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Laatzen In der Leinemasch gibt es bald einen ebenerdigen Unterstand
Umland Laatzen

Laatzen: Neuer Beobachtungsunterstand in Leinemasch wird ebenerdig sein

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11:06 13.10.2019
Von Eichen umgeben und mit Blick Richtung Wilkenburg: Jagdpächter Siegfried-Karl Guder steht auf der Wiese, auf der ein ebenerdiger Unterstand für Naturbeobachtungen errichtet werden soll. Quelle: Astrid Köhler
Alt-Laatzen

Siegfried-Karl Guder kann es noch gar nicht richtig glauben. Fast sein halbes Leben lang, hat sich der Jagdpächter und Laatzener Feld- und Forsthüter dafür stark gemacht, dass in der Leinemasch eine Schutzhütte aufgestellt wird, in der Wanderer eine auch regengeschützte Pause einlegen und zudem, die Tierwelt beobachten können. Diverse Anträge und Gespräche später hat die Region nun einen Standort entlang des Grünen Ringes und am Köthener Bleek genehmigt: mit Blick Richtung Wilkenburg.

„Bei meinem ersten Versuch war ich gerade erst frisch Feld- und Forsthüter geworden und Erich Panitz noch Stadtdirektor“, sagt der heute 74-Jährige. Für die Leinemasch wünschte er sich einen Unterstand, wie er sie seinerzeit in Algermissen gesehen hatte. Zuletzt hatte der Ortsrat 2014 drei Schutzhütten beantragt, doch auch dieser Versuch lief lange Zeit ins Leere – sowohl aus finanziellen Gründen als auch, weil die Region als Picknickplätze genutzte Hütten ablehnte.

Region lässt keine Schutzhütten zu

„Die Region lässt Schutzhütten nicht zu, sehr wohl aber Beobachtungsunterstände, um Flora und Fauna zu beobachten“, hatte Stadtrat Axel Grüning jüngst im Ortsrat deutlich gemacht. Genau dieser soll nun entlang des Grünen Ringes an der Ecke des Wanderweges Köthner Bleek zum Nachtanger, etwa 600 Meter nordwestlich des Wiesendachhauses errichtet werden. Die Wiese, auf der der Unterstand errichtet werden soll, gehört der Stadt und ist von mehreren Eichen und Büschen umgeben.

Die städtische Fläche, auf der der Unterstand errichtet werden soll, liegt an der Kurve (nicht im Bild) von Köthener Bleek und Nachtanger und etwa 600 Meter nordwestlich des Wiesendachhauses in Alt-Laatzen. Quelle: Astrid Köhler

Welches Modell genau ausgewählt wird, ist zwar noch nicht entschieden, doch werde es sich dabei um eine Hütte, ähnlich einem Wartehäuschen handeln mit einer Breite von etwa 2,5 Meter und drei bis vier Metern Länge, teilte die Stadt auf Nachfrage mit: „Es wird ein Modell mit einer offenen Vorderfront und einem langen Sichtfenster zur Beobachtung angefragt.“ Zum Schutz vor schlechtem Wetter gebe es Seitenwände. Ähnliche Unterstände gibt es unter anderem bereits in Steinhude.

Erster ebenerdig erreichbarer Beobachtungsstand

Bis zu 7000 Euro sollen im städtischen Haushalt bereitstehen. Sobald dieser genehmigt ist, kann der Unterstand ausgeschrieben und anschließend – auf Betonfundamenten – errichtet werden. Es wäre der erste ebenerdig erreichbare Beobachtungsstand in der Leinemasch. Die beiden vorhandenen Unterstände sind nur über Treppen zu erreichen: die Aussichtstürme des Nabu, von denen einer in der Grasdorfer Masch steht, in der Verlängerung des Weges von der Brücke am Naturschutzzentrum Alte Feuerwache. Der zweite Aussichtsturm auf Laatzener Gebiet ist in Gleidingen an den Koldinger Teichen.

Einer der beiden vorhandenen Aussichtstürme des Nabu liegt in Grasdorf in der Verlängerung des Weges der Brücke am Nabu und nahe dem Wanderweg "In den Äckern" . Quelle: Astrid Köhler

Der Laatzener Jagdpächter Guder hofft, dass der jetzt genehmigte neue Unterstand nicht der letzte bleiben wird. Am Bemeroder Bleek – die Verbindung vom Wiesendachhaus in Richtung Süden zu den Kleingärten und Nabu –, wo es eine unverstellte Sicht auf die Wiesen gibt und auch andernorts in Grasdorf könnte er sich noch gut weitere Unterstände vorstellen.

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