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Laatzen Rübennasen besingen das Leben in Rethen
Umland Laatzen

Laatzen: Rübennasen besingen das Leben in Rethen

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00:16 04.06.2019
Holger „Bullo“ Schreiber (links) und Jörg „Jay“ Janicki haben insgesamt 14 Lieder über Rethen aufgenommen. Quelle: Stephanie Zerm
Rethen

Seit diesem Mai hat Rethen einen eigenen Soundtrack. Auf ihrem gerade erschienenen Debütalbum „Das Zuckerimperium schlägt zurück“ besingen die Rethener Rübennasen Jörg „Jay“ Janicki und Holger „Bullo“ Schreiber auf vielfältige Weise das Leben in Rethen an der Leine. Sogar ein Protestsong findet sich unter den 14 Songs.

Ursprünglich hatte das Duo nur vor, eine CD mit drei weiteren Liedern über Rethen aufzunehmen. Daraus sind dann aber schließlich doch 14 geworden. Schreiber hat die Texte verfasst, Janicki die Musik komponiert. Letzterer spielt auch fast alle Instrumente und singt. Der 45-jährige Verlagskaufmann macht bereits seit rund drei Jahrzehnten Musik und hat schon in mehreren Gruppen, unter anderem auch der Laatzener Band The Unlucky Andersons, gespielt. Schreiber wiederum hämmert den Bass und singt die Backgroundstimme.

Jörg „Jay“ Janicki und Holger „Bullo“ Schreiber besingen das Leben in Rethen.

Die beiden Männer kennen sich seit Jugendtagen: seit der Kirchenfreizeit der St.-Petri-Gemeinde 1985 in den Vogesen. „Jay hatte schon damals seine Gitarre dabei“, erinnert sich Schreiber.

Von Oktober 2018 bis April haben beide viele Wochenenden im Kokopelli Music Studio von Janicki verbracht und die Songs eingespielt. „Selbst Weihnachten und Neujahr haben wir an den Stücken getüftelt“, erzählt Schreiber. Herausgekommen ist eine rockige CD mit Trink-, Spaß- und Partyliedern. Im „Soundträck zu unserer Heimat“ erinnern die Rübennasen an die Zuckerfabrik, besingen den Park, den FC Rethen, die freiwillige Feuerwehr, den Schützenverein und St. Petri. „Wir wollen mit unseren Liedern auch eine Lanze für die Vereine im Ort brechen“, sagt Schreiber.

Wiederentdecktes Heimatlied: Vereinsvertreter singen mit

Neben dem lokalen Hit „Das ist Rethen an der Leine“ – nach Aussage der Rübennasen eine „Ode an unsere Heimat“ – ist auch das „Rethener Heimatlied“ auf der CD verewigt. Dabei handelt es sich um ein Fundstück aus den Sechzigerjahren, das der 2008 verstorbene Rethener Alexander Polansky einst geschrieben hatte. Dieser war langjähriges Mitglied des FC und viele Jahre bei der AWO tätig. „Das Lied stammt aus seinem Nachlass“, berichtet Schreiber. Bislang habe das von Janicki neu vertonte Stück keiner in Rethen gekannt. Das hat sich jetzt geändert. Denn bei der Aufnahme sangen Mitglieder der Feuerwehr, des FC, der Schützengesellschaft und des im Januar neu gegründeten Vereins Rethen rockt mit.

Jörg „Jay“ Janicki (links) und Holger „Bullo“ Schreiber sind die Rethener Rübennasen – und posieren für die Fotos für das Booklet stilecht auf einem Rübenacker. Quelle: Privat

CD enthält auch einen Protestsong

Neben den Lobpreisungen der Heimat enthält die CD aber auch kritische Töne. Im „Protestsong“ prangern die Rübennasen den Zerfall des Bahnhofs und des Parks, die Ampelflut und das Fehlen einer Kneipe im Ort an. „Vor allem eine Belebung des Parks liegt uns am Herzen“, sagt Schreiber. Dieser sei in den Achtziger- und Neunzigerjahren ein beliebter Treffpunkt gewesen. Nun sei er verwildert und ungepflegt.

Im Ort kommt die CD offenbar gut an. „Der FC hat unser Lied sogar schon als Einlaufmusik gespielt“, sagt Janicki erfreut. „Vielleicht wird es ja die neue Vereinshymne.“ Von den 500 gepressten Tonträgern sind mehr als 70 verkauft. Von dem Verkaufspreis von 10 Euro kommen 8 Euro dem neu gegründeten Verein Rethen rockt zugute, der sich für den Erhalt der Dorfkultur einsetzen will.

Verkaufsstellen und Bezugsquellen

Erhältlich ist die CD in der Adler-Apotheke, Hildesheimer Straße 372, bei Blumen Nehl, Braunschweiger Straße 17a, und bei Haarwerk, Thiestraße 14. Außerdem kann sie per E-Mail an info@rethen-rockt.de bestellt werden.

Rübennasen gehen auf eintägige Tournee durch Rethen

Wer die Rethener Rübennasen live sehen will, hat dazu am Sonnabend, 22. Juni, Gelegenheit. Dann gehen Jörg „Jay“ Janicki und Holger „Bullo“ Schreiber mit Freunden live auf selbst ernannte ,Tour’. Diese erstreckt sich allerdings, wie sollte es anders sein, auf Rethen und dauert nur einen Tag. Auftakt ist um 15 Uhr im Feuerwehrhaus. Von dort aus geht es mit einer rollenden Bühne und einem rollenden Tresen weiter zur St.-Petri-Kirche, wo die Rübennasen ab 16.30 Uhr spielen. Um 18 Uhr geht es dann im Rethener Park weiter. Das letzte Konzert beginnt um 19.30 Uhr im Schützenhaus.

 Die Konzerte sind für alle Besucher kostenlos. Getränke sind für wenig Geld vor Ort erhältlich. „Wir wollen, dass unsere Tour für jeden erschwinglich ist, auch für wirtschaftlich Schwächere“, sagt Schreiber. Auch Neubürger seien herzlich eingeladen. Bei der Tour durch Rethen könnten sie sehen und hören, was Rethen war, ist und sein könnte.

Von Stephanie Zerm

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