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Laatzen 250 Wohneinheiten: So soll der zweite Abschnitt des Gleidinger Neubaugebietes „Am Erdbeerhof“ aussehen
Umland Laatzen

Laatzen: Neubaugebiet in Gleidingen soll 250 Wohnungen und Häuser bieten

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17:25 21.11.2019
Baugebiet "Am Erdbeerhof": Der Hummelweg im Zentrum des Neubaugebietes verbindet als Nebenstraße die Zufahrt von Rethen und der Braunschweiger Straße (oben im Bild) sowie der südlich gelegenen Gleidinger Triftstraße mit dem etwa 200 Meter weiter westlich geplanten verkehrsberuhigten Platz und der Hildesheimer Straße. Quelle: Astrid Köhler
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Gleidingen/Rethen

Das Neubaugebiet Am Erdbeerhof zwischen der B6 und Hildesheimer Straße lässt Gleidingen und Rethen zusammenwachsen. Während im ersten Bauabschnitt zurzeit Dutzende Häuser aus dem Boden wachsen – von den 72 Grundstücken hat der dortige Bauträger Helma bis auf drei alle verkauft – haben die Planer in einem Vorentwurf nun auch die Grundzüge für die nördlichen Abschnitte festgelegt. In dem bis zu den Grundstücken der Braunschweiger Straße heranreichenden Areal sind vornehmlich Reihen- und Mehrfamilienhäuser vorgesehen. Die Hauptzufahrt erfolgt über die Hildesheimer Straße.

Insgesamt entstehen auf dem fast zehn Hektar großen Areal 250 Wohneinheiten mit entsprechenden Verkehrs- und Grünflächen, die meisten davon auf Gleidinger und nur 35 auf Rethener Gebiet. Waren ursprünglich mehr Einfamilienhäuser geplant, soll das Gebiet nun stärker durchmischt und verdichtet werden. „Damit kommen wir dem erhöhten Wohnungsbedarf nach“, sagte die Stadtplanerin und Geschäftsführerin von Infraplan Simone Strohmeier diese Woche bei der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte. Die zweigeschossigen Stadtvillen und Reihenhäuser erlaubten mehr Flexibilität. Bei den im Südwesten Richtung Hildesheimer Straße geplanten Mehrfamilienhäusern seien bis zu drei Geschosse zulässig.

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Barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnungen

„Wir sind noch in einem sehr frühen Stadium“, betonte Stadtrat Axel Grüning in derselben Sitzung. Die genaue Ausgestaltung des Gebietes sei ebenso unklar, wie die Frage, wer Bauträger werde. Klar ist nur: Die bei neuen Mehrfamilienhäusern vorgegebenen Quoten in puncto Barrierefreiheit sowie rollstuhlgerechte und bezahlbare Wohnungen seien einzuhalten.

Der Parzellierungsplan sieht Grundstücksgrößen von 2780 Quadratmetern für Mehrfamilienhäuser, 180 Quadratmetern für Reihenhäuser und 450 Quadratmetern für Einfamilienhäuser vor.

Direkte Straßenverbindung zur Hildesheimer Straße

Waren bis vor Kurzem für das gesamte Gebiet Am Erdbeerhof nur zwei Bauabschnitte vorgesehen, kam auf Wunsch der Politik die zusätzliche Verkehrsanbindung an die Regionsstraße als dritter hinzu. „Die Gebietserschließung erfolgt hauptsächlich von der Hildesheimer Straße im Südwesten“, heißt es im aktuellen städtebaulichen Entwurf, den die Gremien diese Woche mit der Änderung des Flächennutzungsplanes beschlossen haben. Die neue Zufahrt soll vom Einmündungsbereich der Straße Am Springborn entlang der Hochspannungstrasse verlaufen und in einen verkehrsberuhigten Platz münden. Für die neue Straße müssten private Gartengrundstücke überplant werden, teilte die Stadt mit. Mit den Eigentümern habe sie bereits gesprochen.

Der zentrale Platz ist zusätzlich noch von drei anderen Seiten zu erreichen, so auch aus von der Verlängerung des Hummelweges im ersten Bauabschnitt. Dass Autofahrer das Gebiet künftig als Abkürzung nutzen könnten, glauben die Planer nicht. Zwar sei die Braunschweiger Straße in Rethen auszubauen, doch sei insgesamt mit reinem Anliegerverkehr zu rechnen, betonte Strohmeier.

Hochspannungsleitung prägt Gebiet

Maßgeblich geprägt wird die Siedlung von der quer verlaufenden Hochspannungsleitung. Da darunter nicht gebaut werden darf, soll die 50 Meter breite Schneise als Grünstreifen genutzt werden –mit Regenrückhaltebecken, Kinderspielplatz und als Frischluftschneise. Eines Tages, so die Hoffnung, verschwinde die Hochspannungsleitung gänzlich.

Im Zuge der frühzeitigen Beteiligung können Bürger den Vorentwurf vom 4. Dezember bis 10. Januar im Rathaus einsehen. Mit dem nötigen Satzungsbeschluss rechnet die Stadt Ende nächsten Jahres. Erst wenn dieser vorliegt, kann die Erschließung und Vermarktung der geplanten 250 Wohneinheiten beginnen.

Von den 72 Grundstücken im ersten Bauabschnitt "Am Erdbeerhof" hat der Bauträger bis auf drei alle verkauft. Dort entstehen Einfamilien- und Doppelhäuser. Quelle: Astrid Köhler

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Von Astrid Köhler

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