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Laatzen Schüler aus sechs EU-Ländern sprechen über Müll und Recycling
Umland Laatzen

Laatzen: Schüler tauschen sich länderübergreifend über Müllproblematik aus

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16:02 24.09.2019
Schüler aus sechs EU-Ländern sind derzeit im Rahmen des Erasmus-Programms zu Gast am Erich-Käster-Gymnasium. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

Wie geht eine Großstadt wie Barcelona mit Müll um? Welche Alternativen gibt es für Plastikverpackungen, und wie wirken sich Zusatzstoffe auf die Nahrung aus? Mit solchen Fragen beschäftigen sich derzeit Schüler aus sechs europäischen Ländern im Rahmen eines Erasmus-Austauschprogramms. Seit Sonntag sind die 25 jungen Spanier, Finnen, Schweden, Rumänen und Niederländer in Laatzen zu Gast. Zusammen mit Schülern des Erich-Kästner-Gymnasiums (EKG) tauschen sie sich unter dem Titel „Inwastegation“ über europäische Umweltthemen aus.

Der ungewöhnliche Name ist aus den englischen Wörtern Investigation (Untersuchung) und Waste (Abfall) zusammengesetzt. Die Projektteilnehmer schauen dabei, wie die jeweiligen Länder mit den Themen Müll und Umwelt umgehen.

Beim Erasmus-Austauschprogramm sprechen die Austauschschüler aus Finnland, Spanien, Rumänien, Schweden und den Niederlanden mit den deutschen Gymnasiasten insbesondere über das Thema Müll sprechen.

In den nächsten Tagen steht zunächst das Essen im Fokus. Am Dienstag untersuchen die Schüler verschiedene Nahrungsmittel anhand sogenannter Nachweisreaktionen darauf, wie viel Stärke, Eiweiß, Glukose und Fette diese enthalten – und bis zu welcher Menge der Konsum dieser Stoffe noch gesund für den Menschen ist. Am Mittwoch experimentieren die Erasmus-Teilnehmer mit Verpackungen wie Chipstüten. „Die Alu-Beschichtung in diesen Tüten ist besonders schwer zu recyclen“, sagt EKG-Lehrer Tobias Peckskamp. Die Schüler wollen darüber diskutieren, inwiefern aus Stärke und anderen natürlichen Stoffen hergestellte Folien eine Alternative zu konventionellen Verpackungen sein können. Im Schullabor wollen die Schüler sogar biologisch abbaubares Besteck selbst herstellen.

Schüler informieren sich in Hamburg über Zusatzstoffe

Am Freitag besucht die Gruppe den Hamburger Hafen. „Dort kommen Massen an Containern für den deutschen und den europäischen Markt an“, sagt Lehrer Tobias Franz. Davon ausgehend sollen die Schüler überlegen, in welchem Ausmaß importierte Güter notwendig sind und welche Alternativen es gibt. Dabei gelte es auch, das eigene Konsumverhalten zu überdenken. In der Hansestadt steht zudem ein Besuch des Deutschen Museums für Zusatzstoffe auf dem Plan. Dort wollen die Schüler mehr über den Einsatz von Emulgatoren und Stabilisatoren, Farb- und Konservierungsstoffen, Aromen, Backmitteln und Geschmacksverstärkern in Lebensmitteln erfahren.

Selbstredend dient der Austausch auch der Verständigung. Bereits kurz nach der Ankunft am Sonntag hatte die Elftklässlerin Finna Mohr mit ihrer rumänischen Austauschpartnerin einen dreistündigen Spaziergang am Maschsee und den Ricklinger Kiesteichen unternommen. „Wir haben uns lange unterhalten und abends noch Gesellschaftsspiele gespielt“, berichtet die 15-jährige Gymnasiastin. Im Vorfeld hatten beide bereits seit Wochen per Whatsapp kommuniziert. In ihrer Ansprache hob EKG-Schulleiterin Hella Kohl genau diese Bedeutung des „Aufeinanderzugehens“ heraus. „All das, was die EU im Großen ausmachen sollte, setzen Sie im Kleinen um“, sagte die Direktorin zu den Teilnehmern des Erasmus-Programmes.

Dem gesamten Projekt ist das Thema Müll übergeordnet. Im Dezember hatten fünf EKG-Schüler Barcelona (Spanien) besucht und dort zu den Auswirkungen des Tourismus auf das Müll-Aufkommen geforscht. Beim Besuch in Zoetemer (Niederlande) standen im März insbesondere die Themen Verpackungen und Produktionsstoffe auf dem Programm.

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Von Daniel Junker

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