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Laatzen HAZ/NP-Wahlforum: Vier Kandidaten stellen sich Ihren Fragen
Umland Laatzen

Laatzen: HAZ und NP-Wahlforum zur Bürgermeisterwahl Sie können dabei sein

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10:44 27.07.2021
Regina Asendorf (Grüne, von links), Christoph Dreyer (CDU), Kai Eggert (parteilos, für die SPD) und Jessica Kaußen (Linke) bewerben sich ums Bürgermeisteramt.
Regina Asendorf (Grüne, von links), Christoph Dreyer (CDU), Kai Eggert (parteilos, für die SPD) und Jessica Kaußen (Linke) bewerben sich ums Bürgermeisteramt. Quelle: Johannes Dorndorf
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Laatzen

Wie soll die Verkehrswende in Laatzen gestaltet werden? Wie lässt sich das Müllproblem lösen? Und was kann die Stadt gegen steigende Mieten unternehmen? Über diese und andere Fragen diskutieren die vier Kandidatinnen und Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Laatzen am Dienstag, 3. August, beim Wahlforum von HAZ und Neuer Presse. Und Sie können live dabei sein.

Laatzens amtierender Bürgermeister Jürgen Köhne (CDU) tritt nach sieben Jahren im Amt nicht mehr an. Um die Nachfolge bemühen sich Kai Eggert, der von der SPD unterstützt wird, Christoph Dreyer (CDU), Regina Asendorf (Grüne) und Jessica Kaußen (Linke). Bei der Diskussion im Pressehaus in Hannover präsentiert sich das Quartett einem breiten Publikum.

Vier Bewerberinnen und Bewerber treten an

Die SPD geht erstmals mit einem parteilosen Kandidaten ins Rennen. Kai Eggert ist in Ingeln-Oesselse aufgewachsen und wohnt in Gleidingen. Der 45-jährige Diplom-Betriebswirt hat für unterschiedliche Unternehmen gearbeitet, darunter Enercity in Hannover und die Harz-Wasserwerke in Hildesheim, hat aber auch als Selbstständiger Erfahrungen in China gesammelt. Zu seinen Zielen zählt er eine Verbesserung des Bürgerservices im Rathaus, eine Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und die Schaffung von Treffpunkten in den Ortsteilen. In der Politik ist Eggert ein Neuling: „Ich war immer politisch interessiert, aber nie aktiv“, sagt der Gleidinger.

Sie können dabei sein

Wir freuen uns auf Ihre Fragen vorab per E-Mal an laatzen@haz.de oder laatzen@neuepresse.de. Die Fragestellerinnen und -steller laden wir dann für den Abend ins Studio ein. Dabei sein kann aber auch, wer selbst keine Frage stellen möchte. 20 Interessierte haben die Möglichkeit, hautnah am Wahlforum teilzunehmen. Bei der Veranstaltung gelten die aktuellen Corona-Auflagen. Die Gäste müssen vollständig geimpft, genesen oder getestet sein. Der Einlass erfolgt mit einer Mund-Nasen-Bedeckung, die am Platz abgenommen werden darf.

Christoph Dreyer (CDU) hat die längste kommunalpolitische Erfahrung im Quartett der Kandidaten: Der 55-jährige Diplom-Ökonom ist seit 30 Jahren in Ortsräten und im Rat der Stadt aktiv, war vier Jahre lang Landtagsabgeordneter und ist amtierender CDU-Ratsfraktionsvorsitzender. Dreyer betont, er wolle die Arbeit von Amtsinhaber Jürgen Köhne fortsetzen, den er für die Sanierung öffentlicher Gebäude und die Bewältigung der Flüchtlingskrise lobt. „Wir müssen eine bürgernahe Verwaltung als oberstes Ziel haben“, sagt Dreyer. Wichtig seien unter anderem auch die Ansiedlung von Gewerbe auf Brachflächen und das Vorantreiben der Digitalisierung.

Regina Asendorf (Grüne) ist im ostfriesischen Wangerland aufgewachsen und lebt seit 1995 in Laatzen. Die Diplom-Agraringenieurin stieß 2010 zu den Grünen, war von 2014 bis 2017 Abgeordnete im niedersächsischen Landtag und ist seit 2011 mit zwischenzeitlicher Unterbrechung Ratsfrau. Ihr Hauptthema ist der Klimaschutz: „Wir haben nicht endlos Zeit, uns mit der Stadt auf den Klimawandel einzustellen, wir müssen handeln“, sagt die Grasdorferin und fordert, mehr Flächen zu entsiegeln und Gründächer zu schaffen. Starkmachen wolle sie sich auch für bezahlbaren Wohnraum, die Bekämpfung von Kinderarmut und einen besseren Bürgerservice.

Für die Linke tritt Jessica Kaußen an. Die 31-Jährige ist die Jüngste im Feld, hat aber einiges an politischer Erfahrung vorzuweisen: Kaußen ist nicht nur Ratsfrau der Linken in Laatzen und Mitglied der Regionsversammlung, sondern führt ihre Partei auch auf Stadt- und Regionsebene. Dass sie nur Außenseiterchancen hat, räumt die studierte Maschinenbauingenieurin offen ein. Ihr gehe es vielmehr darum, Gesicht zu zeigen und für ihre Themen zu werben, zu denen neben dem Klimaschutz auch mehr Bürgerbeteiligung bei kommunalen Entscheidungen sowie der Kampf gegen Wohnungsnot und Armut in Laatzen zählen.

Im aktuellen Rat der Stadt sind auch die FDP und die Gemeinschaft Freier Wähler (GFW) vertreten. Beide treten bei der Kommunalwahl am 12. September für den Rat und die Ortsräte an, verzichten aber auf eigene Bewerber für die Bürgermeisterwahl. Die FDP unterstützt CDU-Kandidat Dreyer, die GFW gibt keine Empfehlung ab.

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Veranstaltung im Livestream verfolgen

Die Bürgermeisterkandidaten werden sich beim Forum zur Kommunalwahl nicht nur den Fragen von Moderator Christoph Dannowski stellen, sondern auch denen der HAZ- und NP-Leser. Einige können live vor Ort dabei sein. Alle anderen Interessierten können die rund 90 Minuten lange Diskussion per Livestream im Internet verfolgen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, es muss auch kein Programm heruntergeladen werden. Es reicht, kurz vor Beginn um 19 Uhr die Seiten haz.de/laatzen oder neuepresse.de/laatzen zu besuchen. Dafür ist ein HAZ- oder NP-Plus-Abo notwendig.

Neben Laatzen folgen weitere HAZ/NP-Foren in drei weiteren Regionskommunen, in denen Bürgermeisterwahlen anstehen. Am 4. August geht es um Uetze, es folgen Wunstorf (10. August) und Burgwedel (17. August).

Von Johannes Dorndorf