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Laatzen VHS stellt Programm für’s Sommersemester vor
Umland Laatzen VHS stellt Programm für’s Sommersemester vor
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00:21 18.04.2019
VHS-Aufsichtsratschef Jürgen Köhne (hinten) und das VHS Team mit Jürgen Beckstette (von links), Sabine Lemberg-Haas, Maike Carmichael-Gerdes, Laura Feindt und Bettina Heller präsentieren das neue Semesterprogramm. Quelle: Thomas Böger
Laatzen

Das Sommersemester ist bei der Leine-Volkshochschule (VHS) zwar nur ein kurzes, aber dennoch bietet das Programm von Mai bis August mehr als 150 Veranstaltungen vom zweistündigen Vortrag bis zum fünftägigen Bildungsurlaub. Fast die Hälfte davon ist entweder komplett neu oder war zumindest in den beiden vergangenen Jahren nicht im Angebot. Das Programm, dessen Titelbild aus Anlass des 100-jährigen Bestehens von Volkshochschulen in Deutschland bundesweit einheitlich gestaltet wurde, steht schon seit mehreren Tagen auf der Internetseite www.leine-vhs.de zur Verfügung. Ab Dienstag ist es auch in den Verteilstellen in Banken, Sparkassen, Buchhandlungen und mehreren städtischen Einrichtungen in Laatzen, Hemmingen und Pattensen erhältlich.

Neben den seit Jahren bekannten Sprach-, Kreativ- und Gesundheitskursen sowie der beruflichen Bildung heben VHS-Geschäftsführer Jürgen Beckstette und seine Mitarbeiter eine Reihe von neuen und zum Teil ungewöhnlichen Veranstaltungen hervor.

Politik und Zeitgeschichte: Gleich zu Beginn, am 7. Mai, geht es um Europa: „Europamüdigkeit und Europabegeisterung“ heißt ein Vortrag von Hagen Benke aus dem Niedersächsischen Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten. Darin klärt er zunächst über Funktion und Zuständigkeit des EU-Parlaments auf. Im zweiten Teil geht es um sich hartnäckig haltende Mythen wie die (inzwischen wieder abgeschaffte) Gurkenverordnung. Mit den Problemen von Kriegsenkeln befassen sich zwei Kurse mit der Autorin Heike Pfingsten-Kleefeld, die selbst Tochter von sogenannten Kriegskindern ist. Sie will helfen, Ängste und Traumata zu überwinden, unter denen Angehörige ihrer Generation unter anderem deshalb leiden, weil die Kriegserlebnisse der Eltern in der Familie nie aufgearbeitet wurden. „Ein total spannendes Thema“, meint der VHS-Aufsichtsratsvorsitzende, Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne: Nicht zufällig wurde der Auftakt auf den 8. Mai, das Ende des Zweiten Weltkriegs gelegt. Für die Folgeveranstaltungen am 22. Mai und am 19. Juni ist unbedingt eine Anmeldung erforderlich, da die Teilnehmerzahl auf jeweils 15 Personen begrenzt ist.

Kreatives: „Ran an die Jeans“ heißt ein Nähkurs, in dem alte Kleidung in neue Stücke verwandelt wird – Upcycling heißt das Stichwort. Damit solle auch das Bewusstsein dafür geschärft werden, nicht mehr benötigte Dinge nicht immer gleich wegzuwerfen, erläutert Fachbereichsleiterin Bettina Heller. Grundkenntnisse im Nähen sollten vorhanden sein, sagt sie. Ebenfalls neu im Angebot ist der Kurs „Theater spielen – heute gehört die Bühne mir“. An drei Abenden können die Teilnehmer in andere Rollen schlüpfen und mit Körper und Stimme experimentieren.

Sprachen: Neue Wege auf einem sehr alten VHS-Feld: Lernmaterial zu dem französischen Film „Le Grand Bain“ (deutscher Titel: Ein Becken voller Männer) wird online in eine Cloud gestellt, so dass sich jeder individuell auf den abschließenden Kinobesuch vorbereiten kann. Die Kursleiterin steht zeitweise aber auch für einen Chat zur Verfügung. Außerdem können Fragen in der Cloud hinterlegt werden. „Wenn viele Rückfragen kommen, können wir aber auch noch spontan zu einem Treffen einladen“, betont Fachbereichsleiterin Sabine Lemberg-Haas. „Solide Grundkenntnisse“ der französischen Sprache sollte man mitbringen.

Digitalisierung: Mit Achtsamkeit bei der Digitalisierung beschäftigt sich ein fünftägiger Bildungsurlaub im Juli. Dabei wird verschiedenen Fragen nachgegangen: Wie kann ich Medien zu meinen Partnern machen? Wo führt ein automatisierter Gebrauch digitaler Medien zu einer nur noch indirekten Wahrnehmung der Wirklichkeit? Was sind die großen Herausforderungen im Umgang mit dem Internet? Wer eine Internetseite für sich oder einen Verein erstellen möchte, kann das an einem Sonnabend im Mai erlernen: „Erstellen einer Website“ heißt der Kurs, in dem man etwas über den Aufbau und die Techniken zur Gestaltung eines ansehnlichen Auftritts im Netz lernt.

Von Thomas Böger

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