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Laatzen Laatzen plant weitere Schmetterlingswiesen im Stadtgebiet
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Laatzen plant weitere Schmetterlingswiesen im Stadtgebiet

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06:36 20.05.2019
Auf einem etwa 400 Quadratmeter großen Teilstück des alten Grasdorfer Friedhofs könnte eine Schmetterlingswiese mit insektenfreundlicher Bepflanzung entstehen. Quelle: Daniel Junker
Laatzen

Mehr Natur im öffentlichen Raum gehört zu dem umfangreichen Maßnahmenkatalog, um das Insektensterben der letzten Jahrzehnte einzudämmen und wieder mehr Lebensräume für Tiere zu schaffen. Nach der Planung von Bienenwiesen in Ingeln-Oesselse und einer entsprechenden Anfrage im Ortsrat Laatzen, aber auch auf eigenen Antrieb hin hat die Verwaltung geprüft, welche Flächen im nördlichen Stadtgebiet sich zu sogenannten Schmetterlingswiesen umwandeln lassen. Ergebnis: Mindestens sechs Flächen in Größenordnungen zwischen 120 bis 400 Quadratmeter und mit ausreihender Sonneneinstrahlung eigenen sich für eine insektenfreundliche Bepflanzung – darunter auch mehrere im Stadtzentrum.

Ein Schachbrettfalter und ein Käfer sitzen auf einer Blume. Quelle: dpa (Felix Kästle)

Eine der größeren Schmetterlingswiesen könnte demnach auf dem alten Grasdorfer Friedhof an der Hildesheimer Straße in zentraler Lage entstehe, heißt es in einer Mitteilung an den Ortsrat. Ob dort ein Bodenaustausch nötig ist, oder ob die auszubringende Saat auch auf dem vorhandenen gut aufgehen und nicht durch unerwünschte Pflanzen verdrängt wird, sei noch zu prüfen. Bei der Wahl der Blumensamen sollten mehrjährige und einheimische insektenfreundliche Arten bevorzugt werden, da invasive Arten die Insekten meiste vertreiben, so Stadtbaurat Axel Grüning. Die Saat würde in entsprechenden Zyklen ausgebracht und die Schmetterlingswiese künftig jährlich gemäht.

Zusätzlich zu dem Teilstück auf dem alten Grasdorfer Friedhof stehen noch weitere städtische Flächen vor der Umwandlung, darunter zwei in Laatzen-Mitte: Bei den jeweils etwa 120 Quadratmeter großen Grünstreifen nahe der Straße Am Wehrbusch sowie am Bahndamm westlich des Stückenfeldteichs solle ebenfalls die Voraussetzungen für eine entsprechende Aussaat geprüft werden. Zu den Rändern solle jeweils ein etwa 50 Zentimeter breiter Trennstreifen erhalten bleiben, um das Verkrauten der Wege zu vermeiden.

Mögliche Schmetterlingswiese auf städtischem Parkplatz

Jenseits der Bahntrasse in Grasdorf, an der Friedrich-Ebert-Straße/Ecke Rethener Kirchweg hat die Verwaltung einen nur teilweise und selten genutzten als städtischer Parkplatz im Blick. Allerdings stehe noch nicht fest, ob der Wegfall der Plätze und das Einrichten einer Schmetterlingswiese bauplanung- und bauordnungsrechtlich in Betracht komme, betont Grüning. Wenn ja, müsste die verdichtete Fläche in jedem Fall durch einen neuen nährstoffarmen Boden ausgetauscht werden.

Der Plinkengang von der Leinstraße nach Süden auf dem eine Initiative die Anlage eine Allee anstrebt, könnten ebenfalls für Insekten geeignete Sträucher und Bäume gepflanzt werden Allerdings ist dort nur die östliche Seite durchgehend im städtischen Besitz.

In unmittelbarer Nähe zur Leinemasch, am Deichweg in Rethen unterhalb der Hermann-Löns-Straße, gibt es zudem eine 400 Quadratmeter große Wildwiese mit vereinzelten Bäume. Auch dort sei noch zu prüfen, inwiefern der nährstoffreiche Boden ausgetauscht werden muss.

Nicht weiter untersuchen will die Stadt hingegen den Grünstreifen am Deichweg unterhalb des Hans-Sachs-Weges. „Hier wachsen bereits verschiedene Wildpflanzen, welche für die Natur- und Tierwelt geeignete Eigenschaften aufweisen“, so Grüning.

Drei Privatflächen kommen ebenfalls in Betracht

Bei der Auswahl möglicher Standorte für eine insektenfreundliche Bepflanzung habe die Verwaltung nicht nur städtische, sondern auch andere Flächen untersucht. Zu letzteren könne aber noch kein Ergebnis bekannt gegeben werden, da noch Gespräche mit den jeweiligen Besitzern und Eigentümern ausstehen. „Zum jetzigen Zeitpunkt könnten drei weitere geeignete Flächen in Betracht kommen“, heißt es in der Mitteilung.

Der Natur- und Umweltschutzorganisation WWF zufolge hat Deutschland seit 1998 etwa 76 Prozent seiner Insektenbiomasse verloren. Von 560 Wildbienenarten werden dem WWF zufolge 41 Prozent als bestandsgefährdet eingestuft. Die 17 typische Schmetterlingsarten des Grünlandes wiederum sollen seit 1990 um fast 50 Prozent zurückgegangen sein.

Von Astrid Köhler

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