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Nachrichten Brand in Flüchtlingsheim in Gleidingen
Umland Laatzen Nachrichten Brand in Flüchtlingsheim in Gleidingen
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00:15 04.01.2016
Der Atemschutztrupp rüstet sich mit Atemschutzgeräten vor der Wohnanlage aus.
Der Atemschutztrupp rüstet sich mit Atemschutzgeräten vor der Wohnanlage aus. Quelle: Andre Oestreich
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Gleidingen

Noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte konnte ein Mitarbeiter der Sicherheitsfirma die Flammen löschen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt wegen versuchter schwerer Brandstiftung. 

„Ich finde es entsetzlich, dass so etwas hier passiert“, sagte Gleidingens Ortsbürgermeister Peter Jeßberger am Neujahrstag. „Diese Menschen haben ein schlimmes Schicksal gehabt. Wir sollten ihnen eigentlich helfen, statt sie zu bedrängen.“ Laatzens Bürgermeister Jürgen Köhne war nach eigener Aussage „ein Stück weit sprachlos“. „Es ist schlimm, wenn an einem Ort, wo Menschen leben, ein Feuer ausbricht“, sagte er. „Noch gravierender ist es, wenn der Verdacht auf Brandstiftung im Raum steht.“

Nach Informationen dieser Zeitung hatten die Brandstifter einen Zaun auf der Rückseite des Gebäudes durchtrennt, um sich Zutritt zu dem Grundstück zu verschaffen. Dort warfen sie dann Grillanzünder in den Schacht eines Kellerfensters, bevor sie unerkannt flüchteten. 

Eine 37-Jahre alte Nachbarin, die in der Silvesternacht zu Hause war, bemerkte jedoch kurz darauf die Flammen und informierte den Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, der in der Unterkunft arbeitet, die von der Arbeiterwohlfahrt betrieben wird. 

Die Gleidinger Feuerwehr, die mit drei Fahrzeugen anrückte, stellte die Löschwasserversorgung sicher und ging mit einem Trupp unter Atemschutz in die verqualmten Kellerräume vor. „Weitere Glutnester konnten jedoch nicht ausgemacht werden“, teilte der Gleidinger Feuerwehrsprecher André Oestreich mit. Im Anschluss wurden die Kellerräume mit einem Hochleistungslüfter belüftet und rauchfrei gemacht. 

Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung und sucht Zeugen. Hinweise nimmt der Kriminaldauerdienst Hannover unter der Rufnummer (05 11) 109 55 55 entgegen.

gal/jki