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Umland Laatzen Nachrichten Ein neuer Verein soll’s richten
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06:53 04.02.2015
Von Daniel Junker
Das beliebte Eichstraßenfest ist ein fester Termin im Alt-Laatzener Veranstaltungskalender.Junker (Archiv)
Das beliebte Eichstraßenfest ist ein fester Termin im Alt-Laatzener Veranstaltungskalender.Junker (Archiv) Quelle: Daniel Junker
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Alt-Laatzen

Seit dem 27. August 2014 gibt es den Verein, den Vertreter der Interessengemeinschaft der örtlichen Vereine in Alt-Laatzen zusammen mit anderen Bürgern gegründet haben. Ziel des Zusammenschlusses ist weiterhin die Förderung und Organisation des Eichstraßenfestes, das diesmal am 30. Mai gefeiert wird, aber auch anderer kultureller Veranstaltungen im Ortsteil.

Mit der Umwidmung von einer Interessengemeinschaft zum Verein wollen sich die Mitglieder insbesondere rechtlich absichern - die Beteiligten haften bei Unfällen oder anderen Vorfällen nun nicht mehr als Privatpersonen. „Man steht sonst immer mit einem Bein im Gefängnis“, sagt Schriftführer Markus Piela.

Ein anderer Vorteil sei die Gemeinnützigkeit: Der Verein ist seit der Gründung berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen, die vom Finanzamt anerkannt werden. „Die Abrechnung und Buchhaltung war vorher immer etwas problematisch, weil ja alles privat lief.“ Nun kann der Verein für die Finanzierung der Veranstaltungen auch in Vorleistung gehen und die Kosten und Einnahmen offiziell abrechnen. Mit den Überschüssen sollen kulturelle Veranstaltungen und Einrichtungen vor Ort gefördert werden.

Die Stadt Laatzen sitzt auch in Zukunft mit im Boot: „Der Verein macht das Organisatorische, wir sind als Mitveranstalter im Hintergrund mit dabei“, sagt Stadtsprecher Matthias Brinkmann. „Die Hauptarbeit und die Verantwortung lagen schon immer bei der Interessengemeinschaft.“ Die Stadt unterstütze die Gruppe weiterhin.

Morgen Abend will der Verein Anwohner und interessierte Bürger über Neuerungen und den geplanten Ablauf des Eichstraßenfestes informieren. „Wir wollen das Fest weiterhin zusammen mit den Anwohnern gestalten und nicht gegeneinander arbeiten“, sagt der Vorsitzende Konrad Wartchow. „Das Eichstraßenfest soll weiterhin ein Fest von den Bürgern für die Bürger bleiben“, kündigt Piela an. „Es wird aber einige neue Spielregeln geben, an die sich die Beteiligten halten müssen“, ergänzt Wartchow.

Neue Regeln für das Fest

Was wird sich für die Beteiligten ändern?

„Zukünftig wird es nicht mehr möglich sein, dass die Anwohner einfach einen Pavillon vor die Tür stellen und dort Dinge anbieten“, kündigt Konrad Wartchow an. „Es kann nicht mehr jeder machen, was er will.“ Die Stände würden vor Beginn des Festes kontrolliert. Dies sei aus Sicherheits- und Hygienegründen notwendig.

Was heißt das im Einzelnen?

Ein Beispiel ist der Einsatz von Elektrogeräten. Sie werden vor der Veranstaltung von einem Elektriker überprüft. Dies gilt zum Beispiel für Waffeleisen oder ähnliche Geräte. „Wir werden darauf achten, dass die Geräte sicher sind“, sagt Wartchow. Das sei insbesondere aufgrund des Brandschutzes unumgänglich. „Wir dürfen aber auch die Stromanschlüsse nicht überlasten.“

Inwiefern spielen hygienische Gründe eine Rolle?

„Da die Veranstaltung öffentlich ist, unterliegen die angebotenen Lebensmittel dem Lebensmittelrecht“, so Wartchow. Es sei etwas anderes, ob man Lebensmittel privat zu Hause anbietet oder sie auf ­einem Fest verkauft.

Was ändert sich rechtlich?

Da die inhaltliche Organisation nun bei einem Verein liegt, können die Organisatoren offiziell Spenden einwerben und besser mit Sponsoren verhandeln. Zudem kann der Verein jetzt offiziell Verträge abschließen – zum Beispiel mit Standbetreibern oder beteiligten Künstlern. Damit die Haftung geklärt ist, müssen auch die beteiligten Anwohner und Vereine Formulare unterzeichnen.

Johannes Dorndorf 04.02.2015
Johannes Dorndorf 03.02.2015
Astrid Köhler 03.02.2015