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Nachrichten Initiative für Fairtrade-Stadt kommt in Gang
Umland Laatzen Nachrichten Initiative für Fairtrade-Stadt kommt in Gang
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00:16 09.06.2017
Von Johannes Dorndorf
Rund 25 Interessierte sind beim Auftakttreffen der Laatzener Fairtrade-Initiative im Café Marie des Stadthauses dabei. Quelle: privat
Laatzen

"Wir haben einen Riesenschritt nach vorne gemacht", sagt Peter Hellemann, der zu den Initiatoren der Laatzener Fairtrade-Gruppe gehört. Am vergangenen Donnerstagabend kamen rund 25 Interessierte im Café Marie des Stadthauses zusammen, um sich über das Projekt zu informieren. Wie berichtet, hatte der Rat der Stadt im September 2016 beschlossen, sich dem Bündnis der bundesweit derzeit rund 480 Kommunen anzuschließen, die fairen Handel unter dem Titel Fairtrade-Stadt fördern.

Außer einigen Ratspolitikern waren Vereinsvertreter (AWO, ADFC, DRK, GiG, Nabu, Musikverein Rethen, Park der Sinne, Fanfarencorps), Vertreter der Kirchen (Thomas und St. Oliver), der Albert-Einstein-Schule und mehrerer Unternehmen dem Aufruf gefolgt. "Gemeldet haben sich auch die Deutsche Rentenversicherung, das Aqualaatzium und Lidl", berichtet Hellemann.

Zu den vereinbarten Vorhaben zählen unter anderem ein Verzeichnis mit Einkaufsquellen von Fairtrade-Produkten in Laatzen, die Vorführung von Filmen über Kinderarbeit in der Textilproduktion und über das Fairtrade-Konzept und die Akquise einer Ausstellung zum Thema  in Laatzen. "Wir haben schon jetzt vereinzelt mit Geschäften und Restaurants geredet", sagt Hellemann: Die fünf Adressen, die man für die Beantragung des Fairtrade-Siegels benötige, habe die Gruppe schon jetzt zusammen.

Bestandteil der teils kritisch geführten Diskussion war auch die Frage, ob das Siegel möglicherweise nur Selbstzweck sei. "Man braucht es aber zum Vorzeigen und auch als Motivation zum Mitmachen", fasst Hellemann das Ergebnis der Debatte zusammen. Zu den Vorzügen der Teilnahme zählten auch eine Stärkung des Wir-Gefühls, die Möglichkeit medialer Aufmerksamkeit und der Vernetzung mit anderen Initiativen, die Einbindung der Stadt mit ihrer Vorbildfunktion und die Chance, Schülern die Problematik zu verdeutlichen. So habe ein Lehrer der AES signalisiert, dass im nächsten Schuljahr eine AG zum Thema angeboten werden könnte.

Als Referentin berichtete die hannoversche Grünen-Politikerin Silvia Hesse, die 2010 die Aufnahme Hannovers in die Reihe der Fairtrade-Städte begleitet hatte, über die dortigen Erfahrungen. So hätten unter anderem Berufsschüler hannoversche Betriebe und Geschäfte aufgesucht, um für die Ziele zu werben.

Noch am gleichen Abend bildete die Initiative eine Steuerungsgruppe, die das weitere Vorgehen koordinieren soll. Zu dem Leitungsgremium zählen neben dem ehemaligen SPD-Ratsherrn Hellemann auch Andreas Quasten (Grüne), Hella Flohr (Förderverein Park der Sinne), die Geschäftsinhaberin Sabrina Teuber (Shelley's Concept Store) und der Laatzener Bürger Wilfried Rabe.

Das nächste Treffen ist für die erste Augustwoche geplant, der Termin wird noch bekannt gegeben. Unterdessen sucht die Initiativgruppe noch weitere Unterstützer aus den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel sowie von Vereinen und Verbänden. Erreichbar ist sie per Mail an Info-FairTrade@Politik-Laatzen.de.

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