Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Asti lässt sich nicht aus der Ruhe bringen 
Umland Laatzen Nachrichten Asti lässt sich nicht aus der Ruhe bringen 
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 15.11.2017
Bjarne Urban auf Asti und Anna Benne stellen die Martinslegende nach. Quelle: Andrea Weber
Anzeige
Alt-Laatzen

 Dicht gedrängt sitzen rund 300 Besucher in der Kirche St. Mathilde und lauschten der kurzen Andacht von Pfarrer Thomas Berkefeld. Dann macht sich die Gruppe mit den bunten Laternen auf ihren Weg durch Alt-Laatzen – musikalisch begleitet vom Bläserchor Letter. Angeführt wird der Martinsumzug der katholischen Kindertagessstätte St. Mathilde in diesem Jahr vom Fuchswallach Asti. Auf seinem Rücken sitzt der 15-jährige Bjarne Urban, der mit einem roten Umhang als Soldat Martin von Tours verkleidet ist.

Beim Martinsumzug in Alt-Laatzen haben 300 Teilnehmer viel Spaß – und sogar das Wetter spielt mit.

„Die Auswahl des Pferdes ist jedes Mal eine schwierige Geschichte“, erklärt Kita-Leiterin Monika Vorderwülbecke. „Viele Pferde vertragen diesen Rummel nicht.“ Doch mit Asti haben die Organisatoren eine gute Wahl getroffen. Normalerweise voltigiert Bjarne das Pferd in der Lister Ponyschule. Aber auch diese Aufgabe bewältigen der ausgeglichene Wallach und sein Reiter souverän. 

Anzeige

40 Ordner aus der Gemeinde und Mitglieder der Verkehrswacht Wedemark sichern den Weg des Laternenumzug durch die Straßen. Und sogar das Wetter spielt mit: Nach stürmischem Dauerregen bleibt es pünktlich zum Umzug fast trocken. Knapp 45 Minuten dauert es, bis sich die Gruppe wieder der St. Mathilden Kirche nähert.

Vor dem Portal stellen Urban und Anna Benne die Martinslegende nach: Martin von Tours war als römischer Soldat unterwegs, als er an einem kalten Wintertag auf einen unbekleideten Bettler traf. Er teilte seinen gefütterten Mantel und schenkte dem frierenden Mann die Hälfte. In dieser Nacht erschien dem Soldaten Jesus Christus – er quittierte daraufhin seinen Militärdienst, wandte sich der Kirche zu und wurde zum Bischof von Tours.

Vorderwülbecke weist im Anschluss noch einmal auf den pädagogischen Rahmen der Legende hin: „ Es geht um Barmherzigkeit und Nächstenliebe, darum Mitgefühl zu lernen und die Bereitschaft zu helfen“, sagt sie – und zieht ein zufriedenes Fazit des Tages, der bei Glühwein, Kinderpunsch, Muffins und heißen Würstchen einen zünftigen Abschluss findet.

Von Andrea Weber

Anzeige