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Laatzen Nabu will die Stare retten
Umland Laatzen Nabu will die Stare retten
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16:57 13.03.2019
2018 wählte der Nabu den Star zum Vogel des Jahres. Quelle: Georg Dorff
Grasdorf

Der Star gehört zu den bedrohten Vogelarten. Sein Bestand hat in den vergangenen Jahren so stark abgenommen, dass er inzwischen auf der Roten Liste der im Bestand gefährdeten Brutvögel steht. 2018 hat der Naturschutzbund Deutschland ihn zum Vogel des Jahres gewählt. Der Nabu Laatzen geht jetzt noch einen Schritt weiter. Er hat 2018 das Projekt „Rettet den Star!“ ins Leben gerufen.

„Wir wollen uns weiterhin für den Schutz der Stare engagieren“, sagte die Projektinitiatorin und Nabu-Mitarbeiterin Sabrina Schmidt am Dienstagabend bei der Jahresversammlung in der Alten Feuerwache. Das gesamte Jahr über werden Aktionen angeboten, um auf für die Not der Stare hinzuweisen. „Durch den Rückgang von Insekten finden Stare weniger Nahrung“, erläuterte Schmidt. Ursachen dafür seien unter anderem die Zunahme von Monokulturen, Insektizide und fehlende Weidetierhaltung. Auch Obstnetze sind für Stare problematisch. Durch Gebäudesanierungen und den Verlust von Höhlenbäumen fänden die Vögel zudem immer weniger geeignete Nistplätze.

Nabu will Stare in Laatzen kartieren

Um festzustellen, wie viele Stare es wo im Stadtgebiet gibt, will der Nabu im April und Mai möglichst viele Tiere kartieren. „Dazu hoffen wir auf die Hilfe der Laatzener“, sagte Schmidt. Am Freitag, 29. März, bietet der Nabu ab 19 Uhr eine Einführung zur Starenkartierung an. Am 13. Juli können Laatzener ab 10 Uhr in der Alten Feuerwache Nistkästen für Gärten bauen. Am 24. August um 14 Uhr beginnt das Seminar „Rettet den Star!“ und am 14. September können Naturfreunde ab 9 Uhr im Kleingartenverein Auf der Lieth lernen, wie sie ihren Garten vogelfreundlicher gestalten. Das Projekt wird von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung gefördert.

Auch Aktionen zum Schutz des Zaunkönigs würde der örtliche Nabu gern anbieten, sagte der Vorsitzende Michael Klenke: „Dazu fehlt uns aber Personal.“ Der Nabu hoffe daher auf Unterstützung. Eine neu gegründete Vogelschutz AG kümmert sich bereits um Nistkästen in der Leinemasch, erklärte Corinna John von der AG: „Wir haben die alten gesäubert und neue aufgehängt.“Außerdem pflege die Gruppe die Weißdornhecke am Wehrkamp.

Mehr als 200 Fledermäuse in einem Haus

Die Fledermaus AG kündigte an, dieses Jahr mit Ultraschalldetektoren durch Laatzen zu gehen, um weitere Fledermausvorkommen zu finden. In Alt-Laatzen wurde laut John bereits ein Haus ausfindig gemacht, das zeitweise mehr als 200 Fledermäuse bewohnen.

Bernd Hermening von der Biber AG berichtete bei der Jahresversammlung von der zunehmenden Ausbreitung der Nager und dem großen Interesse an den Tieren: „Alle unsere Biberführungen waren 2018 mehr als ausgebucht.“

Bürgermeister Jürgen Köhne war ebenfalls zu der Veranstaltung ins Naturschutzzentrum Alten Feuerwache gekommen. Auf Neuigkeiten zur anstehenden Dachsanierung sowie dem geplanten Umbau des Obergeschosses warteten die Mitglieder aber vergebens. Vielmehr kündigte Köhne an, dass sich Stadt und Nabu „in den nächsten zwei bis drei Wochen“ zusammensetzen wollten, um über die Planungen zu sprechen.

Von Stephanie Zerm

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