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Umland Laatzen Nachrichten Acht Stimmen fehlen zum Sieg
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00:17 29.05.2014
Von Johannes Dorndorf
SPD-Kandidatin Ramona Schumann haben nur acht Stimmen zur absoluten Mehrheit gefehlt. Quelle: HAZ
Laatzen

Schumann selbst nennt es ein „Herzschlagfinale“. Der Unterschied zwischen Sieg und Stichwahl war denkbar knapp: Es fehlten ihr am Sonntagabend nur acht Stimmen. Nach Auskunft des stellvertretenden Wahlleiters Jörg Laszinski wurden bei der Bürgermeisterwahl für die vier Kandidaten insgesamt 6970 gültige Stimmen abgegeben. Um die absolute Mehrheit der abgegebenen Stimmen erreichen zu können, müsste ein Kandidat für sich die Hälfte dieser Stimmen gewinnen - in diesem Fall also 3485 - plus eine Stimme, das macht 3486. Schumann hat zwar mit 3478 Stimmen deutlich mehr erreicht als Axel Müller mit 2510. Aber zur absoluten Mehrheit fehlten ihr eben noch acht.

Schumann nimmt es gelassen: „Soll noch einer sagen, dass seine Stimme nichts bringt“, sagte sie am Montag. Sie sei dankbar und überwältigt, dass sie schon im ersten Anlauf so viel Zuspruch erhalten habe. Jetzt komme es darauf an, die Wähler für die Stichwahl noch mal zu motivieren. Ein Argument hat Schumann dafür schon parat: „Ich bin der lebende Beweis dafür, dass jede Simme zählt!“

Die Laatzener SPD ist weiter auf Ursachensuche für ihre Niederlage. Lag es auch an der parteiinternen Kritik an Amtsinhaber Thomas Prinz bei der Kandidatenkür? Welchen Einfluss hatte die Grundsteuerdebatte? „Es ist möglicherweise eine Mischung aus persönlichen Gründen und Sachgründen“, sagte der Bundestagsabgeordnete und Laatzener Ratsherr Matthias Miersch. Er warnte seine Partei davor, „vorschnell Dinge in die Welt zu setzen“. Man gewinne gemeinsam und verliere gemeinsam.

Parallel wurde am Montag darüber diskutiert, wie der Wechsel im Rathaus vollzogen wird. Der unterlegene Amtsinhaber Thomas Prinz (SPD) ist noch bis zum 31. Oktober im Amt, bis dahin stehen wichtige Entscheidungen an - allen voran die Wahl eines neuen Ersten Stadtrats. Der bisherige Amtsträger Arne Schneider (SPD) wechselt in Kürze nach Bremen.

Der designierte Bürgermeister Jürgen Köhne erhob den Anspruch, in die Entscheidung mit einbezogen zu werden - und stieß damit auf offene Ohren bei Prinz. „Ziel muss sein, jemanden auszuwählen, mit dem Herr Köhne arbeiten kann und der auch eine Mehrheit im Rat findet“, sagte der Verwaltungschef. Einbeziehen wolle er seinen Nachfolger auch in die Aufstellung des Haushalts 2015. „Es wird eine anständige Übergabe geben.“

Auswirkungen haben könnte die neue Situation auch auf die Handlungsfähigkeit der Stadt. Köhne warnte vor einer „Blockadepolitik“.

Kim Gallop und Johannes Dorndorf

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