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Laatzen Jeder Fünfte spendet im Leine-Center erstmals Blut
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Laatzen: Jeder Vierte spendet im Leine-Center erstmals Blut

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18:17 15.07.2019
Sabrina Peters spendet erstmals Blut und fühlt sich „hervorragend". Quelle: Foto: Astrid Köhler
Laatzen-Mitte

Ob der von Alt-Laatzen gehaltene Rekord von 125 Blutspendern dieses Mal geknackt wird? Den Leiter der DRK-Bereitschaft Laatzen Florian Hentschel würde es freuen. Seit Montag versorgen er und sein Team Spender beim zweitägigen Sondertermin von 13 bis 19 Uhr im Obergeschoss des Leine-Centers. Die Zahlen bis zum frühen Montagabend deuten ein sehr gutes Ergebnis an. Bis um 17.45 Uhr waren bereits 110 Spender da, darunter sechs Erstspender.

„Ich wollte immer schon mal kommen“, erzählt Sabrina Peters entspannt von einer der roten Liegen, während langsam 450 Milliliter Blut aus ihrem linken Unterarm durch Nadel und Schlauch in einen langsam hin -und herschaukelnden Plastikbeutel fließen. Den Ausschlag für die Erstspende am Montag habe ein Aufruf ihres Kollegen gegeben, erzählt die Stadtmitarbeitern. Allein aus dem Laatzener IT-Team spendeten während der Mittagspause sechs Kollegen Blut.

Der Blutspendedienst hofft am Montag und Dienstag, 15. und 16. Juli, auf zahlreiche Spender im Leine-Center. Ein Team der DRK-Bereitschaft steht von 13 bis 19 Uhr im Obergeschoss neben Expert-Markt.

Gerade in der Ferienzeit sei jeder Spender wichtig, betonte Hentschel, denn auch dann gebe es Unfälle, bei denen Verletzte behandelt werden müssten, sowie geplante Operationen. „Allein für eine Standard-Herz-OP werden vier bis sechs Konserven benötigt“, so Hentschel. „Und jeden kann es plötzlich treffen.“

Vor der eigentlichen Spende durchlaufen die Freiwilligen fünf Stationen: Unter anderem stehen dabei ein kurzer Gesundheitscheck und ein Arztgespräch auf dem Plan. Auch schriftlich ist einiges zu tun.

Wichtige Fragen zu sensiblen Themen

In einem vierseitigen Fragebogen werden wichtige aber mitunter sensible Informationen abgefragt: zum Gesundheitszustand, Vorerkrankungen und Medikamenteneinnahmen aber auch zu sehr persönlichen Themen wie Auslandsaufenthalten, möglichen Drogenerfahrungen und ungeschützten Sexualkontakten sowie denen zu Männern und mit Prostituierten. Im vertraulichen Zusatzbogen, in dem Spender ankreuzen, ob das ihnen entnommene Blut auch verwendet werden darf, wird noch einmal konkret nach Sexualkontakte zu Risikogruppen gefragt.

Der Fragebogen basiere auf den Vorgaben des Paul-Ehrlich-Instituts, erklärte Patrick Ploberger. Letztlich gehe es um den maximalen Schutz der Empfänger von Blutspenden. Was der Gebietsreferent des DRK-Blutspendedienstes für die Region Hannover als Vorteil sieht: Beim DRK gibt es kein Geld. Wer dort spende, habe daher auch keinen Grund für falsche Angaben. Von bundesweit täglich im Schnitt 15000 Spendern schlössen sich nur ein Prozent selbst von der Spende aus – um beispielsweise unangenehme Fragen des Partners zu umgehen.

Spende auch am Dienstag von 13 bis 19 Uhr

Das DRK-Team steht am Montag und Dienstag von 13 bis 19 Uhr im Center-Obergeschoss neben dem Expert-Markt bereit. Spender sollten etwa eine Stunde einplanen: Etwa 30 Minuten für die Vorbereitung sowie die eigentliche Spende und eine weitere halbe Stunde als Ruhezeit, in der auch ein Imbiss eingenommen werden kann.

Lesen Sie auch zum Thema Blutspende:

Blutkonserven werden knapp: DRK ruft zu Spenden auf (HAZ, 4.7.18)

Zahlreiche Erstpender und Flüchtlinge kommen (HAZ, 30.6.17)

Von Astrid Köhler

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