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Laatzen Meravis saniert alten Flebbehof
Umland Laatzen

Laatzen: Meravis saniert alten Flebbehof

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00:21 25.05.2019
Die Sanierung des historischen Flebbehofs soll demnächst beginnen. Quelle: Stephanie Zerm
Alt-Laatzen

Die Bauarbeiten am Alten Markt sind schon weit fortgeschritten, ein Großteil der Häuser in dem schicken Wohngebiet steht inzwischen. Nur beim denkmalgeschützten Wohn- und Stallgebäude des historischen Flebbehofs herrschte lange Stillstand – und dies, obwohl sich viele Bürger im Vorfeld energisch für den Erhalt eingesetzt hatten. Nun tut sich endlich etwas: In der vergangenen Woche haben die Vorarbeiten für die Sanierung des Fachwerkgebäudes begonnen. In Kürze soll es dann mit der eigentlichen Sanierung weitergehen, kündigt Jörg Schreiber vom Investor Meravis an. Das Unternehmen warte zurzeit noch auf die abschließende Baugenehmigung. „Wir rechnen damit in den nächsten Wochen und wollen dann sofort mit der Sanierung beginnen.“

Meravis hat bereits mit den Vorbereitungen begonnen.

Die Verpflichtung aus dem sogenannten Durchführungsvertrag mit der Stadt Laatzen hält das Unternehmen damit locker ein: Darin ist festgelegt, dass spätestens 13 Monate nach der Baugenehmigung mit den Arbeiten angefangen werden muss. Außerdem sollen die Gebäude innerhalb von drei Jahren nach Baubeginn fertiggestellt sein. Laut Schreiber bekommt Meravis dies hin, „vorbehaltlich der Genehmigungen und ohne etwaige während der Bauphase auftretende Probleme“. Die Baustelle am Alten Markt laufe nach Plan: Meravis geht davon aus, dass die 26 neuen Reihenhäuser im Sommer 2020 bezugsfertig sind, die fünf Mehrfamilienhäuser im Jahr 2021.

Der Flebbehof soll bereits im Herbst 2020 fertig saniert sein. Der ambulante Pflegedienst ZAK Pflege aus Hannover-Wülfel will dann dort im ebenerdigen Erdgeschoss eine Tagespflegeeinrichtung für 15 bis 18 Personen betreiben sowie Pflege- und Serviceleistungen anbieten. Im Zwischen- und Obergeschoss will Meravis außerdem zwei 90 und 120 Quadratmeter große Maisonettewohnungen einrichten, der ehemalige Heuboden wird zur 150 Quadratmeter großen Vierzimmerwohnung umgebaut. Eigentümer des Flebbehofs bleibt Meravis. Die Räume im Erdgeschoss sowie die drei Wohnungen werden vermietet.

Das Holztragwerk und der Dachstuhl des Flebbehofs müssen aufgrund des maroden Zustandes teilweise erneuert werden. Quelle: Meravis

Flebbehof wird vorübergehend zum Gerippe

Bis dahin ist jedoch noch viel zu tun. Zunächst müssen laut Schreiber die Außenwände instand gesetzt werden. Dann werden die alten Gefache komplett herausgenommen, sodass das Gebäude zum Gerippe wird. Nachdem neue Fundamente gesetzt worden sind, werden diese wieder eingesetzt. An den Traufseiten muss außerdem das Fachwerk instand gesetzt und ergänzt werden. „Die Arbeiten erfolgen abschnittsweise“, sagt Schreiber. Unter anderem müsse auch eine neue Sohle betoniert werden.

Da das denkmalgeschützte Gebäude maroder ist als zunächst angenommen, müssten zudem das Holztragwerk und der Dachstuhl ausgebessert und teilweise erneuert werden. Noch vor dem Herbst folge die Dachumdeckung und der Fenstereinbau. Wenn die äußere Hülle komplett erneuert sei, gehe es weiter mit dem Innenausbau, sagt Schreiber – alles in Abstimmung mit dem Denkmalschutz. Für die Arbeiten lässt Meravis das Gelände rund um das Gebäude einebnen und vorübergehend mit Schotter befestigen. Wände, Gebälk und der Dachstuhl des Hauses werden von innen, die Fachwerkwände an den Traufseiten von außen abgestützt.

Insgesamt entstehen 73 neue Wohneinheiten

In das neue Quartier Am Flebbehof auf dem Gelände des ehemaligen Bauhofs am Alten Markt werden voraussichtlich rund 200 Menschen ziehen. Die Meravis Immobiliengruppe baut dort 26 Reihenhäuser sowie fünf Mehrfamilienhäuser im Passivhausstandard. Die Reihenhäuser haben zweieinhalb Geschosse und Wohnflächen zwischen 140 und 150 Quadratmetern. Außerdem verfügen sie über Terrasse und Garten, Carport und private Stellplätze. Geheizt wird mit Erdwärme.

Der Flebbehof (rot) soll im Mittelpunkt der Gebäude stehen. Quelle: Stephanie Zerm

In vier Mehrfamilienhäusern entstehen 37 Eigentumswohnungen mit zwei, drei und vier Zimmern. Außerdem baut Meravis ein Mehrfamilienhaus mit zehn barrierefreien Servicemietwohnungen. Für die Geschosswohnungen sind Gasbrennwertheizungen vorgesehen. Als Stellflächen für Autos sind eine Tiefgarage sowie Einstellplätze vor den Gebäuden geplant.

Nach der Fertigstellung der Gebäude soll auch die alte Toranlage wiederaufgestellt werden, die Meravis für den Zeitraum der Bauarbeiten eingelagert hat.

Hälfte der Reihenhäuser ist bereits verkauft

Mit der Vermarktung der Reihenhäuser und Eigentumswohnungen hat Meravis bereits im vergangenen Jahr begonnen. Die Nachfrage ist offenbar da: Laut Meravis-Mitarbeiter Jörg Schreiber sind die Hälfte der Reihenhäuser und 35 Prozent der Eigentumswohnungen verkauft. Dabei sind die Neubauten nicht gerade ein Schnäppchen. Die Reihenhäuser kosten laut einer Preisliste, die das Immobilienunternehmen im Internet veröffentlicht hat, zwischen 499.000 und 699.000 Euro. Die günstigste Eigentumswohnung mit zwei Zimmern ist für 277.800 Euro zu haben, die teuerste mit vier Zimmern kostet 541.400 Euro.

Für die Miet- und Servicewohnungen gibt es bereits eine Interessentenlisten. Die Höhe der Mieten steht laut Schreiber jedoch noch nicht fest, ebenso wenig wie der Zeitpunkt, wann die Wohnungen vermietet werden. Interessenten können sich schon jetzt beim Vermietungsservice von Meravis unter Telefon (0511) 67510500 melden.

Von Stephanie Zerm

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