Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Laatzen Ratsmehrheit setzt auf eigenen Wohnungsbau
Umland Laatzen Ratsmehrheit setzt auf eigenen Wohnungsbau
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 25.11.2018
Meravis bebaut derzeit das frühere Betriebshofsgelände in Alt-Laatzen - auf ehemals städtischem Grund. Künftig will die Stadt solche Areale teils selbst bebauen. Quelle: Dorndorf
Laatzen

Die Mehrheitsgruppe im Rat der Stadt hält an ihrem Plan fest, eine Wohnungsbaugesellschaft zu gründen: SPD, Grüne und Linke haben in der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses die für die Gründung nötigen Verträge befürwortet. CDU und FDP bleiben bei ihrer Kritik und werfen dem rot-rot-grünen Bündnis „Symbolpolitik“ vor.

Inzwischen hat die geplante Gesellschaft einen Namen: „Kommunale Wohnungsbaugesellschaft Laatzen GmbH & Co. KG“ (KWG) soll das neue Unternehmen heißen, das eng mit der ebenfalls städtischen Aqualaatzium Freiheit GmbH verbunden sein soll: Wie bei der bestehenden städtischen Netzgesellschaft fungiert die Bad-GmbH als Komplementärin, die von der Stadt mit einer Million Euro Eigenkapital ausgestattet wird.

Die Ziele der KWG sind zunächst bescheiden gesteckt. Im ersten Schritt ist der Bau und Betrieb eines Mehrfamilienhauses mit zwölf Wohnungen auf städtischem Grund geplant, dessen Standort noch nicht bekannt ist. Aus Sicht der Ratsopposition ein überflüssiges und risikoreiches Vorhaben: „Die wirtschaftlichen Annahmen sind zu optimistisch kalkuliert“, befand etwa Nils Janisch (CDU) im Wirtschaftsausschuss, etwa bei dem kalkulierten Mietausfall von zwei Prozent. „Ihre KWG wird nicht an den Grundproblemen in Laatzen rütteln, weil es zu wenige Grundstücke gibt“. Die Christdemokraten sprachen sich dafür aus, stattdessen private Eigentümer dazu zu bewegen, bestehenden Wohnraum zu vermieten und sich auf eine vom Staat geförderte Sozialbindung einzulassen. „Sie ersetzen private Strukturen durch staatliche“, ergänzte Paul Derabin, Christoph Dreyer (beide CDU) sprach von „Symbolpolitik“.

„Dass es der Markt nicht richtet, zeigt der Markt gerade“, erwiderte Michael Riedel (SPD) unter Verweis auf den jüngsten Mietspiegel, laut dem neuere, größere Wohnungen in Laatzen binnen zwei Jahren um durchschnittlich 22 Prozent teurer wurden. „Bei den großen Immobiliengesellschaften wird jede Mieterhöhung durchgeführt, die rechtlich möglich ist“, sagte Riedel. Mit der KWG steuere die Stadt nun entgegen.

Ins Visier geriet auch die ehemalige Kreissiedlungsgesellschaft KSG Hannover: Heinz Scheibe (parteilos) erinnerte daran, dass die von der Stadt an die KSG verkaufte Fläche am Alt-Laatzener Kreuzweg seit Jahren unbebaut sei: „Da ist kein Spatenstich erfolgt“ – und dies, obwohl mit der Stadt der Bau von Sozialwohnungen vereinbart worden sei. „Irgendwer muss ja mal anfangen, und wir machen das jetzt. Wir bräuchten das nicht, wenn die KSG in die Hufe kommen würde.“ Tatsächlich will die KSG im kommenden Jahr mit der Bebauung dort beginnen – mehr lesen Sie hier.

Die endgültige Entscheidung über die KWG-Gründung liegt nun beim Rat der Stadt, außerdem muss die Region als Kommunalaufsicht noch den Haushalt genehmigen. Zuletzt hatte die Behörde wegen der angespannten Finanzlage der Stadt Bedenken geltend gemacht.

Von Johannes Dorndorf

Die FFB Big Band tritt am Freitag, 30. November, zusammen mit Florian Poser in Laatzen auf – auf Einladung der Musikschule. Poser gilt als einer der bekanntesten Vibrafonisten Deutschlands.

22.11.2018
Laatzen Hemmingen-Westerfeld - Flamenco, Jazz und Pop im bauhof

Der Gitarrist Wolfgang Stute tritt Mitte Januar mit den befreundeten Musikern Thomas Roth und Konrad Haas im bauhof Hemmingen auf. Die Karten sind im Vorverkauf erhältlich.

22.11.2018

Grundschüler aus Grasdorf haben bei einem Sponsorenlauf Geld gesammelt und 1850 Euro davon für eine Förderschule in Lima gespendet. Eine Ordensschwester berichte nun den Kindern hier vom Leben dort.

21.11.2018