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Laatzen Hanno weiht neue Werkshalle und neues Innovationszentrum ein
Umland Laatzen

Laatzen-Gleidingen: Dicht- und Dämmstoffhersteller Hanno eröffnet neue Werkshalle und Innovationszentrum

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18:01 09.09.2019
Hanno-Geschäftsführer Günter Krohn (von links) erklärt Gesellschafter Nicolas Mohr, Regionspräsident Hauke Jagau, Ortsbürgermeisterin Silke Rehmert und Bürgermeister Jürgen Köhne die Herstellung von Klebstoffen. Quelle: Stephanie Zerm
Gleidingen

Das Hanno-Werk wächst und wächst. Am Sonnabend hat der Gleidinger Dicht- und Dämmstoffhersteller seine sechste Firmenvergrößerung gefeiert. Anlässlich der Fertigstellung einer weiteren Produktionshalle und eines Innovationszentrums hatte das Unternehmen seine rund 200 Mitarbeiter mit ihren Familien zu einem Fest eingeladen. Insgesamt kamen rund 430 Gäste auf das Gelände, darunter auch Regionspräsident Hauke Jagau, Bürgermeister Jürgen Köhne, Gleidingens Ortsbürgermeisterin Silke Rehmert und Wirtschaftsförderer Jörg Schmidt.

Rund 430 Gäste kommen am Sonnabend zum Familienfest des weltweit tätigen Dicht- und Dämmstoffherstellers Hanno an den Hanno-Ring in Gleidingen.

„Wir freuen uns, dass wir das Hanno-Werk in der Region Hannover haben“, betonte Regionspräsident Hauke Jagau, der die erste Erweiterung des Unternehmens noch als Laatzener Bürgermeister begleitet hatte: „1997 hat das Hanno-Werk seine zentrale Lager- und Fertigungsstätte am Hanno-Ring 5 bezogen.“

Seit 1901 ist das Unternehmen in Gleidingen angesiedelt, anfangs noch südlich der Oesselser Straße und mit zunehmender Bebauung direkt im Ort, wo es dann keinen Platz zur Expansion mehr hatte. Daher wurde es nach und nach an den heutigen Hanno-Ring im Gewebegebiet östlich der Bundesstraße 6 verlegt und weiter ausgebaut. Seit 2014 ist das Unternehmen dort komplett angesiedelt.

Hanno hat in zwei Jahrzehnten rund 35 Millionen Euro investiert

„Seit Ende der Neunzigerjahre haben wir am Hanno-Ring rund 30 Millionen Euro verbaut“, sagte Geschäftsführer Günter Krohn. Die Investition für die neue Produktionshalle und das Innovationszentrum Technikum habe noch einmal fünf Millionen Euro gekostet.

Hanno schreibt positive Zahlen

Das Hanno-Werk in Gleidingen ist bis heute in privater Hand und gehört zusammen mit Hanno Österreich und dem Unternehmen Vito-Irmen aus Remagen zur Hanno-Vito-Gruppe. Die Österreicher stellen unter anderem Dichtmassen wie Silikon her. In Remagen produziert die Firma Selbstklebetechnik. Alle Unternehmen haben die gleichen Gesellschafter. Dabei werden größere Investitionen und langfristige Strategien in einem Beirat abgestimmt.

Die Firmengruppe hat zuletzt einen Jahresumsatz im höheren zweistelligen Millionenbereich erzielt. Etwa die Hälfte davon ist in Laatzen erwirtschaftet worden. „Wir schreiben gesunde positive Zahlen und können deswegen weiter investieren“, sagt Geschäftsführer Günter Krohn.

Gegründet wurde das Unternehmen 1895 in Hannover als Hannoversche Filzfabrik. Im nächsten Frühjahr feiert Hanno sein 125-jähriges Bestehen. Am Standort in Gleidingen ist es seit 1901 vertreten.

In der neuen Halle sollen voraussichtlich ab Januar 2020 Schaumstoffe imprägniert werden, die später als selbst klebende Fugendichtbänder im Hochbau verwendet werden. Bekannt ist das Gleidinger Unternehmen unter anderem für sein Hannoband, dessen Name sich auf vielen Baustellen als gängige Bezeichnung für Fugendichtbänder durchgesetzt hat, die den Spalt zwischen Fenster und Mauerwerk abdichten. „In Deutschland gehören wir zu den drei führenden Herstellern“, sagte Krohn.

Dichtungsbänder sorgen auch in Stadtbahnen für Komfort

Da fast alle Produkte selbstklebend sind, stellt das Unternehmen seit den Neunzigerjahren auch den Klebstoff dafür selbst her. Zum Einsatz kommen die Dichtungsbänder aus Gleidingen in Gebäuden auf der ganzen Welt. Aber auch die Eindämmung von Schall und Lärm ist eine Spezialität des Unternehmens, sodass die Produkte auch im Automobilbereich, in Straßenbahnen und Waschmaschinen verwendet werden. Unter anderem sind sie auch in den neuen Stadtbahnen in Hannover verbaut worden, wo sie dafür sorgen, dass keine Bauteile vibrieren oder laute Geräusche ins Innere dringen.

Für die Bearbeitung der Schaumstoffe soll ab November in der neuen Halle eine 45 Meter lange Tränkstraße aufgebaut werden. „Wir waren mit dem Tränken von Schaumstoffen an unsere Kapazitätsgrenzen gekommen“, erläuterte Krohn. „Die Investition war notwendig, um weiteres Wachstum zu sichern.“

Mitarbeiter forschen im Innovationszentrum in Gleidingen

Im neuen Innovationszentrum sollen Mitarbeiter künftig an der Verbesserung der Produkte forschen und sie auf ihre Beständigkeit testen. Dies geschah bislang in den verschiedenen Produktionshallen. „Wir prüfen etwa, wie sich unsere Dichtbänder für Fenster bei Windgeschwindigkeiten von 120 Kilometern pro Stunde verhalten“, erklärte Vertriebsleiter Frank Bublitz.

Regionspräsident Jagau bedankte sich bei den Gesellschaftern des Hanno-Werks, die bereit gewesen seien, in die Erweiterung des Unternehmens zu investieren. „Ich hoffe, dass Hanno auch weiterhin am Markt erfolgreich sein wird“, sagte Bürgermeister Jürgen Köhne und betonte: „Die damalige Entscheidung, die Straße im Gewerbegebiet Hanno-Ring zu nennen, war absolut richtig.“ Schließlich sei das Unternehmen ein wichtiger Gewerbesteuerzahler in Laatzen.

Betrieb bedankt sich bei Mitarbeitern mit Familienfest

Nicolas Mohr, Vertreter der Gesellschafter, bedankte sich bei den Mitarbeitern des Unternehmens. „Wir wissen, dass unser Erfolg vor allem von unseren Mitarbeiten abhängt.“ Daher gelte es immer wieder, Danke zu sagen. Beim Familienfest hatten die Mitarbeiter die Möglichkeit, ihren Ehepartnern und Kindern ihren Arbeitsplatz zu zeigen. Die Jugendfeuerwehr Gleidingen bot auf dem Außengelände Spiele für Kinder an. Außerdem gab es unter anderem eine Hüpfburg und Werksführungen.

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Von Stephanie Zerm

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