Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Nachrichten Investor darf Spielhalle bauen
Umland Laatzen Nachrichten Investor darf Spielhalle bauen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:23 24.02.2009
Von Johannes Dorndorf
Anzeige

Obwohl nach Angaben der Stadt nach wie vor kein Kaufvertrag unterzeichnet ist, plant der Laatzener Investor THI Holding bereits detailliert an der neuen Geschäfts- und Freizeitmeile. Die Pläne sind inzwischen so weit gediehen, dass nun noch einmal der Bebauungsplan geändert werden muss. Die Grundzüge bleiben. Vorgesehen ist eine Geschäftszeile mit kleineren Läden entlang der Pettenkoferstraße sowie ein Supermarkt mit Bowlingbahn auf dem Gelände der ehemaligen Telekom-Vermittlungszentrale und des Parkdecks.

Größter Pferdefuß aus Sicht der Fraktionen ist die Zulassung einer Spielhalle mit vier Räumen und bis zu 48 Automaten. Wie Stadtrat Albrecht Dürr am Montagabend in Stadtentwicklungsausschuss und Ortsrat berichtete, würde sich die geplante Bowlingbahn aus Sicht des Betreibers ohne den gewinnbringenden Glücksspielbetrieb nicht rechnen. Immerhin: Geplant sei dann eine Halle mit zwölf Bahnen auf zwei Etagen, die Bundeswettkämpfe zulasse.

Anzeige

Vor allem bei der FDP stieß der Vorschlag übel auf. „Wir würden Spielgeräte an einem Ort zulassen, wo wir gleichzeitig Soziale Stadt betreiben. Kriegen wir damit nicht Probleme, die wir genau dort nicht wollen?“ fragte FDP-Ratsherr Dirk Weissleder. Jürgen Köhne (CDU) ergänzte: „Wir können uns mit einer solchen Nutzung nicht anfreunden. „Wir finden die Spielhalle auch nicht besonders toll. Aber wenn wir dort eine Bowlingbahn bekommen, können wir mit dem Kompromiss leben“, erwiderte Gabriela Neumann-Köhler (SPD).

Während CDU und FDP gegen die von der SPD-Mehrheit durchgesetzte Ausnahmeregelung stimmten, fanden andere Zugeständnisse breite Zustimmung: Statt 80 dürfen nun 90 Prozent der Fläche versiegelt werden. Das entspricht etwa dem gegenwärtigen Zustand. Außerdem werden überall drei Stockwerke zugelassen. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite darf eine kleine Rangierfläche für Lieferfahrzeuge eingerichtet werden.

Der Investor will laut Dürr noch in diesem Jahr mit den Bauarbeiten beginnen. Noch nicht geklärt sei allerdings die ausstehenden juristischen Probleme, die Rechte Dritter betreffen. Details hierzu nannte Dürr nicht.