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Laatzen Polizei arbeitet mit fair gehandelten Computermäusen
Umland Laatzen Polizei arbeitet mit fair gehandelten Computermäusen
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00:19 24.02.2019
Laatzen ist seit 2018 Fairtrade-Stadt. Jetzt zieht die örtliche Polizei – zur Freude von Karl-Peter Hellemann von der Laatzener Fairtrade-Initiative – mit fair produzierten Computermäusen nach. Quelle: Privat
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Laatzen

Über diese Nachricht hat sich Karl-Peter Hellemann von der Laatzener Fairtrade-Initiative sichtlich gefreut: Die Mitarbeiter des Polizeikommissariates Laatzens verwenden neuerdings bei ihrer Arbeit fair produzierte Computermäuse.

Eine gute Entscheidung, wie Hellemann kommentiert. „Herkömmliche Elektronikgeräte werden meistens unter sehr schlechten Bedingungen hergestellt. In vielen Fabriken – etwa in China – schuften die Menschen pausenlos – ohne ausreichenden Arbeitsschutz und zu viel zu geringen Löhnen“, sagt der SPD-Kommunalpolitiker – und ergänzt:. „Die nötigen Rohstoffe dafür kommen aus Minen, in denen unter lebensgefährlichen Bedingungen gearbeitet wird." Wie bei Lebensmitteln, so seine Hoffnung, werde die Nutzung fair produzierter Produkte auch in der Computerindustrie langfristig zu einer notwendigen Veränderung der Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern beitragen.

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Die Niedersächsische Polizei hatte sich schon vor längerer Zeit dazu entschlossen, den Fokus bei Neuanschaffungen stärker auf das Thema Nachhaltigkeit zu legen. Ihre Wahl fiel auf den kleinen gemeinnützigen Verein Nager IT, dessen Computermäuse in einer Integrationswerkstatt in Regensburg montiert werden. Darüber hinaus setzt Nager IT bei der Auswahl der Lieferanten für die Bauteile der Mäuse auf Sozialstandards und Regionalität sowie auf nachhaltige Rohstoffe wie Bioplastik, Recycling-Zinn und Holz.

Von Rald Schunk

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