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Laatzen Leine-VHS zieht in Neubau nach Laatzen-Mitte um
Umland Laatzen Leine-VHS zieht in Neubau nach Laatzen-Mitte um
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15:55 17.12.2018
Die Leine-VHS will den Neubau an der Senefelderstraße beziehen. Quelle: Dorndorf
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Laatzen

Die Leine-Volkshochschule bekommt ein neues Domizil: Ab Mitte 2019 will die Bildungseinrichtung ihre bisher verstreut liegenden Standorte in einem Neubau zusammenziehen. Der Unterricht, die Intergrationskurse und Beratungen erfolgen künftig in dem neuen Bürogebäude, das derzeit an der Senefelderstraße in Laatzen-Mitte entsteht.

„Das ist eine extrem gute Nachricht für die Leine-VHS und unsere Kunden“, freut sich VHS-Geschäftsführer Jürgen Beckstette, der – wie auch schon sein Vorgänger Gerold Brockmann – seit längerem ein neues Domizil für die Einrichtung sucht. Der neue Standort sei barrierefrei erreichbar und modern ausgestattet. „Und das Gebäude und die Innenaufteilung werden von vornherein nach unseren Bedürfnissen ausgerichtet“, sagt Beckstette. Angestrebt würden dabei unter anderem flexible Zuschitte, so dass sich Räume zu einem Saal für Veranstaltungen zusammenfassen ließen.

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Investor Valentin Klein, VHS-Verwaltungsleiter Björn Schoof, Geschäftsführer Jürgen Beckstette und Architekt Christian Fahr gehen bei der Baubegehung die VHS-Pläne an der Senefelderstraße durch. Quelle: Privat

Auch intern biete das Zusammenziehen des Angebots, das bislang auf das Alte Rathaus in Alt-Laatzen sowie Gebäude in der Karlsruher Straße und der Würzburger Straße in Laatzen-Mitte verteilt ist, Vorteile: „Wir bekommen kurze Wege“, sagt Beckstette. Das führe die Teams enger zusammen und mache die Arbeit effizienter. Vor allem aber verbesserten sich die Arbeitsbedingungen. Insbesondere im schlecht klimatisierten Zentrum für Arbeit und Qualifizierung (ZAQ) an der Karlsruher Straße gebe es Handlungsbedarf.

Probleme gibt es an allen drei bisherigen VHS-Standorten: So wurden die Umzugspläne ursprünglich durch die Kündigung der ZAQ-Räume ausgelöst, die der Vermieter vor einiger Zeit angekündigt hat. Im Alten Rathaus in Alt-Laatzen hingegen ist die VHS-Verwaltung im Obergeschoss untergebracht, das nur über Treppenstufen erreichbar ist. „Gerade für ältere Kunden, die zu uns kommen, ist das ein großes Hindernis“, sagt Beckstette, denn auch die Anmeldung für Kurse finde dort statt. An der Würzburger Straße hätte die VHS unter anderem wegen Brandschutzvorschriften viel Geld investieren müssen. „Eigentlich war der Plan, die Räume auszubauen und im Erdgeschoss zu erweitern.“ Mit dem neuen Gebäude an der Senefelderstraße, in das auch das DRK mit seiner Rettungswache und einer Nachrichtenzentrale einzieht, habe sich nun „unverhofft“ eine Lösung aufgetan, die die Probleme mit einem Schlag beseitige. Mit der Nähe zur Stadtbahnhaltestelle Park der Sinne sei der Standort darüber hinaus gut erreichbar.

Künftig gibt es dann fast alle Angebote am neuen Standort – von den Unterrichtsräumen des klassischen VHS-Bereichs über die Integrationskurse bis zur Lernförderung für Schüler. Ausnahmen sind die bereits bestehenden Kurse im Stadthaus und im Familienzentrum Rethen sowie das Verkaufsangebot im Leineladen, der gerade vom Marktplatz an die Hildesheimer Straße in Alt-Laatzen umgezogen ist. Für die ZAQ-Werkstätten sucht die VHS unterdessen noch eine Nachfolgelösung, die Verhandlungen liefen.

Beziehen will die VHS die neuen Räume spätestens Anfang Juli. Die Mietfläche liegt mit 2000 Quadratmetern unter den bisherigen Kapazitäten – allein das ZAQ verfügt einschließlich Werkstätten über 3000 Quadratmeter. Dennoch geht Beckstette davon aus, dass sich gerade das Kursangebot am neuen Standort noch ausbauen ließe: Zum einen sei der Zuschnitt der neuen Räume besser, zum anderen aber ließen sich die 17 Klassenräume dort künftig auch abends und an Wochenenden nutzen.

Der Aufsichtsrat und der Rat der Stadt haben den Plänen zugestimmt. Die Stadt übernimmt künftig einen Mietkostenzuschuss von 50.000 Euro, bislang waren es 15.000 Euro. Die Immobilie an der Würzburger Straße wird gekündigt. Was aus den bisherigen VHS-Räumen im Alten Rathaus wird, ist nach Angaben der Stadtverwaltung noch unklar.

Von Johannes Dorndorf

20.12.2018
17.12.2018
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