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Laatzen Grundstückskauf: Stadt bereitet sich auf größere Grundschule vor
Umland Laatzen

Laatzen: Gelände der Grundschule Gleidingen soll um weitere 1000 Quadratmeter wachsen

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18:35 28.11.2019
Die Stadt Laatzen rechnet mit mehr Grundschülern in Gleidingen und mit der möglichen Umstellung von Zwei- auf Dreizügigkeit mit einem größeren Raumbedarf. Quelle: Astrid Köhler
Gleidingen

Aktuell besuchen 156 Kinder die Grundschule in Gleidingen, doch mit den Neubaugebieten im Ort sollen es in absehbarer Zeit deutlich mehr werden. Da die zumeist in den Fünfziger- und Sechzigerjahren an der Oesselser Straße errichteten Gebäude – der erste Schulraum für katholische Kinder soll dort 1914 eröffnet worden sein – schon jetzt größtenteils ausgelastet sind, will die Stadt strategisch eine Fläche kaufen. Im Dezember, so der Plan, soll der Vertrag für ein 1000-Quadratmeter-Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft unterzeichnet sein. Im Zuge einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung will die Stadt 2020 zudem klären lassen, ob sich eine Sanierung der Schule lohnt oder ob ein Neubau erforderlich ist.

Platz fehlt

„Wir brauchen mehr Platz“, bestätigte Rektorin Katja Spörlein. So fehlen vor allem sogenannte Differenzierungsräume, wie sie spätestens seit Einführung des inklusiven Unterrichts zur Aufteilung der Lerngruppen nötig geworden sind. Auch bei Elterngesprächen oder Sitzungen muss die Schule schon jetzt improvisieren, denn einen Besprechungsraum gibt es nicht. Mit den mittel- und langfristig erwarteten Zuzügen in das Neubaugebiet Am Erdbeerhof zwischen Gleidingen und Rethen und in der Sehlwiese westlich der Hildesheimer Straße werden die Schülerzahlen aber steigen.

Mit dem Flächenkauf wolle die Stadt handlungsfähig für mögliche Erweiterungen sein, teilte deren Sprecherin Nele Beck mit: „Ob diese Fläche tatsächlich bebaut oder als Pausenhof genutzt werden könne, hänge auch vom Ergebnis der geplanten Wirtschaftlichkeitsuntersuchung ab. Den genehmigten Haushalt und das entsprechende Vergabeverfahren vorausgesetzt, könnte Ende 2020 bereits ein Ergebnis vorliegen, ob und wenn ja wie viel abgerissen und neu gebaut wird.

Rektorin: „Ganztagsschule ist im Moment kein Thema“

Im Zuge der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung werde es auch Gespräche mit der Schule in puncto Ganztagsschule geben, so die Stadtsprecherin. Bei der verlässlichen Grundschule in Gleidingen ist dies nach Angaben der Rektorin Spörlein gegenwärtig kein Thema: „Es gibt im Moment keine Bestrebung – weder vonseiten der Eltern noch vom Kollegium.“

Wo die potenzielle Erweiterungsfläche genau liegt, will die Stadt noch nicht verraten, doch ist klar, dass diese in unmittelbarer Nähe des Schulgeländes ist. Vor einiger Zeit hatten Region und Stadt bereits eine 400 Quadratmeter große Wiese westlich des derzeit 2900 Quadratmeter umfassenden und größtenteils asphaltierten Pausenhofes gekauft. Diesen nutzt die Grundschule gemeinsamen mit den rund 60 Kindern der Förderschule Eberhard Schomburg. Ursprünglich sollte die Wiese schon zum Sommer naturnah gestaltet werden und Rollstuhlschaukel, Balancierbalken und andere Geräten sollten installiert sein. Doch die Arbeiten verschieben sich. Der erweiterte Pausenhof soll den Schulen nun 2020 zur Verfügung stehen, heißt es.

Zusätzlich zu der 400 Quadratmeter großen Wiese, die Region und Stadt ursprünglich schon zum Sommer als naturnahen Pausenhof für die Grund- und Förderschulen umgestaltet haben wollten, plant die Stadt Laatzen noch einen strategischen Grundstückskauf von 1000 Quadratmetern. Quelle: Astrid Köhler

Zahlreiche Bauprojekte in Laatzens Schulen

In Laatzen, wo viele Gebäude in den Siebzigerjahren errichtet wurden und stark sanierungsbedürftig sind, werden derzeit zahlreiche Schulsanierungen und -neubauten geplant: das neue Erich-Kästner-Schulzentrum soll – mit Ausnahme des Traktes mit Aula und Mensa – bis 2024 an der Marktstraße neu errichtet werden, die Grundschule Ingeln-Oesselse erhält bis 2022 ihren Neubau und die Im Langen Feld wohl ab 2023.

Darüber hinaus ist die Stadt mit den Erweiterungen der Albert-Einstein-Schule (AES) und der Grundschule Rethen beschäftigt. Parallel zu dem Wirtschaftlichkeitsgutachten in Gleidingen plant die Stadt für 2020 auch eines in Grasdorf. Jeweils 100.000 Euro sollen dafür im Haushalt bereitgestellt werden. Das Ergebnis der Machbarkeitsstudie in der von Platzproblemen und feuchter Bodenplatte gezeichneten Grundschule Pestalozzistraße liegt noch nicht vor. Fest steht bisher nur, dass ab Ende 2022 die alte und inzwischen zu kleine Turnhalle neu errichtet wird.

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Von Astrid Köhler

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