Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Laatzen Trauer um Marie-Luise Wolter
Umland Laatzen Trauer um Marie-Luise Wolter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:11 15.04.2019
Marie-Luise Wolter war 33 Jahre lang Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Grasdorf. Quelle: Privat
Laatzen

Bei manchen galt sie als das soziale Gewissen der Stadt: Marie-Luise Wolter, frühere Vorsitzende des AWO-Ortsvereins Grasdorf/Laatzen-Mitte, ist am 4. April im Alter von 90 Jahren nach längerer Krankheit gestorben. Die Grasdorferin, die später jahrelang in Laatzen-Mitte lebte, hatte den AWO-Ortsverein 33 Jahre lang angeführt, sich in dieser Zeit für Menschen in Laatzen stark gemacht und insbesondere um die Betreuung von Kinderfreizeiten gekümmert.

„Sie hat sich für Leute eingesetzt, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, sagt der amtierende AWO-Vorsitzende Max Merkel über Marie-Luise Wolter, von der er das Amt im Jahr 1997 übernommen hatte. „Sie hatte immer das Ohr bei den Menschen in Laatzen und wusste, wem es nicht gut ging und wer unterstützt werden musste.“ Zugleich sei Marlies Wolter, wie sie die meisten nannten, auch eine äußerst resolute Frau gewesen – eine Eigenschaft, die ihr bei ihrem Engagement half. „Wenn sie etwas wollte, hat sie es durchgeboxt“, erinnert sich Merkel.

In bleibender Erinnerung ist auch ihr Engagement für Kinder- und Jugendfreizeiten im AWO-Heim „An der Düne“ in Hörnum auf der Insel Sylt, die Wolter jahrelang begleitete und betreute: Fünf Jahre lang bewirtschaftete sie das Ferienheim ehrenamtlich. Ihr Mann August Wolter arbeitete dort als Heimleiter. Auch bei der Gründung des Fördervereins für das Klinikum Agnes Karll war sie involviert. Für ihre Verdienste wurde sie unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und der Marie-Juchacz-Medaille der Arbeiterwohlfahrt ausgezeichnet.

Mit ihrem sozialen Engagement hat Marie-Luise Wolter schon früh begonnen. „In der Nachkriegszeit verteilten wir zu Weihnachten ein Viertelpfund Butter an bedürftige Rentner“, erinnerte sie sich in einem früheren Gespräch mit dieser Zeitung. Damals habe sie auch ihren Mann kennengelernt – in einer besonderen Situation, wie sie selbst erzählte: „Ich war Schaffnerin auf der Linie 11 zwischen Hannover und Hildesheim. Er war Schwarzfahrer. Unsere Familie hatte schon immer einen sozialen Touch.“ 1964 übernahm die Grasdorferin den Vorsitz des AWO-Ortsvereins. Ihr Wahlspruch lautete: „Wenn jeder nur ein Fädchen gibt, hat der Arme am Ende ein Hemd.“

Von Johannes Dorndorf

Die Oper „Tod in Venedig“ von Benjamin Britten feiert am 20. April beim TfN Premiere. Das Werk thematisiert Vergänglichkeit und Homosexualität, Grundlage ist eine bedeutende Novelle von Thomas Mann.

15.04.2019

„25 Jahre sind genug“, meint Laatzens dienstälteste Ortsbürgermeisterin Helga Büschking. Bei der nächsten Ortsratssitzung am 28. Mai will die 75-jährige Rethenerin Amt und Mandat abgeben. Für die SPD-Politikerin rückt Nicole Meermann nach. Wer Büschking im Amt folgt, steht noch nicht fest.

14.04.2019

Tilman Kuban, CDU-Kandidat für die Europawahl, hat sich beim Christlichen Seniorenbund Immanuel in Laatzen vorgestellt. Auch die Kandidaten von SPD und Grünen werden im Laufe des Monats für eine Vorstellung und Diskussion erwartet.

14.04.2019