Mitarbeiters äußert sich die Geschäftsführung der betroffenen Firma für Grünanlagenpflege aus Neustadt im sozialen Netzwerk Facebook geschockt. Der 50-Jährige war in einem Firmenwagen tödlich verunglückt. „Am Nachmittag mussten wir erfahren, dass einer unserer langjährigen Mitarbeiter durch einen tragischen Verkehrsunfall aus unserer Mitte gerissen wurde. Wir sind alle tief betroffen und sehr geschockt“, heißt es dort.

Transporterfahrer war offenbar betrunken

Nach Angaben der Feuerwehr war der Lieferwagen in Richtung Pattensen und der weiße Dacia Sandero Kleinwagen in Richtung Sehnde unterwegs, als sie jeweils seitlich an der Wagenfront zusammenprallten. Die Ursache des Zusammenstoßes ist zwar noch nicht bekannt. Zeugenaussagen zufolge soll der Transporterfahrer aber offenbar unmittelbar vor dem Aufprall ein Überholmanöver eingeleitet haben. Laut Polizei hatte der 52-jährige Transporterfahrer bei einem Atemalkoholtest einen Wert von drei Promille. Die Beamten ordneten eine Blutprobe an und beschlagnahmten seinen Führerschein.

Für den Autofahrer kommt jede Hilfe zu spät

Für den Kleinwagenfahrer kam nach dem Aufprall trotz des schnellen Eintreffens der Rettungskräfte jede Hilfe zu spät. Der 50-Jährige aus der Region Hannover war in seinem Fahrzeug eingeklemmt und konnte von den Einsatzkräften der Feuerwehren aus Rethen und Laatzen nur noch tot aus seinem völlig zerstörten Wagen geborgen werden. Der alarmierte Rettungshubschrauber hatte deshalb kurz vor der Landung wieder abgedreht. Für die Bergung musste das Auto laut Feuerwehr mit einer Seilwinde aus dem Straßengraben gezogen werden.

Der Fahrer des Transporters wurde gleichzeitig vom Rettungsdienst im Straßengraben behandelt. Dorthin hatten ihn Ersthelfer unmittelbar nach dem Unfall gebracht und versorgt. Der schwerverletzte Mann wurde ins Krankenhaus gefahren.

Einsatzkräfte der Feuerwehr stellen ihre Fahrzeuge als Sichtschutz vor der Unfallstelle ab. Quelle: Clemens Heidrich

Feuerwehr stellt Einsatzfahrzeuge als Sichtschutz gegen Schaulustige auf

Als Sichtschutz gegen Gaffer hatte die Feuerwehr kurz nach ihrem Eintreffen zwei Einsatzfahrzeuge quer über die Fahrbahn vor der Unfallstelle postiert. Ausgelaufenes Öl und Benzin wurden mit Bindemittel abgestreut. Außer den beiden Ortsfeuerwehren waren auch ein Notarzt- sowie zwei Rettungswagen im Einsatz. Mehrere Streifenwagen der Polizei sperrten die Auf- und Abfahrten zur B 443 ab. Die Ermittlungen des Verkehrsunfalldienstes dauern noch an. Der Schaden an den Fahrzeugen beläuft sich laut Polizei auf 20.000 Euro. Die Bundesstraße war während des Einsatzes der Rettungskräfte für rund vier Stunden in beiden Richtungen gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Die Polizei sucht noch Unfallzeugen: Die sollen sich unter Telefon (0511) 109-1888 melden.

Einsatzkräfte der Feuerwehr streuen ausgelaufene Kraftstoffe mit Bindemittel ab. Quelle: Senft/Stadtfeuerwehr Laatzen

Am Sonnabend kam es auch auf dem Messeschnellweg in Hannover sowie in Gehrden zu schweren Verkehrsunfällen.

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Von Ingo Rodriguez/sbü

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