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Laatzen Neues Nachbarschaftshaus soll 2022 am Marktplatz öffnen
Umland Laatzen

Laatzen: Nachbarschaftshaus soll Kuben-Trio auf Marktplatz komplettieren und 2022 öffnen

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06:45 26.09.2019
Marktplatz im Wandel: Auf dem eingezäunten Rasenstück neben dem Stadthaus soll ein dritter Kubus entstehen, der als Haus der Nachbarschaft für Laatzen-Mitte geplant ist. Quelle: Astrid Köhler
Laatzen

Der Laatzener Marktplatz wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Außer dem Neubau des Rathauses, für das 2020 ein Architektenwettbewerb ausgerufen werden soll, konkretisiert die Stadt auch die Planung für den dritten Kubus am Marktplatz. Das Gebäude soll als Haus der Nachbarschaft konzipiert werden – und idealerweise 2022 fertig sein.

Im Unterschied zum Stadthaus, das allen Initiativen im Stadtgebiet offen steht, sei das Angebot im Nachbarschaftshaus auf Bewohner aus Laatzen-Mitte zugeschnitten, teilte Stadtsprecher Matthias Brinkmann mit. Ziel sei die Stärkung des Zusammenlebens unterschiedlicher Kulturen. So steht es auch im aktuellen integrierten Handlungskonzept „Laatzen-Mitte wird top“. Hintergrund: Der Anteil der Migranten, die aus anderen EU-Staaten kommen, Flüchtlinge oder Deutsche mit doppelter Staatsbürgerschaft sind oder ausländische Eltern haben, steigt. Für alle sollen Räume der Begegnung geschaffen werden.

Nachbarschaftshaus soll Ende 2022 fertig sein

Ständige Nutzer des Hauses, für das die Stadt zusätzliches Geld aus dem Integrationsfonds und dem Programm Soziale Stadt beantragen will, sind das Netzwerk für Flüchtlinge, die Stadtteilmanager sowie die Mitarbeiter des Kinder- und Jugendbüros. „Wir gehen davon aus, dass das Gebäude Ende 2022 steht“, sagte Stadtsprecher Brinkmann.

In den nächsten Jahren sind verschiedene Bauvorhaben auf dem Marktplatz in Laatzen-Mitte geplant.

Als Baufeld für den dritten Kubus ist das rund 20 mal 20 Meter große, teils eingezäunte Rasenstück auf der Ebene von Stadthaus und Kita vorgesehen. Der Bereich könne sich noch leicht verschieben, grundsätzlich solle der Kubus aber so gebaut werden, dass weder der zur verkehrsberuhigten Zone umgebaute Abschnitt der einstigen Robert-Koch-Straße noch der im Dezember neu eröffnete Jugendplatz am Marktplatz zwischen Stadthaus und Wohnscheibe beeinträchtigt werden.

Schachfeld wird im Oktober eröffnet

Als kleinen Vorgeschmack auf die anstehenden großen Bauarbeiten waren am Mittwoch Mitarbeiter des Bauhofes am Stadthaus beschäftigt: Sie verlegten Platten für ein neues Freiluftschachbrettfeld. Die offizielle Eröffnung des vom Laatzener Schachverein initiierten Feldes ist für die zweite Oktoberhälfte – also nach den Herbstferien – geplant. Bis dahin sollen auch die passenden Figuren sowie eine Aufbewahrungsmöglichkeit bereitstehen.

Wettbewerb für Rathausneubau soll 2020 starten

Die größte Veränderungen wird es in den nächsten Jahren auf der Nordseite des Marktplatzes geben, denn dort entsteht der drei- bis fünfgeschossige Neubau des Rathauses. Ein genaues Baufeld oder gar erste Entwürfe gibt es noch nicht. Vielmehr will die Stadt 2020 einen Architektenwettbewerb starten und hofft dabei auf bis zu 25 mögliche Beiträge.

Mitarbeiter des Betriebshofes haben am Mittwoch farbige Betonplatten für das Schachspielfeld am Stadthaus verlegt – auf Initiative des Schachvereins Laatzen. Nach den Herbstferien soll es offiziell eröffnet werden. Quelle: Astrid Köhler

Rathausneubau könnte Tiefgarage erhalten

Wie dem integrierten Handlungskonzept weiter zu entnehmen ist, das aktuell in seiner achten Fortschreibung vorliegt, strebt die Stadt für den Rathausneubau auch eine Tiefgarage an. Stellplätze könnten so großflächig angeordnet werden, heißt es. Für den Neubau werden voraussichtlich mehrere Bäume, der Brunnen sowie der Fußballfeld-Käfig weichen oder aber versetzt werden müssen. Als Bauvolumen rechnet die Stadt mit 20 bis 30 Millionen Euro.

Wochenmarkt soll bleiben

Durch die Baukörper des Rathausneubaus werde wesentlich die Fassung des künftigen Marktplatzes bestimmt werden, heißt es weiter im Handlungskonzept. Die Form und Anordnung wirken sich zugleich auf die weitere Umgestaltung des Marktplatzes aus. Trotz der zusätzlichen Gebäude solle ein Platzcharakter erhalten bleiben und dort auch künftig ein Wochenmarkt angeboten werden, teilte Stadtsprecher Brinkmann mit.

Deutsche Wohnen will Hochausfassade umgestalten

Auch die Deutsche Wohnen hat Investitionen angekündigt. Sie will die Fassade des seit 2013 zu ihrem Portfolio gehörenden Hochhauses am Marktplatz sanieren und womöglich auch den Galeriebereich verändern. Es lägen bereits mehrere Architektenpläne mit verschiedenen Gestaltungsvarianten vor – mit und ohne Galerie und den dazugehörigen Treppenaufgängen, hatte Jeanette Pietsch, Leiterin des Service Points der Deutschen Wohnen in Hannover, am Rande derOrtsratssitzung im Februar gesagt, als sich das Unternehmen Fragen von Lokalpolitikern stellte. Näher darauf eingehen wollte die Vertreterin der Deutschen Wohnen nicht. Die Pläne würden mit der Stadt Laatzen sowie auf den Rathausneubau und die Marktplatzgestaltung abgestimmt – und damit wohl frühestens in einigen Jahren realisiert.

Marktplatz im Wandel: Im Zuge des Rathausbaus und der Neugestaltung des Platzes plant die Deutsche Wohnen auch die Fassade des als Wohnscheibe bekannten Hochhauses zu sanieren. Quelle: Astrid Köhler

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Von Astrid Köhler

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