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Laatzen Rassehund-Ausstellung: Smilla ist die schönste Baumwollhündin
Umland Laatzen

Laatzen: Quito vom Moderwald ist der schönste Havaneser

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08:04 15.07.2019
Katrin Streichert von der IRV-Gruppe 53 freut sich über den Sieg der Hündin Smilla von Philip Ede. Quelle: Stephanie Zerm
Rethen

Quito vom Moderwald ist ganz entspannt. Und das obwohl Zuchtrichterin Jessika Brinker alle seine Körperteile genau unter die Lupe nimmt. Sie will wissen, ob alle Zähne des Havaneser-Rüden gerade sind, Oberarm und Schulterblatt in der richtigen Position zueinander stehen und die Rute die richtige Länge hat. Quito lässt die Prozedur seelenruhig über sich ergehen. Schließlich ist der zweijährige Rüde bereits ein erfahrenes Hundemodel. „Wir waren schon auf mehr als 30 Ausstellungen“, sagt Besitzerin Maike Alpers, die am Sonntag aus Börßum bei Wolfenbüttel zur Rassehundausstellung der Ortsgruppe 53 des Internationalen Rassehundverbands (IRV) nach Rethen gekommen war.

Zuchtrichterin Jessika Brinker (rechts) begutachtet die Ohren von Maike Alpers Hund Quito. Quelle: Stephanie Zerm

Insgesamt reisten 36 Hunde aus ganz Norddeutschland mit ihren Haltern zu dem Schönheitswettbewerb der Vierbeiner an. Vertreten waren 13 verschiedene Rassen vom Zwerglanghaardackel bis zur Dogge. Darunter auch seltene Hunde wie Smilla, eine kleine weiße Baumwollhündin aus Madagaskar, die zur Rasse der Coton de Tulear gehört. „Die Rasse war bis vor 20 Jahren in Europa nahezu unbekannt und schwer zu bekommen“, sagt Besitzer Philip Ede aus Bad Eilsen, der die seltenen Hunde auch züchtet.

Knapp 40 Hunde aus ganz Norddeutschland kommen zur Ausstellung nach Rethen.

Bei der Ausstellung wurden die schönsten der anwesenden Vertreter ihrer Rasse als Deutschland- und Landessieger gekürt. Quito lag dabei ganz vorn. Er wurde als schönster Havaneser ausgezeichnet. Neben seiner Schönheit hat dazu auch seine Gelassenheit beigetragen. „Denn auch der Charakter der Hunde wird bewertet“, erklärt Katrin Streichert von der IRV-Ortsgruppe 53.

Auch Welpen sind bei der Ausstellung dabei

Die Duldsamkeit hat Frauchen Maike Alpers mit Quito von klein auf trainiert. „Wir haben schon regelmäßig mit ihm die Kontrolle von Ohren und Zähnen geübt, als er noch ein Welpe war“, berichtet sie. Mittlerweile wisse der Havaneser ganz genau, wie er sich hinstellen muss, wenn er auf einer Ausstellung bewertet wird. „Dann heißt es: Kopf und Rute hoch.“ Später solle Quito einmal als Zuchtrüde für Nachwuchs sorgen. „Dafür braucht er die Titel.“ Die passende Hündin fehle allerdings noch.

Jan Mednik (links) aus Laatzen tritt mit seinem sechs Monate alten Canadischen Schäferhund Cadeau als Kind-Hund-Team an. Mutter Larissa Mednik leistet Unterstützung. Quelle: Stephanie Zerm

Neben erwachsenen Hunden waren auch einige Welpen vertreten. Sie traten in einer eigenen Babyklasse an. Bei den Berner Sennenhunden hatte die drei Monate alte Hündin Peggy Sue die Schnauze vorn und gewann den Titel als schönster Berner Sennewelpe. „Sie stammt aus Ungarn und ist kräftiger und ursprünglicher als die deutschen Zuchtlinien“, sagte Herrchen Lars Mählmann aus Dittmarschen. Um diese Linie auch in Deutschland weiter zu verbreiten, wolle er mit der Hündin später einmal züchten.

Für Züchterin Ulrike Germershausen aus Algermissen, die am Sonntag mit ihrer Malteser-Hündin Ella vom Lindenweg an dem Wettbewerb teilnahm, dient der Sieg bei Ausstellungen auch als Gesundheitsnachweis ihrer Tiere. „So kann ich mich von dubiosen Züchtern aus dem Ausland abheben, die meist kranke Tiere für wenig Geld verkaufen.“ Denn bei der Bewertung der Hunde gehe es auch um deren Gesundheitszustand. Zwar sei auch die Schönheit der Tiere wichtig. „Aber die Gesundheit steht an erster Stelle.“

Von Stephanie Zerm

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