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00:16 02.03.2017
Heike Philipps vom Igelzentrum in Grasdorf informiert im Leine-Center unter anderem über einfache und kostengünstige Schutzmöglichkeiten für Wildtiere im Garten. In der Einkaufspassage haben die Naturschützer zum Beispiel einen Unterschlupf für Tiere aufgebaut, der aus mit Blumentöpfen als Abstandshalter übereinandergeschichteten Europaletten besteht und mit verschiedenen Materialien aufgefüllt ist. Quelle: Daniel Junker
Laatzen-Mitte

"Das Multi-Tier-Haus ist sozusagen der soziale Wohnungsbau für Tiere im Garten", sagt Heike Philipps, Vorsitzende des in Grasdorf beheimateten Igelzentrums Niedersachsen, das zur Aktion Tier gehört. Viele Gärten seien heute sehr gepflegt und aufgeräumt, sagt Philipps. Auch offene Schuppen oder andere Unterschlüpfmöglichkeiten gebe es in der Stadt immer seltener, ebenso wie Wasserflächen, in denen Vögel baden oder trinken können. Entsprechend schwer haben es wilde Tiere, Lebensräume und Rückzugsmöglichkeiten zu finden. Dies gelte auch in Dörfern. Mit der Ausstellung im Leine-Center will die Aktion Tier darüber informieren, wie Gartenbesitzer Tieren mit einfachen Mitteln etwas Lebensraum zurückgeben können.

Ein Vorschlag der Aktion Tier ist das Multi-Tier-Haus. Es besteht aus drei übereinandergeschichteten Euro-Paletten und mehreren Blumentöpfen als Abstandshalter zwischen den Holzpaletten. In die jeweiligen Zwischenräume haben die Helfer des Igelzentrums Materialien wie Stroh, aufgerollte Wellpappe, Reisig und Efeu eingebracht. Die einzelnen Etagen sollen verschiedenen Tierarten einen Unterschlupf bieten. "Ganz unten im Keller ist zum Beispiel Platz für Igel", sagt Philipps, darüber könnten dann Marienkäfer und Ohrwürmer einziehen und "das Dachgeschoss ist für Spitzmäuse gut geeignet."

Ein solches Multi-Tier-Haus könnten Gartenbesitzer leicht selbst bauen und im Freien aufstellen. "So ein Multi-Tier-Haus kostet kaum etwas, und es sieht auch noch gut aus." Zum Bau könnten Tierfreunde auch Bretter oder ähnliche Materialien benutzen - Paletten seien allerdings haltbarer. Das Wichtigste sei allerdings die Füllung, so Philipps.

Im Leine-Center erklären die Helfer des Igelzentrums außerdem, wie mit einfachen Materialien Igel- und Fledermaushäuser, Nistkästen und Inseltenhotels gebaut werden. So sei beispielsweise eine Apfel- oder Weinkisten aus Holz ganz einfach zu einem Unterschlupf für Tiere umzufunktionieren. "Oft findet man auch passendes Material im Keller", sagt Philipps. Für wen das nichts ist, dem bieten die Tierschützer auch entsprechende Tieräuser und Nistkästen zum Verkauf an. "Wir beziehen sie von Behindertenwerkstätten", so Philipps. Diese seien gut verarbeitet und wesentlich haltbarer als die aus dem Baumarkt.

Am Stand der Aktion Tier im Leine-Center gibt es außerdem Infos über weitere Aktionen und Projekte. In Niedersachsen unterstützt der bundesweit aktive Verein neben dem Grasdorfer Igelzentrum unter anderem noch die Wildtierauffangstation in Rastede, die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen sowie Tierschutzvereine in mehreren Orten.

Bürgermeister Jürgen Köhne hat die Ausstellung, die noch bis Sonnabend, 4. März, zu den Öffnungszeiten des Leine-Centers in der Ladenpassage des Erweiterungsbaus zu sehen ist, am Montag Nachmittag offiziell eröffnet.

Fotostrecke Laatzen: Ausstellung zeigt Tierschutzmöglichkeiten im Garten

Von Daniel Junker

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