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Umland Laatzen Nachrichten AquaLaatzium: FDP-Ratsherr droht mit Anzeige
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00:15 09.09.2013
Von Johannes Dorndorf
Das aquaLaatzium steht im Mittelpunkt eines Streits um Vergünstigungen für Politiker. Quelle: Archiv
Laatzen

Laut Münkner steht „der Straftatbestand der Vorteilsnahme und vielleicht auch der Bestechlichkeit“ im Raum. Für ihn seien die Vorgänge um Rabatte für Politiker noch nicht ausgeräumt. Er sprach sogar von einer „aquaLaatzium-Affäre“. Zuvor hatte Bürgermeister Thomas Prinz auf einen Fragenkatalog der Ratsopposition geantwortet. CDU, FDP, RRP und Piraten wollten unter anderem wissen, welche Regeln zu Vergünstigungen es in dem städtischen Bad gibt und wie es zu widersprüchlichen Aussagen kam. Darüber, welche Regeln praktiziert wurden, gab Prinz keine Auskunft. Er zitierte lediglich aus einem Artikel dieser Zeitung und verwies auf Geschäftsführer Carsten Otte. Gleichwohl räumte der Bürgermeister ein, dass Fehler gemacht wurden: „Es wäre gut gewesen, wenn schon in der Vergangenheit eine eindeutige und transparente Regelung für die Nutzung der Einrichtung durch Aufsichtsratsmitglieder getroffen worden wäre.“ Der Wirtschaftsausschuss habe daher beschlossen, im Aufsichtsrat darauf hinzuwirken. Das Gremium werde sich nächste Woche damit befassen. „Ich gehe davon aus, dass der Aufsichtsrat den Geschäftsführer bitten wird, die Regelung unverzüglich nach einer Entscheidung öffentlich zu machen“, sagte Prinz. Er kündigte an, die Regeln künftig jährlich mit dem Haushalt zu veröffentlichen.

Bisher erhalten Aufsichtsratsmitglieder auf Wunsch freien Eintritt in Bad und Sauna sowie Vergünstigungen im aquaFit, wie Geschäftsführer Otte unlängst bestätigte. Dies werde nur vereinzelt in Anspruch genommen. Mehrere aktuelle und ehemalige Aufsichtsräte erklärten, sie hätten von der Regelung nichts gewusst und würden keine solchen Vergünstigungen nutzen. Der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Christoph Dreyer (CDU) räumte jetzt ein, in diesem Jahr einen Rabatt erhalten zu haben. Er habe den Vertrag inzwischen umgestellt und den Differenzbeitrag zurückerstattet.

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