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Laatzen Biber hinterlassen immer mehr Spuren in der Masch
Umland Laatzen Biber hinterlassen immer mehr Spuren in der Masch
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17:07 22.03.2019
Am Gehweg entlang der Leine in Alt-Laatzen haben Biber eine Reihe von Bäumen gefällt und Rinde abgenagt. Quelle: Dorndorf
Alt-Laatzen

Dass sich in der Alt-Laatzener Leinemasch Fraßspuren von Bibern an Bäumen finden, kennt Erhard Wendt zur Genüge: Der 75-Jährige ist regelmäßig in der Masch unterwegs und weiß, dass die Tiere etwa im Umfeld des Wiesendachhauses sehr aktiv sind. „Ich sehe immer wieder einzelne Fraßspuren“, sagt Wendt, „aber so etwas habe ich noch nicht gesehen“: Am Wanderweg entlang der Leine kurz vor der Stadtgrenze zu Hannover haben die Tiere jetzt gleich eine ganze Kolonie von Bäumen gefällt.

Tatsächlich sind die Baumreihen und -gruppen links und rechts des Weges, der hinter der Ziegenbocksbrücke auf Höhe des Jugendgästehaus Hannover an der Leine entlang verläuft, stellenweise leicht dezimiert. Zuletzt haben sich die Biber auf der dem Fluss abgewandten Seite des Weges schadlos gehalten, eine Handvoll Bäume sind dort gefällt, einer hängt nur noch auf Halbmast über dem angrenzenden Feld. Auch im Uferbereich gibt es teils frische, teils ältere Fraßspuren, ein weiteres Dutzend Bäume und Bäumchen mit einem Durchmesser zwischen fünf und 15 Zentimetern dürften es dort sein.

Ganze Arbeit haben Biber an der Leine in Alt-Laatzen geleistet. Links und rechts eines Wanderwegs haben die Tiere jetzt gleich eine Reihe von Bäumen gefällt. Der Nabu geht davon aus, dass sich die Tiere vermehren und in neue Bereiche vorwagen.

Baumfällungen gibt es dort freilich schon lange, wie Laatzens Feld- und Forsthüter Siegfried-Karl Guder bestätigt. „Da war eine ganze Familie im Gange“, vermutet Guder hinsichtlich des jüngsten Vorfalls.

Grundsätzlich würden die Tiere im Winter mehr Bäume als im Sommer fällen, sagt Biber-Expertin Sabrina Schmidt vom Nabu Laatzen: „Im Winter ernähren sie sich von Rinde und Knospen.“ Die Äste und Stämme würden dabei manchmal mitgenommen und als Nahrungsvorrat verwendet. „Es gibt Biber, die Nahrungsflöße anlegen“ – unter dem Wasser verankert, blieben die Reserven kühl und länger frisch. Die Bausaison dauere unterdessen das ganze Jahr über an: Die Nager bedienten sich immer dann, wenn sie Baumaterial benötigten.

Dabei wagten sich die Tiere anscheinend weiter vor als früher. „Wir kriegen dieses Jahr vermehrt Anrufe“, sagt Schmidt. Hätten die Nager anfangs noch eher versteckt agiert, seien sie nun verstärkt in Bereichen aktiv, in denen sie von Menschen gesehen werden – auch weil die Population zunehme und Jungtiere vermutlich nach neuen Quartieren suchten. „Für uns ist es nicht neu, dass der Biber da ist. Aber er ist auffälliger geworden.“

Von Johannes Dorndorf

Der Tenor Jacek Dutka singt am Dienstag, 26. März, ab 15 Uhr ein Passionskonzert in der Victor’s Residenz in Laatzen. Begleitet wird er von Monika Święchowicz an der Orgel.

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