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Laatzen Braucht Laatzen wieder Streetworker?
Umland Laatzen Braucht Laatzen wieder Streetworker?
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00:16 06.05.2019
Fünf Jugendplätze gibt es derzeit in Laatzen, einer befindet sich an der Leinerandstraße in Alt-Laatzen.
Fünf Jugendplätze gibt es derzeit in Laatzen, einer befindet sich an der Leinerandstraße in Alt-Laatzen. Quelle: Foto:
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Laatzen-Mitte

Die rot-rot-grüne Initiative, neue Jugendplätze in Laatzen-Mitte einzurichten, stößt auch bei der Ratsopposition auf Zustimmung. Im zuständigen Kinder- und Jugendhilfeausschuss sprachen sich CDU und FDP bei der jüngsten Sitzung einstimmig für den Vorschlag aus. „Wenn wir Vandalismusschäden verringern wollen, brauchen wir Ausweichmöglichkeiten für Jugendliche, die Rabatz machen“, sagte der FDP-Fraktionsvorsitzende Gerhard Klaus. Er mahnte zugleich an, auf einen ausreichenden Abstand zur Wohnbebauung zu achten.

Aus Sicht von Klaus stellt sich bei solchen Jugendplätzen allerdings die Frage, wer diese im Auge behält. „Dies der Jugendpflege aufzudrücken, finde ich nicht zielfördernd. Meiner Ansicht nach müssten Streetworker beschäftigt werden.“ SPD-Fraktionschef Ernesto Nebot sieht die Aufgabe hingegen zunächst beim vorhandenen Team. „Dafür ist die Jugendpflege da.“ Die Mitarbeiter müssten dann selbst einschätzen, welches Personal für die Aufgabe notwendig sei.

„Über welche Nutzer reden wir eigentlich“, fragt auch Thomas Schrader, Fachbereichsleiter Soziales bei der Stadt. „Wir haben an bestimmten Stellen Treffpunkte, wo sich Erwachsene treffen, die jenseits der 25 sind. Da muss man anders arbeiten als mit Jugendlichen.“ Davon sei dann auch der Personaleinsatz abhängig. Die Verwaltung sei derzeit in intensiven Gesprächen auch über geeignete Standorte. „Wir wollen auf der einen Seite Nachbarschaftskonflikte vermeiden, auf der anderen Seite brauchen wir einen Platz, der von Jugendlichen angenommen wird“, sagte Schrader. Es sei schwierig, in einem hoch verdichteten Bereich wie Laatzen geeignete Standorte zu finden.

Die Stadt hatte bereits von 1998 bis 2001 einen Streetworker im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme beschäftigt. Seither gab es zwar immer wieder Vorstöße, entsprechendes Personal einzustellen, die jedoch nie umgesetzt wurden.

Von Johannes Dorndorf