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Nachrichten 45 Minuten nachts im Lift eingeschlossen 
Umland Laatzen Nachrichten 45 Minuten nachts im Lift eingeschlossen 
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16:41 12.11.2017
Die Feuerwehr Laatzen befreite vier Menschen aus einem Lift. (Symbolbild)  Quelle: Archiv
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Alt-Laatzen/Laatzen-Mitte

  Etwa 45 Minuten lang sind vier Menschen nachts in einem Aufzug in Alt-Laatzen stecken geblieben. Die Feuerwehr konnte sie alle wohlauf aus dem Lift retten. 

Die Ortsfeuerwehr Laatzen wurde am Sonnabend gegen 3.30 Uhr zu dem Hochhaus an der Hildesheimer Straße gerufen. Stadtfeuerwehrsprecher Gerald Senft erläuterte, nach Problemen mit der Technik sei die Kabine in der zweiten Etage stecken geblieben - etwa 40 Zentimeter höher, als sie eigentlich sollte. Nach Angaben der Gruppe war sie etwa eine Dreiviertelstunde in dem engen Raum eingeschlossen. Sie hatte den Notknopf in dem Lift gedrückt und wurde so mit der entsprechenden Firma verbunden. Diese wiederum verständigte die Feuerwehr, die den Aufzug von außen mit Spezialwerkzeug öffnete. Dieses hatten die Helfer bereits bei sich. 

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Bei der Gruppe in dem Lift handelte es sich laut Senft um eine Familie mit Mutter und Vater, beide etwa 60 Jahre alt, sowie ihre erwachsenen Töchter. Sie haben ihre Notsituation offenbar gut gemeistert. An dem rund 40-minütigen Einsatz unter der Leitung von Ortsbrandmeister Klaus-Dieter Wichmann waren insgesamt fünf Feuerwehrleute beteiligt. Auch die Polizei und das Rote Kreuz waren vor Ort. 

Das Hochhaus mit etwa zehn Etagen wurde vor mehreren Jahrzehnten errichtet. Dass es dort schon einmal Probleme mit dem Lift gab, ist der Feuerwehr laut Sprecher Senft nicht bekannt. Der Aufzug wurde noch in der Nacht stillgelegt. Das letzte Mal, dass öffentlich bekannt wurde, dass ein Aufzug im Laatzener Stadtgebiet stecken geblieben ist, war im August in Alt-Laatzen. In einem Mehrfamilienhaus an der Albert-Schweitzer-Straße war binnen weniger Tage zweimal ein Kind steckengeblieben.

Am Wochenende blieb es nicht der einzige Einsatz für die Ortsfeuerwehr in Alt-Laatzen. In der Nacht zu Sonntag gegen 23.50 Uhr eilte sie zu einem Gewerbebetrieb an der Ulmer Straße. Dort hatte die Sprinkleranlage in einer Halle eine Störung angezeigt. Der Pförtner hatte daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Die sieben Feuerwehrleute sahen sich auf dem Gelände, besonders in der Halle, genau um, teilte Gerald Senft mit. „Ungewöhnliche Vorkommnisse waren aber nicht zu entdecken.“ Gegen 0.30 Uhr rückte die Feuerwehr wieder ein. 

Doch die Nacht war kurz: Gegen 2.40 Uhr piepten die Melder erneut. Nun galt die Hilfe einem Mann, der sich in seiner Wohnung an der Straße Am Wehrbusch in Laatzen-Mitte eingeschlossen hatte. Der 65-Jährige war in den Wohnräumen gestürzt und konnte die Tür von innen nicht mehr öffnen. „Die Feuerwehr öffnete die Wohnungstür gewaltsam. Anschließend unterstützten die Helfer den Rettungsdienst beim Transport auf einer Trage durch das Treppenhaus in den Rettungswagen“, erläuterte Senft. Der Mann kam in ein Krankenhaus. Um 3.45 Uhr war der Einsatz für die fünf Feuerwehrleute beendet. 
 
 
 
 

Von Andreas Zimmer