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Laatzen Sauna-Aufgussmeister kämpfen im Aqualaatzium um Titel
Umland Laatzen Sauna-Aufgussmeister kämpfen im Aqualaatzium um Titel
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00:16 10.04.2019
Gleich geht's los: Die Saunagäste freuen sich auf den „Eiskönigin-Aufguss“ der Saunameisterin Sandra Schwarz. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

 Internationale Saunameister traten von Freitag bis Sonntag im Aqualaatzium gegeneinander an. Mit ihren Aufgüssen und Verkleidungen buhlten sie um die Gunst des Publikums und um gute Bewertungen für ihre Duft-Kreationen und ihre Wedel-Akrobatik in der Terva-Sauna, der Erdsauna und im Dampfbad. Insgesamt fünf Teams nahmen an dem sogenannten 7 Cup teil und zeigten dabei besondere und spektakuläre Saunaaufgüsse.

Als die Sauna-Stars ihre Auftritte am Sonnabend zelebrierten, waren Jubelrufe und Beifall mitunter über das halbe Saunagelände zu hören – trotz geschlossener Türen. In der Terva-Sauna gingen zum Beispiel die Show-Aufgüsse über die Bühne, bei denen die Handtuch-Akrobaten in Verkleidungen und mit besonderer Lichtshow agierten. Sandra Schwarz wirbelte als Eiskönigin in weißer Weste viel heiße Luft auf.

Vier Weltmeister, zwei deutsche Meister, zwei polnische Meister und ein holländischer Meister kämpfen im aquaLaatzium um den „7 CUP“.

Dass zu den so leichtfüßig wirkenden Auftritten monatelange Vorbereitung gehört, wurde erst beim Blick in den Nachbarraum deutlich: Dort schauten Techniker Michael Vonk und Vincent Steenbergen gebannt auf zwei Monitore. Auf einem Rechner war die Steuerung des Lichtkonzeptes und der Musik programmiert. Der andere Monitor übertrug ein Livebild aus der Sauna in den Nachbarraum. So konnten Vonk und Steenbergen kontrollieren, ob die Technik auch wie geplant funktioniert – und gegebenenfalls noch während des Auftrittes eingreifen.

Die Saunameister haben für jeden Aufguss ein Konzept für Licht und Ton erstellt. Quelle: Daniel Junker

Beim Einkönigin-Auftritt von Sandra Schwarz mussten die beiden zum Beispiel das Schwarzlicht per Hand dazuschalten. Weiße Handtücher und Kleidung schimmern so besonders besonders hell, während alle anderen Farben in der Dunkelheit verschwinden.

Für jeden ihrer Auftritte hatten die Sauna-Künstler ein eigenes Konzept erstellt, bei dem der Einsatz von Ton und Licht ganz genau aufgeschrieben war. „Der Einsatz der Technik ist in den letzten Jahren immer mehr geworden“, sagte Britta Pötter vom Aqualaatzium.

Teams aus den Niederlanden, Polen, der Slowakei und Tschechien

Fünf internationale Teams sind seit Freitag in Grasdorf, um dem Publikum selbst kreierte spektakuläre Aufgüsse zu präsentieren. „Sie gehören zur Elite im Sauna-Showaufguss und sind wahre Meister ihre Könnens“, sagte Pötter. Aus den Niederlanden waren die dreifachen Weltmeister Jacqueline und Rob Keijzer sowie Veronica Vonk und Vincent Steenbergen (NIederälndischer Meister Team 2018) angereist. Marek Homza und Katja Klajn (Vize-Weltmeisterin im Single 2017 sowie im Team Aufguss 2018) wiederum stellten ein gemeinsames Team aus Polen und der Slowakei. Aus Tschechien waren Petr Stanĕk und Michal Přeučil dabei, und mit Sandra Schwarz sowie Hans-Peter Brockmöller vom Aqualaatzium nahmen die Deutschen Meister Team 2016 an dem internationalen Sauna-Aufgusswettkampf teil.

Sandra Schwarz, Saunameisterin im aquaLaatzium, wedelt sich für den Eiskönigin-Aufguss warm. Quelle: Daniel Junker

Schon vor ihren Auftritten konnten die Besucher einige Saunameister bei ihrer Arbeit erleben: Auf dem Freigelände übten sie noch einmal das Wedeln mit den Handtüchern. Damit das möglichst spektakulär aussieht, setzen die Sauna-Akrobaten bei ihren Wurftechniken so manche Tricks ein. „Es werden verschieden große Handtücher eingesetzt, manche werden auch präpariert“, sagte Pötter. Wo würden beispielweise die Ecken „nassgemacht“, sodass beim Werfen spezielle Effekte entstehen.

Saunabesucher werden zur Jury

Die Abstimmung übernehmen am Wochenende die Besucher. „Jeder Besucher hatte die Chance, sich als als Jury-Mitglied registrieren zu lassen“, so Pötter. Dafür müssen sie sich vor den Saunagängen anmelden. Nach jedem Durchgang verteilten sie Punkte von 1 (echt bemüht) bis 7 (einfach meisterlich). Bewertet werden unter anderem das professionelle Auftreten, zu dem auch die Gestaltung des Aufgusses gehörte. In der Kategorie Show werden die erzählte Geschichte sowie Überraschungen bewertet. Auch Musik, Hitzesteigerung sowie die Wedeltechnik fließen in die Bewertung mit ein.

Wer den 7 Cup verpasst hat, könne ähnlich spektakuläre Aufgüsse auch so im Aqualaatzium erleben, sagt Pötter: „Wir bieten an jedem ersten Sonnabend im Monat ab 16 Uhr Showaufgüsse an.“

Von Daniel Junker

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