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Laatzen Ausfall der Linie 2: Darum fuhren die Bahnen nicht
Umland Laatzen

Laatzen: Stadtbahnen der Linie 2 fahren wieder durch Grasdorf

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12:51 12.07.2019
Im Laatzener Ortsteil Grasdorf ist am Sonntag aufgeweichtes Bitumen in die Schienen der Üstra gelaufen. Noch am Montag sind die Folgen der Hitze erkennbar. Quelle: Johannes Dorndorf
Grasdorf

Die Stadtbahnen der Linie 2 fahren wieder alle Haltestellen in Laatzen an. Am Sonntagnachmittag war der Streckenabschnitt in Grasdorf gegen 15.30 Uhr auf zunächst unbestimmte Zeit stillgelegt worden, weil aufgeweichtes Bitumen in die Schienen gelangt war. Das Befahren der Strecke sei für die Stadtbahnen zwischenzeitlich nicht mehr sicher gewesen, teilte die Üstra mit. Bis 21 Uhr hatte das Unternehmen deshalb zwischen den Haltestellen Eichstraße und Rethen-Nord einen Schienenersatzverkehr auf der Strecke der Linie 2 eingesetzt.

Laut Üstra-Sprecher Udo Iwannek habe das Rad einer Stadtbahn in Grasdorf Teile des Bitumens abgerissen, mit dem das Unternehmen die Längsvertiefungen zwischen den Schienen und dem Asphalt ausgefüllt. „Die nachfolgenden Stadtbahnen haben die Masse dann auf einem Abschnitt von etwa 100 Metern auf der Gleisoberfläche verteilt.“ Nach und nach hätten die rund 40 Tonnen schweren Stadtbahnwagen die Masse auf den Schienen festgedrückt.

Üstra forderte Schleifwagen an

„So etwas ist nichts Ungewöhnliches und kommt mehrmals im Jahr vor“, sagt Iwannek. „In der Regel kommt dann ein Schleifwagen, der die Unebenheiten gleich wieder entfernt.“ Die Spezialwagen würden zwischen den regulären Stadtbahntaktungen eingesetzt, „die Fahrgäste bekommen davon in der Regel gar nichts mit“. Am Sonntag habe die Üstra den Schleifwagen aber nicht so schnell nach Grasdorf schicken können. „Einen Schleifwagen kann nicht jeder fahren, wir haben dafür spezielles Personal.“ Dieses habe am Sonntag nicht sofort zur Verfügung gestanden.

Bitumen wird im gesamten Stadtbahnnetz eingesetzt. „Das Material dient dazu, dass kein Wasser eindringt und unter das Gleisbett gelangt“, sagt der Üstra-Sprecher. Von selbst könne die Masse übrigens nicht auf die Schienen gelangen: „Bitumen wird nicht flüssig, es wird bei Hitze nur weicher.“ Alternativen gebe es laut Iwannek nicht, „das Material ist dafür eigentlich ideal“. Bei dem Vorfall handle es sich nicht um ein originäres Hitze-Problem. „Der letzte Sommer war ebenfalls sehr heiß. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir im vergangenen Jahr aus einem ähnlichen Grund einen Schienenersatzverkehr einrichten mussten.“

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Von Daniel Junker

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