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Laatzen Ratsherr Wetzel will Bürgermeister in Neustadt werden
Umland Laatzen Ratsherr Wetzel will Bürgermeister in Neustadt werden
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16:18 09.04.2019
Mit dem Laatzener Stadtwappen am Revers: Der Ratsherr Ralf Wetzel tritt als Bürgermeisterkandidat für die Partei Die Linke in Neustadt an. Quelle: Mirko Bartels
Laatzen/Neustadt

Wenn am 26. Mai in Neustadt, parallel zur Europawahl, ein neuer Bürgermeister gewählt wird, steht auch der Name eines Laatzeners Ratsherren auf dem Zettel: Ralf Wetzel. Der 62-Jährige tritt für die Partei Die Linke an. Er ist einer von acht Kandidaten.

„Es geht darum, Präsenz zu zeigen“, betont der Laatzener, der 2014 bereits bei der Bürgermeisterwahl in Pattensen angetreten ist. Der 21-jährige Neustädter Jonas Iseke hatte zwar Interesse, verfehlt aber das Mindestalter von 23 Jahren. Vergangene Woche wählten die Parteimitgliedern in Neustadt sodann den zuvor auch schon vom Kreisvorstand der Linken in der Region vorgeschlagenen Ralf Wetzel zu ihrem Kandidaten.

Sein Bezug zu Neustadt? Seit bald zehn Jahren gibt Wetzel als DLRG-Schwimmtrainer Kurse für Kinder ab drei Jahren im Therapiezentrum Oswald im Wohngebiet Hachland. Seine Chancen sind bei acht Kandidaten und dem Wählerklientel in Neustadt nicht gerade groß, weiß der gebürtige Sachse: „Leider wird es wohl kein Durchmarsch, denn die Bauern sind dort sehr stark.“ Gleichwohl hat der DDR-Staatswissenschaftler, der Ende der Achtzigerjahre das Neue Forum mitbegründete und über die Tschechoslowakei nach Westdeutschland floh, eine klare Vision: „Ich will Bürgermeister werden.“ Für Neustadt wünsche er sich „einen lebendigen Prozess mit allen Bürgerinnen und Bürgern, wie die Stadt mit ihren liebenswerten Ortsteilen fit gemacht werden kann für die Zukunft“.

Zur Lokalpolitik fand Wetzel, als das alte Schwimmbad in Rethen abgerissen wurde. „Das hat mich so geärgert, dass ich mich in den Rat der Stadt wählen ließ“, sagt Wetzel. Dass Sozialwohnungen gebaut und in Haushalten mit Kindern nicht mehr der Strom abgestellt werden sollen, sei ihm besonders wichtig. „Ich habe in Laatzen gute Arbeit gemacht und mit meiner Stimme viel bewirken können, ich könnte ruhigen Gewissens gehen“, sagt der Ratsherr. Im Falle seiner Wahl zum Bürgermeister in Neustadt würde er das Mandat niederlegen, das er seit 2011 ausübt. Andernfalls mache er seine Arbeit in Laatzen weiter. „Man braucht meine Stimme“, so der Linke.

Wetzel ist einer von acht möglichen Bürgermeistern in Neustadt. Mit ihm kandidieren noch Christina Schlicker (SPD), Stefan Porscha (CDU), Dominic Herbst (Grüne), Arne Wotrubez (FDP), die parteilosen Marco Lange und Jürgen Stach sowie Oliver Förste (Die Partei).

Von Astrid Köhler und Kathrin Götze

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