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17:42 07.06.2015
Komisch im Sinne von seltsam - so auch der Name ihres Programms: Anna Piechotta im Bauhof. Quelle: Michael Krowas
Hemmingen-Westerfeld

Der Til Schweiger ihrer Träume entpuppt sich darin allerdings als bajuwarische Katastrophe. Ihre Mimik dabei ist hinreißend, man kann die Gesichtszüge des www-Bayern förmlich einfrieren sehen, wenn sie ihm gesteht, sie habe polnische Wurzeln. Dann schildert sie weitere bizarre Typen: den Manager, den WG-Mitbewohner. Für den und ihre unerfüllte Liebe zu ihm hat sie im Lied alternative Schlüsse parat. In der ersten Version kriegt sie ihren WG-Kumpel nicht rum, in der zweiten, à la Hollywood, klappt es. In der dritten Variante krächzt sie als Frauenbeauftragte.

Piechotta ist ein relativ neues Gesicht im Kabarettgenre. Die brillante Pianistin setzt häufig auf Bekanntes; balladenhafte Lieder werden mit Nonsenstexten versehen. „Versichert“ reimt sich auf „Richard“, „anonym“ auf „Pseudonym“. Das Konzept ist so alt wie die Welt, aber bei Piechotta funktioniert das erstaunlicherweise hervorragend. Optisch gibt sie das Naivchen, akustisch ist sie bösartiger als eine ins Auge geriebene Chili­schote. Melancholische Stücke wie „Mein Schatten“ wechseln sich mit Up-Tempo-Nummern ab, deren Texte auch Roger Cicero auf den Leib geschrieben sein könnten. „Weil mir dein Profil gefiel“ lässt trotz der hochsommerlichen Temperaturen das Blut in den Adern gefrieren. Sie singt von ihrem ersten Opernbesuch, der zu einem Desaster wird.

Die studierte Sängerin kokettiert mit sämtlichen Klischees des klassischen Gesangs. Besser hätte es auch eine Elisabeth Wiedemann oder eine Gisela Schlüter nicht machen können. Oder, wie sie selbst reimen würde: Pfui, Pannacotta, yeah, Piechotta.

Von Michael Krowas

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