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Laatzen Mehr als 1100 Gäste beim Herbst-Kaleidoskop
Umland Laatzen

Laatzen: Herbst-Kaleidoskop des Kunstkreises im Schulzentrum

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17:00 24.11.2019
Beate Schaefer aus Winsen/Aller verblüfft ihre Standbesucher mit Papierspinnerei – aus Altpapier und Telefonbüchern werden so Topfschmuck und Tischsets gehäkelt. Quelle: Torsten Lippelt
Laatzen-Mitte

Mehr als 1100 Besucher aus Laatzen und Umgebung wollten am Wochenende im Erich-Kästner-Schulzentrum beim Herbst-Kaleidoskop wieder „schöne Formen sehen“ – genau das bedeutet das aus dem Griechischen stammende Wort Kaleidoskop. Zum inzwischen 55. Mal, davon seit 2012 unter der Regie des Kunstkreises Laatzen, präsentierten Aussteller am Sonnabend und Sonntag an insgesamt 80 Ständen ihr kreatives Können.

Sie kamen nicht nur aus der Region Hannover, sondern weit darüber hinaus, reisten sogar aus Munster und dem Eichsfeld an. „Die Ausstellerzahl ist aufgrund des zur Verfügung stehenden Platzes seit Jahren immer schon bei 75 bis 80“, sagte Kunstkreis-Vorsitzende Monika Gorbuschin und zeigte sich mit ihrem Organisationsteam über das Besucherinteresse erfreut. Die Zahl, die im vergangenen Jahr bei rund 1000 lag, konnte gesteigert werden.

Herbst-Kaleidoskop vom Kunstkreis Laatzen

Gorbuschin freute sich aber auch über den Zuspruch der Kunsthandwerker. Dazu gehörten Stammaussteller wie die Gleidingerin Grit Wolff-Neubert, die bereits zum 15. Mal teilnahm und kreative Floristik und Raumschmuck zeigte. „Das ist ein sehr schöner Rahmen und gut organisiert“, sagte sie über die Gründe ihrer regelmäßigen Teilnahme.

Auch der Stand der Neustädter Familie Huke-Kiwitt gehört mit seinen puzzleartigen und spielerischen Holzarbeiten seit Langem in diese Gruppe. „Mit wohl 20 Teilnahmen gehören wir zum Inventar“, sagte Carin Huke-Kiwitt und lachte. Auf besonderes Interesse bei ihnen stießen die sonst eher mit weihnachtlichen Motiven bekannten und beleuchteten Schwibbögen. Denn diese werden von der Künstlerfamilie als Auftragsarbeiten auch nach fotografischer Vorlage von Kirchen, Autos und Haustieren gefertigt.

Viele Aussteller waren schon mehrmals dabei

Überzeugt vom Interesse der Kaleidoskop-Besucher an den Arbeiten und von der Ausstellerqualität zeigten sich zudem Brigitte Joch und Heike Gießmann, die zum zweiten Mal dabei waren. Während Erstere mit ihren dekorativen Geschenk-Bastelarbeiten aus Burgwedel gekommen war, hatte die Kunstkeramikerin aus Niederorschel im Eichsfeld mit ihren Weihnachtsfiguren sogar eine mehr als zweistündige Anfahrt in Kauf genommen.

Aber es gab auch Premieren: So zeigte der aus dem westfälischen Legden angereiste Peter Schlegelmilch die von seiner als Keramikerin tätigen Schwester Frauke individuell handgefertigten, mit reizvollen Motiven verzierten und dann dreifach gebrannten Salzstreuer. „Meine Schwester hat die Vorlagen dazu im Museum von Heraklion auf Kreta gesehen. Sie waren dort ausgestellt“, warb er für die mit einem besonderen Handgriff zu befüllenden und nutzbaren Streuer.

Kunstkreis Laatzen stellt erstmalig aus

Ganz im Zeichen von „Upcycling“ – dem sinnvoll-kreativen Weiternutzen von Dingen, die man sonst wegschmeißt – faszinierte der Stand von Beate Schaefer aus Winsen/Aller die Besucher. Die aus Hannover stammende Künstlerin zeigte, wie man mit einer Spindel und einer tollen Idee aus altem Zeitungspapier ein häkel- und strickbares Garn machen kann.

Auch der Kunstkreis selbst stellte erstmalig aus: Detlef Topel und Susanne Fischer, die Leiterin der Freien Töpfergruppe, warben für ihre kreativen Flaschenverschlüsse mit oft prominenten Köpfen wie dem von Modezar Karl Lagerfeld.

Es gibt schon einen Termin für das nächste Kaleidoskop

„Das Kaleidoskop ist eine werbende Leuchtturmveranstaltung für Laatzen“, lobte Sabrina Deharde von der städtischen Kulturpflege und Wirtschaftsförderung. Das nächste Kaleidoskop wird am 21. und 22. März 2020 sein.

Aussteller aus der Region Hannover und darüber hinaus zeigen im Erich-Kästner-Schulzentrum ihre kreativen Arbeiten. Bei den Besuchern kommt die Veranstaltung gut an.

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Von Torsten Lippelt

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