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Laatzen EKS-Neubau verteuert sich auf 69 Millionen Euro und wird später fertig
Umland Laatzen

Laatzen: EKS-Neubau verteuert sich auf 69 Millionen Euro und wird später fertig

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17:38 22.11.2019
Erwarteter Anstieg auf bis zu 1800 Schüler: Das neue Erich-Kästner-Schulzentrum wird doch größer geplant und deshalb teurer und erst 2024 fertig. Die Aula (links im Bild) sowie die vor einigen Jahren errichteten Mensa gehört zu den wenigen Gebäudeteile, die stehen bleiben. Quelle: Johannes Dorndorf
Laatzen-Mitte

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Der Neubau des Erich-Kästner-Schulzentrum (EKS) ist eines der kostenintensivsten Projekte seit Jahren in Laatzen. Aktuellen Berechnungen nach wird der Neubau deutlich teurer und auch länger dauern: Statt den ursprünglich veranschlagten 49 Millionen rechnen die Planer inzwischen mit 69 Millionen Euro – und einer Fertigstellung im Frühjahr 2024. Hauptgrund ist laut Stadt die steigende Schülerzahl mit entsprechend größerem Platzbedarf. Der Rat hat den wegen höherer Kosten nötigen Nachtragshaushalt am Donnerstag einhellig beschlossen.

Einhelliges Votum: Der Rat der Stadt Laatzen stimmt am Donnerstag einhellig dafür 62,7 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigung für den nun deutlich teurerer Schulneubau. Quelle: Astrid Köhler

Gingen die für die vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung zugrunde gelegten Prognosen für die Laatzener Schülerzahlen aus dem Jahr 2015 noch von höchstens 1450 EKS-Schülern aus, wurde deren Zahl inzwischen nach oben korrigiert. Der Neubau an der Marktstraße soll nun bis zu 1800 Gymnasiasten und Oberschülern sowie entsprechend vielen Lehrkräften und weiterem Fachpersonal Platz bieten. Auch der Raumbedarf für Lern- und Differenzierungsflächen steigt.

Weitere Faktoren für die Kostensteigerung sind im Vergleich zur Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von 2017 höherer Abrisskosten, höhere Baukosten und ein besserer Energiestandard. Statt nur die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen, soll die Schule als KfW 55 Effizienzhaus errichtet werden, also nur 55 Prozent der Energie eines vergleichbaren Neubaus benötigen.

Fertigstellung im Frühjahr 2024

Weil die Planung im laufenden Vergabeverfahren geändert und angepasst wurde, verschiebt sich die Fertigstellung um ein knappes Jahr auf Frühjahr 2024, wie die Stadt auf Nachfrage mitteilte. Entsprechend länger müssen Provisorien und temporäre Mobilbauten für den laufenden Schulbetrieb errichtet und unterhalten werden.

Immerhin: Die neue Kalkulation enthält nun auch die Kosten für mobile Ausstattungsgegenstände wie Tische und Stühle sowie Wartung und Inspektionen für fünf Jahre.

Die Planung des EKS-Neubaus sei mit allen Beteiligten ausführlich besprochen worden, sagte FDP-Ratsherr Gerhard Klaus, der zu der begleitenden Planungsgruppe aus Politik, Verwaltung und Schulvertretern gehörte und keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Mehrkosten ließ: „Steigende Schülerzahlen freuen uns, kosten aber auch Geld.“ Die Befürchtungen, die es zwischenzeitlich wegen des schmalen Baufelds gab, gebe es nicht mehr, so Klaus: „Jedenfalls haben die beiden Schulleitungen zugestimmt.“ Weil der Auftrag für den schlüsselfertigen Schulneubau noch 2019 an einen Totalunternehmer vergeben werden soll, musste der Rat am Donnerstag eine Verpflichtungsermächtigung über 62,7 Millionen Euro in den diesjährigen Nachtragshaushaltsplan aufnehmen. Zuletzt war dies 2005 nötig.Wer der Generalunternehmer sein wird, der den EKS-Neubau errichten wird, ist noch nicht bekannt. Zwar hat der Verwaltungsausschuss bereits darüber entschieden, zu dem Ergebnis will sich die Stadt mit Hinweis auf das noch laufende Vergabeverfahren aber noch nicht äußern.

Zustimmung : Der Rat der Stadt Laatzen hat am Donnerstag der beschlossen 62,7 Millionen Euro als Verpflichtungsermächtigung in den Nachtragshaushalt aufzunehmen. Auch Gerhard Klaus (FDP) warb für den "nötigen" Schritt. Quelle: Astrid Köhler

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Von Astrid Köhler

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