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Laatzen Katrin Langensiepen stellt sich Fragen des Seniorenbundes
Umland Laatzen Katrin Langensiepen stellt sich Fragen des Seniorenbundes
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18:26 01.05.2019
Die Grünen-Kandidatin Katrin Langensiepen für die Europawahl am 26. Mai tritt unter anderem für europäische Sozialstandards ein. Quelle: Katharina Kutsche
Alt-Laatzen

„Ich mache das mal ganz locker hier“, sagt Katrin Langensiepen ins Mikrofon, als sie von Tisch und Stehpult wegtritt. „Ich bin 1,52 Meter groß – ob ich stehe oder sitze, macht bei mir fast keinen Unterschied.“ Die ehemalige Ratsfrau aus dem hannoverschen Stadtbezirk Linden-Limmer stellt sich in der Vereinsgaststätte TAL Auf der Dehne vor. Der Christliche Seniorenbund Laatzen hatte dazu geladen. Der Anlass: Langensiepen tritt für die Bündnisgrünen als Kandidatin zur Europawahl an. Sie steht auf Listenplatz 9 und damit recht gute Chancen, Ende Mai in das neue Brüsseler Parlament gewählt zu werden.

Kuban sowie Hindersmann und Langensiepen stellen sich vor

Die Veranstaltung ist die dritte und letzte einer Reihe, die der Seniorenbund organisiert hat. Bereits am 12. April hatte sich Tilman Kuban aus Barsinghausen als Kandidat der CDU vorgestellt. Am 26. April dann präsentierte sich der SPD-Kandidat Nils Hindersmann aus Hannover in Alt-Laatzen.

Nach einer Einführung von Moderator Werner Läwen, dem Vorsitzenden des Seniorenbundes, darf Langensiepen zunächst eine halbe Stunde in freier Rede erklären, was sie antreibt. Sie habe sich selbst gefragt, was sie eigentlich für Europa qualifiziere, sagt die 39-Jährige, und dann festgestellt, dass sie sehr europäisch geprägt sei. Nach dem Abitur verbrachte sie immer wieder Zeit im Ausland, zunächst in Israel, später auch in Frankreich und den Niederlanden. Schließlich begann sie eine Ausbildung zur Fremdsprachensekretärin, die sie 2009 abschloss. Und damit genau in der Zeit auf den Arbeitsmarkt kam, als die Finanzkrise voll durchschlug und viele junge Menschen in Europa arbeitslos wurden. So sei es die Sozialpolitik, die sie dazu gebracht habe, 2010 bei den Grünen einzutreten.

Unterschiedliche Meinungen übers Mindestalter zum Wählen

Langensiepen spricht sich für Sozialstandards in Europa aus, findet eine europaweite Grundsicherung oder gemeinsame Arbeitslosen- und Rentenversicherung diskussionswürdig. Als sichtbar körperbehinderte Frau wolle sie sich für die Belange von Menschen mit Behinderungen einsetzen. Sie ist dafür, jungen Menschen schon ab 16 Jahren ein Wahlrecht zu geben – während im Publikum Stimmen laut werden, das Wahlrecht lieber auf 21 Jahre anzuheben. In der Fragerunde mit den rund 40 Zuhörern zeigt sich auch, dass ihre manchmal etwas zu locker vorgetragenen Antworten nicht jedem gefallen und auch nicht immer den Kern der Frage treffen. Am Ende gelingt es einem älteren Herrn aus dem Publikum, das schönst-mögliche Schlusswort zu formulieren: die europäische Union als Symbol für Frieden, das sei doch das wichtigste.

Tipps zum Weiterlesen: Machen Sie den Test mit dem Wahl-O-Mat und lesen Sie hier alle Berichte zur Europawahl.

Von Katharina Kutsche

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