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Umland Laatzen Nachrichten Kritik an Standortplänen für neuen Hochbahnsteig
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00:16 30.09.2017
Nach der zeitigem Planungsstand der Infrastrukturgesellschaft könnte der neue Hochbahnsteig für den Galgenbergweg um etwa 70 Meter von der bestehenden Haltestelle an die Einmündung zur Franz-Carl-Achard-Straße verlegt werden. Nicht zuletzt aufgrund der beengten Platzverhältnisse zu den dortigen Garagen mit Satteldächern haben die Anwohner – im Bild der Beirat der Eigentümergemeinschaft Klaus-Dieter Seyfert (von rechts), Karl-Heinz Fischer und Dieter Lerch - große Bedenken. Sie befürchten Vandalismus und Müll. Quelle: Astrid Köhler
Rethen

Die am Dienstag von Infra-Prokurist Martin Vey im Ortsrat Rethen vorgestellte Variante für den Hochbahnsteig entsprach noch weitestgehend dem Stand vom Februar. Seinerzeit war Vey schon einmal in dem Gremium zu Gast, um die Varianten für einen Hochbahnsteig mit Kehrgleis in Rethen vorzustellen. Diese Planung ist inzwischen vom Tisch. Ein provisorisches Kehrgleis soll nun weiter südlich, in Gleidingen, gebaut werden.

Für den künftigen Hochbahnsteig Galgenbergweg stellte Vey zwei Varianten vor. Die erste orientiert sich an der derzeitigen Stadtbahnhaltestelle in Höhe des Nelkenweges und würde eine weitere Lichtsignalanlage auf der Hildesheimer Straße sowie Grunderwerb erforderlich machen. Alternativ könne der Hochbahnsteig auch um 70 Meter in Richtung Norden zur Franz-Carl-Achard-Straße versetzt. Der Vorteil: Die neue für Drei-Wagen-Züge ausgerichtete Stadtbahnhaltestelle könne dort von allen Seiten über bereits vorhandene Lichtsignalanlagen erreicht werden, betonte Vey. Außerdem liege die Haltestelle dort zentraler und sei für Fahrgäste aus den Wohngebieten direkter erreichbar.

Allerdings weist ein nach Norden versetzter Standort auch Besonderheiten auf. So führt der Gleiskörper dort über eine kleine Anhöhe. Vey bezeichnete dies aber als „technisches Problem, das lösbar ist.“ Auch dass die Gleise nach Süden hin weiter abfallen, sei kein Problem für den Hochbahnsteig. Dies könne über eine längere Rampe ausgeglichen werden. Statt der üblichen zwei würden dort drei Elemente verbaut. Die bestehenden Wege ins Wohngebiet – der Galgenbergweg und der sogenannte Rübengang – blieben erhalten.

Bedenken wurden hingegen wegen der Garagenhöfe laut, die von der Franz-Carl-Achard-Straße parallel zur Stadtbahnlinie verlaufen. Der Platz sei zu schmal, sagte Zuhörer Klaus-Dieter Seyfert, der dem Beirat der dortigen Wohnungseigentümergemeinschaft angehört und an die verworfenen Pläne für einen Weg erinnerte. Die nördliche Rampe würde nur wenige Zentimeter von den Überständen der Garagendächer entlang geführt, was dort zu mehr Müll und Vandalismus unter anderem durch Hangeleien und Klettereien auf den Satteldächern führen könne. „Sie bürden uns Sachen auf, die einfach unzumutbar sind“, kritisierte Seyfert in der Sitzung im Familienzentrum. Vey entgegnete, bei der Suche nach einem Standort müsse abgewogen werden. Denkbar sei auch der Umbau der Garagendächer. Die Infra wolle nun mit den Anliegern sprechen.

Dem aktuellen Zeitplan nach will die Infra bis Mai 2018 den Finanzierungsantrag einreichen. Eine Beteiligung der politischen Gremien sei dafür noch nicht nötig, betonte Vey. Diese solle aber spätestens für die Planfeststellung erfolgen. Läuft alles nach Plan und kann der Haltestellenumbau 2019 ins Programm des Landes aufgenommen und mit dem Bau begonnen werden, ist die Fertigstellung des Hochbahnsteiges seiner Einschätzung nach Ende 2020 möglich.

Fotostrecke Laatzen: Kritik an Standortplänen für neuen Hochbahnsteig

Von Astrid Köhler

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