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Laatzen Gleidinger übernehmen Regentschaft bei St. Oliver
Umland Laatzen Gleidinger übernehmen Regentschaft bei St. Oliver
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00:16 06.01.2019
Cordula und Andreas Müller aus Gleidingen sind das neue Prinzenpaar der Männergemeinschaft von St. Oliver. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte/Gleidingen

Cordula und Andreas Müller sind das neue Prinzenpaar der katholischen Männergemeinschaft in der St.-Oliver-Kirchengemeinde. Schon jetzt freuen sich Seine Tollität Andreas II. und Ihre Lieblichkeit Cordula I. auf die Regentschaft. „Der Karneval bei St. Oliver ist eine schöne Tradition“, sagen beide: „Wir finden es wichtig, das zu unterstützen und fortzuführen.“ Auch wenn sie sonst mit Karneval wenig am Hut haben, waren sie in den vergangenen Jahren regelmäßig bei den Prunksitzungen von St. Oliver dabei. „Das ist immer eine schöne Veranstaltung“, findet das Paar. „Es werden Themen aus der Gemeinde in die Gemeinde getragen, und man kann manche Dinge auch mal durch den Kakao ziehen.“

Mitgliedern und Freunden der Männergemeinschaft hat sich das Prinzenpaar bereits beim bunten Abend am 16. November vorgestellt. Dort wurde zunächst bei einem Quiz über das neue Prinzenpaar spekuliert. Offenbar hatten schon einige den Namen der Müllers in den Ring geworfen. So kam es dann auch, dass an jenem Abend Prinz Andreas II. und Prinzessin Cordula I. ihre Antrittsrede hielten. Cordula stellte Andreas als „Bremer Butjer“ vor, der in der Hansestadt geboren und aufgewachsen ist. 1984 zog er „der Liebe wegen“ nach Hannover und 1988 nach Gleidingen – „der Wohnung wegen“. Auch in Cordula fließt norddeutsches Blut: Sie sei „ein Küstenmädel, geboren vor langer Zeit in Fishtown (Bremerhaven)“, erklärte seine Tollität den Anwesenden. „Zum Studium ging es nach Hannover und später mit dem Prinzen nach Gleidingen, dem kleinen gallischen Dorf von Laatzen.“

Bereits im Sommer hatten die beiden Vorsitzenden der Männergemeinschaft, Christian Rau und Andreas Schneemann, in Sachen Nominierung bei den Gleidingen vorgefühlt. „Das war uns natürlich eine Ehre“, sagt das Ehepaar. Dennoch fragten die Müllers, ob das Amt des Karnevalsvorstehers nicht jemand anders übernehmen könnte. „Das sagt erst einmal jeder, der gefragt wird“, sagt Cordula Müller lachend. Rau und Schneemann gaben dem Paar noch etwas Zeit und fragten dann im Oktober offiziell an. Den Termin für ihren Besuch hatten die beiden Vorsitzenden offenbar klug gewählt: „Sonst hieß es immer: Wenn jemand am Sonntag beim Tatort an der Haustür klingelt, sollte man besser nicht aufmachen.“ Es könnten Christian Rau und Andreas Schneemann mit der Prinzenpaar-Frage sein. Bei den Müllers klopften die Herren allerdings an einem Montag an. Danach ging alles ganz schnell: „Zwei Grappa später waren wir dabei bei der Narretei“, erzählen die Müllers.

Seit 1993 – „also präberkefelder Zeit“, wie die beiden in Anspielung auf Pfarrer Thomas Berkefeld sagen – engagiert sich das Ehepaar im Gemeindeleben und besonders bei St. Josef in Gleidingen. Cordula Müller, die beruflich als Förderschullehrerin an der Eberhard-Schomburg-Schule tätig ist, betreut unter anderem die Sternsinger, zudem hilft die 56-Jährige bei den Vorbereitungen der Kindergottesdienste und der Kommunion. Ihr Mann Andreas sitzt im Vorstand des Pfarrgemeinderates und kümmert sich bei St. Oliver um die Öffentlichkeitsarbeit, zu der auch die Betreuung der Internetseite und des Kirchenradios gehört. Darüber hinaus ist der 58-Jährige bei der Gemeindeband „akzeNtrum“ als Techniker für den guten Ton zuständig. Damit bringt der Vertriebsmitarbeiter eines Anbieters für Bühnenlichttechnik seine berufliche Tätigkeit auch ins Gemeindeleben ein.

Auf ihren Auftritt bei der Karnevalssitzung am Sonnabend, 23. Februar, bereiten sich die Müllers jetzt schon vor, zumindest im Geiste: „Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht daran denken“, sagen die beiden lachend. Ihre Festrede solle „nicht nur Schenkelklopfer“ beinhalten, sondern auch „einen gewissen Anspruch“ haben. Über den Inhalt will das Prinzenpaar noch nichts verraten. „Die Auswirkungen des pastoralen Bereichs auf St. Oliver werden wir aber sicherlich thematisieren“, verrät Andreas Müller dann aber doch.

Die Karnevalssitzung beginnt am Sonnabend, 23. Februar, um 19 Uhr mit einem Büfett. Die Ehrengarde zieht um 20 Uhr ein. Der Eintritt kostet 8,50 Euro, die Gäste sollten karnevalsüblich kostümiert erscheinen.

Von Daniel Junker

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