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Laatzen Bald waren’s nur noch zwei: Telekom baut Telefonzellen ab
Umland Laatzen

Laatzen: Telekom baut Telefonzellen in Rethen und Gleidingen ab

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00:17 16.06.2019
Die Telefonsäule an der Hildesheimer Straße in Rethen soll bis zum Jahresende demontiert werden. Quelle: Johannes Dorndorf
Rethen/Gleidingen

Man könnte meinen, dass die Zeit der Telefonzellen in Deutschland vorbei ist – schließlich hat sie das Handy de facto längst abgelöst. Und doch gibt es derzeit noch vier öffentliche Fernsprecher im Laatzener Stadtgebiet. Bald werden es nur noch zwei sein: Die Telekom hat angekündigt, zwei der Geräte noch in diesem Jahr zu demontieren. Konkret geht es um die Fernsprecher vor der alten Verwaltungsstelle an der Hildesheimer Straße in Rethen sowie um das Telefon im Gleidinger Ortskern vor dem Haus Osterstraße 1.

Die Telekom begründet die Demontage mit der geringen Nutzung: Der monatliche Umsatz beider Fernsprecher liege weit unter der Schwelle von 50 Euro. Die Standorte fallen damit unter die Regelung, die die Städte und Gemeinden mit dem Unternehmen getroffen haben. „Laut der Bundesvereinigung der kommunalen Spitzenverbände können die Fernsprecher nach Zustimmung der Kommunen rückgebaut werden, sofern pro Monat der Umsatz unter 50 Euro sinkt“, teilt die Stadt Laatzen mit. Das deutliche Unterschreiten an den beiden Standorten zeige, dass die Notwendigkeit der Standorte nicht gegeben sei. Daher habe die Stadt gegen den Abbau keinen Einspruch eingelegt.

2016 legte die Stadt noch Widerspruch ein

Vor drei Jahren war dies noch anderes: Schon damals hatte die Telekom die beiden Fernsprecher trotz geringen Umsatzes im Visier, ließ sie auf Wunsch der Stadt Laatzen dann aber doch stehen. Zumindest ein Gerät pro Ortsteil sollte auf diese Wiese erhalten bleiben, hieß es damals – mit Ausnahme von Ingeln-Oesselse, wo es schon länger keine Telefonzelle mehr gab.

Nachdem zwischenzeitlich zwei weitere Apparate entfernt wurden, folgen nun die nächsten zwei: Erhalten bleiben demnach stadtweit nur noch zwei Standorte – nämlich an der Ecke Alte Rathausstraße/Hildesheimer Straße in Alt-Laatzen sowie an der Stadtbahnhaltestelle Laatzen-Zentrum. Zum Vergleich: 2009 gab es im Stadtgebiet noch 44 Telefonzellen.

Zahl der Telefonzellen geht bundesweit zurück

Bundesweit ist die Zahl der öffentlichen Telefone in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. Gab es in den Neunzigerjahren noch deutlich über 100.000 Telefonzellen und -säulen, sind es laut Telekom aktuell knapp 17.000. Gegenläufig ist die Entwicklung bei den Handy-Nutzern: Die Zahl der Mobilfunk-Nutzer stieg laut Bundesnetzagentur von 59 Millionen im Jahr 2002 auf aktuell rund 140 Millionen.

Von Johannes Dorndorf

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