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Laatzen Sanierung der EKS-Sporthalle wird 30 Prozent teurer
Umland Laatzen

Laatzen: Sanierung der EKS-Sporthalle wird 30 Prozent teurer

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00:19 09.05.2019
Stadtrat Stefan Zeilinger (links) und Architekt Marcus Türr schauen sich die sanierte Sporthalle an. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

Nach fast eineinhalbjähriger Sanierung ist die Sporthalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums seit Montag wieder für den Schul- und Vereinssport freigegeben. 4,7 Millionen Euro hat die Stadt Laatzen in die Sanierung investiert – 34 Prozent mehr als geplant: Die Stadt habe auf Anweisung der Genehmigungsbehörden nachbessern müssen, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. Unter anderem musste die Rauchmeldeanlage umfangreicher ausgeführt werden. Zudem habe die Verwaltung Ausschreibungsverfahren wiederholen müssen, da sich teils keine Baufirmen beworben hätten. Die Kosten seien deshalb von 3,5 auf jetzt 4,7 Millionen Euro angestiegen. Gefördert wurde der Umbau mit 600.000 Euro aus Bundes- und Landesmitteln.

In den vergangenen 18 Monaten hat die Stadt insbesondere den Brandschutz erneuert und die Halle energetisch auf Vordermann gebracht. „Wir haben neue Brandschutztüren eingebaut, um das Treppenhaus abzutrennen“, sagt Marcus Türr, Architekt der Stadt Laatzen. Zudem wurden neue Flure als Rettungswege hergestellt und zusätzliche Nottüren in die Außenwände eingesetzt. „Man kommt jetzt aus allen Gängen und aus jedem Hallendrittel ins Freie.“ Die ehemaligen Holzdecken haben die Arbeiter gegen nicht brennbare Materialien ausgetauscht, die Sicherheitsbeleuchtung ist neu und die Brandmeldeanlage umfasst nun auch Hohl- und Deckenräume.

Stadt Laatzen investiert 4,7 Millionen Euro in Brandschutz und energetische Sanierung für die Sporthalle II des Erich-Kästner-Schulzentrums.

Komplett erneuert hat die Stadt die sechs Umkleideräume mit Duschen und Toiletten – inklusive Leitungen, Elektrik, Heizung und Lüftung. „Es sind eigentlich nur die Wände stehen geblieben“, sagt Stadtrat Stefan Zeilinger. Jeweils eine Dusche sowie ein Waschbecken pro Umkleideraum sind behindertengerecht angelegt. In jedem Umkleideraum gibt es neue Bänke, das Licht wird per Bewegungsmelder geschaltet.

Die Sporthalle ist jetzt zudem mit einer Deckenstrahlheizung ausgestattet, per Wärmerückgewinnung wird die Frischluft mit Abluft gleich wieder aufgeheizt. Mit der neuen LED-Beleuchtung sollen genauso Energiekosten gespart werden wie mit der Dämmung des Dachs und des Gymnastikraums.

In der Sporthalle selbst sind neuerdings elektrisch höhenverstellbare Basketballkörbe sowie vier Trainingskörbe an den Seitenwänden montiert. „Die Halle wird außerdem mit den Internet verbunden, sodass auch digitaler Sportunterricht möglich ist“, sagt Türr. Für Referate und Vorführungen stehen Beamer und Whiteboards in den Hallendritteln zur Verfügung.

Schulen und Vereine mussten 18 Monate verzichten

Während der Bauphase mussten Gymnasium und Oberschule fast eineinhalb Jahre lang zusammenrücken. „Wir mussten mit drei statt sechs Hallendritteln auskommen und den Stundenplan danach ausrichten“, sagt EKG-Stundenplankoordinator David Freyer. Der Sport wurde mitunter in die siebte und achte Stunde verlegt, was sich wiederum auf den AG-Betrieb auswirkte. „Wir haben deshalb versucht, die AGs auch in andere Schulen auszulagern.“ Sobald es das Wetter zugelassen habe, seien die Klassen nach draußen gegangen, ergänzt EKG-Sportobmann Lars Waldeck. Hinzu kamen Verzögerungen: Nachdem die Stadt die eigentlich für die Herbstferien 2018 geplante Fertigstellung verschoben hatte, besserten die Schulen die Stundenpläne noch einmal nach.

Auch für die Vereine war die Umbauzeit schwierig. „Die Badmintonabteilung des VfL Grasdorf musste zum Teil in der Sporthalle 1 zusammenrücken oder in die Passivsporthalle der AES ausweichen“, berichtet Holger Dargel vom Sportring. Der Wushu-Sportclub, der im Gymnastikraum Kampfsporttraining anbietet, sei in die Grundschule Pestalozzistraße gewechselt. „Wir haben das alles irgendwie hingekriegt, aber mit großen Einschränkungen.“

Nun kann der ursprüngliche Hallenplan wieder greifen – wie lange, ist allerdings nicht klar: Denn auch die Sporthalle I ist eigentlich sanierungsreif. Die Stadt hat die Arbeiten allerdings zurückgestellt, um die Planungen für den Neubau des Schulzentrums abzuwarten.

Von Daniel Junker

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