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Laatzen Nach Unfällen: Remondis ruft zum richtigen Befüllen der gelben Säcke auf
Umland Laatzen

Nach Unfällen in Laatzen: Remondis ruft zum richtigen Befüllen der gelben Säcke auf

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07:09 11.10.2019
Die Remondis-Mitarbeiter tragen beim Einsammeln der gelben Säcke Sicherheitskleidung und Handschuhe. Durch scharfkantige Dosen und ein Spritze in den Beuteln wurden am Montag zwei Mitarbeiter in Laatzen verletzt. Quelle: Remondis
Laatzen

Die beiden 28 und 32 Jahre alten Remondis-Mitarbeiter, die am Montag beim Einsammeln der gelben Säcke in Laatzen durch eine falsch entsorgte Spritze und einen scharfkantigen Dosendeckel an den Händen verletzt worden waren, sind weiter krankgeschrieben. Das Unternehmen, das seit Juni einen starken Anstieg von Unfällen durch fehlbefüllte Säcke verzeichnet, setzt weniger auf Veränderung bei der Arbeitskleidung denn auf Aufklärung und Appelle.

Die Handschuhe entsprächen bereits dem höchsten Sicherheitsstandard, teilte das Unternehmen auf Nachfrage mit. Gegen spitze Kanülen von Spritzen, die zwischen den Verpackungen steckten, oder scharfkantige Dosendeckel könnten diese jedoch nur wenig ausrichten, zumal die Säcke selten einzeln liegen und Mitarbeiter bei Haufen in der Regel mehrere greifen und einsammeln.

Mitarbeiter sammeln täglich 100.000 Säcke ein

Üblicherweise fahren allein in Laatzen montags drei Müllfahrzeuge mit jeweils einem Fahrer und zwei sogenannten Ladern die Säcke ab. Freitags kommen dann noch einmal zwei Teams für die Großcontainer in die Stadt. Vom Standort in Langenhagen aus schwärmen nach Angaben von Remondis werktags etwa 80 Mitarbeiter aus, um rund 100.000 Säcke abzuholen. Im Durchschnitt – die Fahrer miteinkalkuliert – greift so ein jeder 1250 Säcke am Tag.

Verletzungsalarm bei gelben Säcken: Seit Juni wurden acht Remondis-Mitarbeiter bei Sammeltouren im Umland von Hannover durch Spritzen, Glasscherben und scharfkantige Dosendeckel verletzt. Quelle: Rathmann/Remondis

Appell: Scharfkantiges einklappen und Säcke zulässig befüllen

Die Zahlen machen deutlich, dass gar nicht die Zeit da ist, sich jeden Sack einzeln anzuschauen. „Verletzungen sind die Ausnahme, und jede ist eine zu viel“, betonte ein Unternehmenssprecher, der bedauernd feststellte: „Den absoluten Schutz gibt es nicht.“ Remondis könne nur an die Nutzer appellieren, die gelben Säcke nur mit den zugelassenen Leichtverpackungen zu befüllen und Scharfkantiges nach innen zu klappen oder anderweitig sicher zu entsorgen.

Zwar steht den in Laatzen sowie den jüngst in Neustadt, Wunstorf, Seelze, Springe, Steinhude und Schaumburg verletzten Müllwerkern die Möglichkeit offen, Strafanzeige gegen unbekannt zu erstatten und unterstütze Remondis seine Mitarbeiter auch dabei – die Erfolgschancen, einen Verantwortlichen auszumachen, sind hingegen gering, auch weil gelbe Säcke auf einem Haufen sowie vor Reihen- und Mehrfamilienhäusern liegen. Wenn die Lader die Säcke gewohnheitsmäßig in die Schüttung werfen, eh sie die Verletzung bemerken, sei es eh zu spät, so der Sprecher, denn der Müll wird anschließend verdichtet. Bei den beiden bekannten Strafanzeigen von Müllwerkern sei bisher auch nichts herausgekommen.

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