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Laatzen Feuerwehr probt Chemieunfall in Gleidingen
Umland Laatzen

Laatzen: Feuerwehr probt Chemieunfall in Gleidingen

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12:48 22.05.2019
Mit Chemikalienschutzanzügen untersuchen die Einsatzkräfte den Lastwagen und die Fässer. Quelle: Gerald Senft
Gleidingen

Mächtig Aufsehen erregt hat am Dienstagabend eine Feuerwehrübung beim Entsorgungsbetrieb Kregel in Gleidingen: Die Ortsfeuerwehren aus Gleidingen, Pattensen und Laatzen simulierten unter den Augen zahlreicher Schaulustiger nebst ihren Kindern eine Panne beim Verladen von Chemikalien auf dem Gelände im Gewerbegebiet Am Radlah. Laut Übungsleiter Frank Semisch und Marc Schultze hatte ein Lastwagenfahrer beim Entladen giftige Dämpfe eingeatmet und war zusammengebrochen, die Beifahrerin traute sich daraufhin nicht auszusteigen.

Alarmiert wurden die Einsatzkräfte um 18.45 Uhr. Kurz danach traf die Gleidinger Feuerwehr auf dem Gelände ein. Unter Atemschutz rettete ein Trupp den Fahrer und die Beifahrerin. Parallel sicherten die Feuerwehrleute den Bereich ab und alarmierten den Gefahrgutzug der Laatzener Feuerwehr, der etwa 30 Minuten später gemeinsam mit dem Fachberater ABC und der Dekontaminationseinheit aus Pattensen eintraf.

Was tun, wenn bei einem Arbeitsunfall giftige Dämpfe entweichen? Die Feuerwehren aus Gleidingen, Laatzen und Pattensen haben am Dienstagabend dieses Szenario durchgespielt. Zahlreiche Neugierige verfolgten die Übung im Gewerbegebiet Am Radlah.

Kurz darauf rüsteten sich drei Helfer mit Chemikalienschutzanzügen (CSA) aus und begannen, die Gebinde und die beschädigten Fässer zu sichten und anschließend in ein Überfass umzuschichten. Im weiteren Verlauf kamen drei CSA-Träger aus Pattensen den Laatzenern zu Hilfe. Unterdessen wurde auch eine Dekontaminationskammer aufgebaut, in der zuerst die Verletzten und später auch die eingesetzten Trupps gereinigt wurden. Mit einer Drohne überwachte die Besatzung des neuen Einsatzleitwagens die Szenerie. „Von oben konnte man sich so über das Ausmaß der ausgetretenen Flüssigkeit informieren“, erläuterte Laatzens Feuerwehrsprecher Gerald Senft.

Was tun, wenn bei einem Arbeitsunfall giftige Dämpfe entweichen? Die Feuerwehren aus Gleidingen, Laatzen und Pattensen haben am Dienstagabend dieses Szenario durchgespielt. Zahlreiche Neugierige verfolgten die Übung im Gewerbegebiet Am Radlah.

Feuerwehr testet neue Drohne

Ziel der Übung war es, die Schnittstellen zwischen der Ortsfeuerwehr vor Ort sowie dem Gefahrgutzug und der Dekontaminationseinheit aus Pattensen zu erkennen, erläuterte Übungsleiter Marc Schultze. Außerdem sollte die neue Technik des Laatzener Einsatzleitwagens und der Drohne getestet werden. „Kleine Fehler wurden erkannt und werden beim nächsten Übungsdienst angesprochen“, berichtete Schultze.

Gegen 20.30 Uhr wurde die Übung beendet.

Von Johannes Dorndorf

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