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Laatzen Polizei Laatzen registriert mehrere Verstöße gegen Ausgangssperre
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Laatzen: Polizei registriert mehrere Verstöße gegen Ausgangssperre

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20:41 25.04.2021
Die Polizei in Laatzen hat in der Nacht zu Sonntag mehrere Verstöße gegen die Ausgangssperre festgestellt. 
Die Polizei in Laatzen hat in der Nacht zu Sonntag mehrere Verstöße gegen die Ausgangssperre festgestellt.  Quelle: Friso Gentsch/dpa
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Seit Sonnabendabend gilt die nächtliche Ausgangssperre. Die Beamten der Polizei Laatzen hatten dennoch im Laufe der Nacht drei Verstöße festgestellt. Es wurden in allen Fällen Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten gegen die Personen eingeleitet.

Gegen 23.30 Uhr hatten Polizisten einen Mann in dessen Auto an der August-Schaper-Straße in Laatzen-Mitte angehalten. Der 25-Jährige wollte sich nach Angaben von Hauptkommissarin Michaela Wandscher herausreden. Er habe angegeben, dass er von einem Gottesdienst komme. „Das ist aber keine ausreichende Begründung gewesen“, sagte Wandscher. 

Um 1 Uhr nachts zum Zigarettenholen

Gänzlich auf eine Ausrede hatte ein ertappter 30-Jähriger verzichtet. Ihn hatten Polizeibeamte in seinem Auto gegen 0.30 Uhr an der Karlsruher Straße gestoppt. Kurz nach 1 Uhr nachts hielten Polizisten einen weiteren Pkw an der Wülferoder Straße an. Die beiden Insassen, ein 32-jähriger Mann und dessen zwei Jahre jüngere Lebensgefährtin, erklärten laut Polizeisprecherin, dass sie unterwegs seien, um Zigaretten zu holen. Alle vier Personen müssen nun mit einem Bußgeld rechnen. 

Darüber hinaus waren drei Beamte des Kommissariats am Sonntagmorgen gegen 10 Uhr bei der Glaubensgemeinschaft Christ Embassy an der Eichstraße. Vergangene Woche seien laut Polizeisprecherin bei der Stadt Hinweise eingegangen, dass sich Gläubige dort nicht an die Corona-Auflagen hielten und auch kein Hygienekonzept vorliege.

In Glaubensgemeinde ist alles in Ordnung

Die Polizisten waren anlässlich des sonntäglichen Gottesdienstes vor Ort, um die Einhaltung von Corona-Regeln zu kontrollieren. „Es war alles in Ordnung“, sagte Wandscher. Die 23 anwesenden Personen hätten durchgehend einen Mund-Nasen-Schutz getragen und auf das Singen verzichtet. Stattdessen sei Musik vom Band abgespielt worden. Ein Hygienekonzept sei zudem inzwischen an die Stadt gegangen. Nach wenigen Minuten war für die Polizisten die Kontrolle beendet. Ein Vertreter der Glaubensgemeinschaft war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. 

Jugendliche türmen von Wiesendachhauses 

Ein weiterer Einsatz ereignete sich bereits am Sonnabend gegen 19 Uhr. Ein Augenzeuge meldete der Polizei, dass es sich fünf Jugendliche auf dem Dach des Wiesendachhauses gemütlich gemacht. Als ein Streifenwagen anrückte, wollten die Jugendlichen türmen. Einem gelang die Flucht. Dieser blieb unerkannt. Die anderen Jugendlichen, die zwischen 13 und 16 Jahre alt waren, stammten nicht aus einem Haushalt. Deshalb erwarten sie nun ebenfalls Verfahren wegen einer Ordnungswidrigkeit. 

Mark Bode