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Laatzen WBG baut Mietwohnungen im Alt-Laatzener Ortskern
Umland Laatzen

Laatzen: WBG baut Mietwohnungen im Alt-Laatzener Ortskern

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17:40 03.12.2019
Das Wohnhaus an der Friedhofstraße/Ecke Eichstraße soll einem Neubau weichen. Parallel will die WBG das Nachbargebäude (links) sanieren. Quelle: Johannes Dorndorf
Alt-Laatzen

Die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) Laatzen plant das nächste Neubauprojekt in Alt-Laatzen: Voraussichtlich im kommenden Jahr soll an der Friedhofstraße/Ecke Eichstraße ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohnungen entstehen. Der dreigeschossige Bestandsbau, der direkt an der Kreuzung steht, wird zuvor abgerissen.

Dass die WBG in dem Bereich ein Neubauprojekt plant, ist schon seit Längerem klar: Im Jahr 2014 hatte die Genossenschaft das Gebäude der ehemaligen Fleischerei Funke an der Eichstraße abgerissen und angekündigt, dort mittelfristig Wohnungen zu errichten. Inzwischen haben die Pläne konkrete Züge angenommen. Das neue Projekt umfasst sowohl die damalige Abrissfläche als auch das Bestandsgebäude daneben, das nun weichen soll.

16 Wohnungen mit zwei bis vier Zimmern geplant

Wie das neue Gebäude genau aussehen soll, steht noch nicht fest, erläutert WBG-Vorstand Martin Stegen. Die Architekten arbeiteten noch an der Planung, die Ausschreibungen würden derzeit vorbereitet. Klar ist bislang: Der Neubau wird vier Vollgeschosse sowie ein bewohnbares Dachgeschoss erhalten. Insgesamt entstehen 16 Wohnungen mit je zwei bis vier Zimmern. Alle sollen zudem barrierearm sein: Das Erdgeschoss ist direkt erreichbar, die oberen Geschosse werden per Fahrstuhl erschlossen.

Im Gegensatz zum Bestandsbau mit seinem Flachdach werde das neue Gebäude ein Satteldach erhalten. Bei der Fassade wolle man sich optisch an der Umgebung orientieren und strebe deshalb eine Klinker- oder Riemchenlösung an – verbunden mit einer Wärmedämmung.

Quadratmeterpreis von 10 Euro möglich

Die genaue Investitionssumme hängt von dem Ergebnis der anstehenden Ausschreibungen ab, deshalb gibt die WBG noch keine Mietpreise bekannt. Im Vergleich zum Altbestand dürften die Preise allerdings deutlich höher liegen: Ein Quadratmeterpreis von 10 Euro sei gut möglich, sagt Stegen. Sozialwohnungen seien nicht geplant. Die Vermarktung der Wohnungen werde voraussichtlich im vierten Quartal 2020 beginnen.

Mieter gibt es im Bestandsgebäude, das sechs Wohnungen und eine ehemalige Arztpraxis umfasst, nicht mehr. Alle Bewohner seien inzwischen ausgezogen, sagt Stegen. Viele der bisherigen Mieter hätten von dem Angebot Gebrauch gemacht, in anderen WBG-Immobilien unterzukommen, so Stegen. Der Abriss des Siebzigerjahrebaus sei für das erste Quartal 2020 geplant.

Als Grund für den Abriss nennt Stegen unter anderem die schlechte Bausubstanz, die erhebliche Investitionen erfordert hätte – vom Fensteraustausch über die Wärmedämmung bis zur neuen Elektrik. Außerdem habe die WBG beide Flächen zusammenlegen wollen, um insgesamt mehr Wohnraum zu schaffen. „Auf dem Grundstück der Schlachterei hätten wir nur vier, vielleicht sechs Wohnungen realisieren können“, erklärt Stegen.

Bauarbeiten starten 2020

Der Start der Bauarbeiten hängt unter anderem von der Baugenehmigung ab. Stegen schätzt, dass im Sommer oder Herbst 2020 begonnen werden kann. Man rechne mit etwa 13 bis 14 Monaten Bauzeit, sodass die neuen Wohnungen voraussichtlich 2021 bezogen werden können. Im gleichen Zug will die WBG auch das sechsgeschossige Nachbargebäude an der Friedhofstraße sanieren. Dort gehe es unter anderem um das Thema Wärmedämmung, sagt der WBG-Vorstand.

Die Wohnungsbaugenossenschaft hatte zuletzt in den Jahren 2015 bis 2017 in ein neues Gebäude in Alt-Laatzen investiert. An der Gartenstraße entstanden damals 17 Mietwohnungen.

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Von Johannes Dorndorf

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