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Laatzen Ausgezeichnet: Eberhard-Schomburg-Schule ist jetzt Talentschule des Sports
Umland Laatzen

Laatzen: Eberhard-Schomburg-Schule in Gleidingen ist Talentschule des Sports

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18:38 25.09.2019
Die kommissarische Schulleiterin Cordula Meinhardt-Müller (2.v.l.) und Sportlehrerin Katharina Schaper nehmen das Zertifikat von Torsten Glaser (Landesschulbehörde, von links), Reinhard Rawe (Landessportbund), Thomas Castens (Kultusministerium) und Detlef Zeidler-Brettschneider (Landesschulbehörde) entgegen. Quelle: Privat
Gleidingen

Die Eberhard-Schomburg-Schule darf sich ab sofort Talentschule des Sports nennen. Die Gleidinger Förderschule mit Schwerpunkt Geistige Entwicklung ist eine von 14 Einrichtungen, die am Mittwoch von der Landesschulbehörde mit einem entsprechenden Zertifikat ausgezeichnet wurde. Mit dem Dokument wird der Schule bescheinigt, dass sie sich für eine bessere Vereinbarkeit von Schule und Leistungssport einsetzt, Talente auf besondere Weise fördert und mit dem organisierten Vereinssport zusammenarbeitet. Zudem sollen die Schulen externen Talentscouts den Zugang zu den Kindern ermöglichen, um geeignete Sportler für den Leistungssport zu finden.

Dritte wöchentliche Sportstunde ist die Regel

„Unsere Schule hat einen eindeutig sportlichen Schwerpunkt“, betont Katharina Schaper, Fachlehrerin Sport an der Eberhard-Schomburg-Schule. So sei eine dritte wöchentliche Sportstunde für die Schüler nicht die Ausnahme, sondern die Regel. „Wir bieten darüber hinaus mehrere AGs an, es gibt ein freies Sportprogramm sowie Schwimmunterricht für alle Schüler.“ Darüber hinaus sei der Sportunterricht für Vereine offen: Die Gleidinger Schule bemühe sich darum, Talente zu fördern und in den Vereinssport zu bringen.

„Talentscouts können bei uns in die Schule kommen, sich vorstellen und Kontakt zu den Eltern von talentierten Kindern aufnehmen“, ergänzt Schaper. Fachkräfte der Schule würden diesen Prozess begleiten. Die Lehrer versuchten zudem, selbst Talente zu erkennen und an geeignete Vereine – möglichst mit inklusiven Gruppen –zu vermitteln. „Wir wollen unsere Leistungssportler weiterbringen“, betont die Fachlehrerin. Dafür kooperiere die Schule auch mit dem Behindertensportverband. „Wir haben als Förderschule ein relativ großes Einzugsgebiet.“ Deshalb sei der Sportverband bei der Suche nach geeigneten Klubs nahe der Wohnorte der Schüler behilflich.

Schulen können mit dem Zertifikat werben

Dies ist auch eine Bedingung für das Zertifikat. „Um junge Talente nachhaltig auf ihrem Weg in den Leistungssport unterstützen zu können, ist eine Kooperation mit höherklassig spielenden Vereinen eine wichtige Voraussetzung“, sagt Bianca Schöneich, Sprecherin der Landesschulbehörde. So könnten die Schüler am besten an das sportliche Wettkampfsystem herangeführt werden.

Grundlage der Zertifizierung sei die Kooperationsvereinbarung Leistungssportförderung und Schule, die das Kultusministerium 2017 mit dem Landessportbund (LSB) geschlossen hat. „Die Kooperationsvereinbarung schafft erstmals in Niedersachsen die Möglichkeit, dass externe Talentscouts im Sportunterricht sportlich begabte Schüler entdecken und diesen eine Perspektive aufzeigen können“, sagt der LSB-Vorstandsvorsitzende Reinhard Rawe.

Schule bei Special Olympics erfolgreich

Die Eberhard-Schomburg-Schule ist bei der Sportförderung schon jetzt sehr erfolgreich. Im Mai 2018 hatten sich neun Schüler an den Special Olympics beteiligt und dort neun Medaillen abgeräumt. Die Special Olympics sind der größte Sportwettbewerb für Menschen mit Behinderung. Im September vergangenen Jahres hatte sich ein gemeinsames Schülerteam der Gleidinger Förderschule und des Gutshofs Hudemühlen (Hodenhagen) im Bundesfinale des Wettbewerbs Jugend trainiert für Paralympics in Berlin als Bundessieger Leichtathletik durchgesetzt.

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