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Laatzen AES zeigt Fotoausstellung „Grenzerfahrungen“ bis Ende Januar
Umland Laatzen

Laatzener Albert-Einstein-Schule zeigt Fotoausstelllung "Grenzerfahrungen“

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12:09 28.11.2019
15 AES-Schüler haben sich im Rahmen eines viertägigen Foto-Projekts mit dem Fotografen Uwe Stelter mit der ehemaligen innerdeutschen Grenze beschäftigt. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

Grenzerfahrungen“ heißt die Fotoausstellung zum gleichnamigen Projekt, in dessen Rahmen sich 15 Schüler der Albert-Einstein-Schule im Oktober unter der Leitung des Fotografen Uwe Stelter mit der innerdeutschen Grenze beschäftigt haben. Die Bilder, die die Schüler am 9. November – dem Tag des Mauerfalls – erstmals vorgestellt haben, sollen noch bis Ende Januar im Flur vor dem Lehrerzimmer zu sehen sein. Die Ausstellung kann auch von externen Interessierten zu den Öffnungszeiten der Schule besucht werden.

Im Rahmen eines Fotoprojektes haben sich 15 Neuntklässler der Laatzener Albert-Einstein-Schule mit der ehemaligen innerdeutschen Grenze beschäftigt.

In dem Projekt hatten sich Mädchen und Jungen aus dem neunten Jahrgang mit der ehemaligen innerdeutschen Grenze beschäftigt und im Oktober die Gedenkstätte Deutsche Teilung besucht. Die Kunstklasse von Rike Kappmeier ging zunächst an der ehemalige Grenzübergangsstelle Marienborn auf fotografische Spurensuche. „Die Gruppe hatte die Möglichkeit, sich den gesamten Vormittag frei auf dem riesigen Areal zu bewegen“, erzählt Stelter. Unter anderem fotografierten die Jugendlichen dort einen Kontrollturm, der mit Monitoren, Schalt- und Steuerungsanlagen sowie mit Wählscheibentelefonen ausgestattet war. „Die bedrückende Atmosphäre des Ortes ist auch nach 30 Jahren in jeder Ecke präsent“, sagt Stelter.

An einem weiteren Tag fuhr die Gruppe zum Grenzdenkmal Hötensleben, das 15 Kilometer von Marienborn entfernt ist. „Auf einer Länge von 350 Metern und einer Fläche von 6,5 Hektar ist die von der ehemaligen DDR errichtete innerdeutsche Grenze authentisch und relativ vollständig erhalten geblieben“, sagt Stelter. „Hier werden alle militärisch wichtigen Elemente der Grenzanlage gezeigt.“ Am letzten Projekttag präsentierten die Schüler ihre favorisierten Fotos zunächst in kleinen Gruppen und diskutierten über ihre Ergebnisse. Zum Abschluss stellten sie ihre fünf favorisierten Bilder der ganzen Klasse vor. Die Ergebnisse sind noch bis Ende Januar in der Ausstellung zu sehen.

„Ein doppeltes Leben“

„Die Projekttage haben uns gezeigt, wie glücklich wir über ein vereintes Deutschland und die Freiheit sein können“, sagt Teilnehmerin Xenia Wiebe. „Für uns ist es unvorstellbar, dass Deutschland einmal in zwei Teile geteilt war“, ergänzt ihre 14-jährige Mitschülerin Carla Schnabel – und zeigt damit auf, welche zeitliche Dimension die Grenzöffnung vor 30 Jahren für die Neuntklässler bedeutet. „30 Jahre sind für uns ein doppeltes Leben.“

Die Exkursionen zur Gedenkstätte hätten den Schülern die Vergangenheit direkt vor Augen geführt, zieht Lea Sophie Holz ein Fazit aus dem Projekt. Dies werde mit dem Blick durch die Kamera noch verstärkt, sagt Uwe Stelter. „Der Blick durch den Sucher der Kamera ist immer auch mit einer Auseinandersetzung des fotografierten Bildgegenstandes verbunden.“ Er ist sich sicher: „Diese intensive Zwiesprache wird für eine spätere Reflexion der Jugendlichen über die Geschichte der deutschen Einigung nachwirken.“

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